POL-GI: Zweiter europaweiter Blitzmarathon – Fazit in Mittelhessen (Landkreise Gießen und Marburg-Biedenkopf sowie Wetteraukreis und Lahn-Dill-Kreis)

Gießen (ots) –

Mittelhessen: Nachdem der zweite europaweite Blitzmarathon heute
Morgen um 06.00 Uhr endete, zieht die mittelhessische Polizei eine
positive Bilanz. Die Polizistinnen und Polizisten des
Polizeipräsidiums Mittelhessen und Mitarbeiter teilnehmender Kommunen
aus den Landkreisen Gießen, Marburg-Biedenkopf sowie dem Landkreis
Wetterau und dem Lahn-Dill-Kreis hatten sich an den europaweiten
Tempokontrollen beteiligt und in 24 Stunden die Geschwindigkeit von
rund 75.000 Fahrzeugen kontrolliert.

Bereits im Vorfeld gab die Polizei alle Blitzstellen in
Mittelhessen über die Medien bekannt. „Damit wird deutlich, dass es
uns an diesem Tag nicht um die Anzahl der Verstöße oder Anzeige ging,
sondern dass wir auf die Gefahren zu schnellen Fahrens hinweisen
wollten“, erklärt die Leiterin der Direktion Verkehrssicherheit und
Sonderdienste des Polizeipräsidiums Mittelhessen, Polizeioberrätin
Gaby Häuser. „Nach wie vor ist überhöhte und nicht angepasste
Geschwindigkeit Hauptunfallursache bei Unfällen mit schweren Folgen
und entscheidet im Straßenverkehr über Leben und Tod“, so Häuser
weiter. „Möglichst viele Autofahrer sollen dies verinnerlichen und
sich künftig aus Überzeugung an die Geschwindigkeitsbegrenzungen
halten“, appelliert die Polizeioberrätin.

An 74 Messstellen waren die knapp 170 Polizisten und Mitarbeiter
der Kommunen im Einsatz. Sie verzeichneten deutlich weniger
Geschwindigkeitsverstöße als sonst an den Messstellen. Etwa 75.000
Fahrzeuge durchfuhren während des Blitzmarathons die polizeilichen
und kommunalen Kontrollstellen. Trotz Bekanntgabe der Messstellen im
Vorfeld, fuhren ca. 3.800 Verkehrsteilnehmer zu schnell. Auf 339
kommen Bußgelder und Punkte zu. 50 Temposündern werden zudem für
mindestens vier Wochen auf ihren Führerschein verzichten müssen.

Landkreis Gießen:

An den 11 Blitzstellen im Landkreis Gießen fuhren 9.877 Fahrzeuge
durch die Messtechnik von Polizei und Kommunen. Insgesamt waren 315
Fahrzeuge zu schnell. 298 Fahrzeuglenker müssen mit einem
Verwarnungsgeld von maximal xx Euro rechnen. 17 Kraftfahrzeugfahrer
waren so schnell, dass auf sie ein Bußgeld sowie Punkte in Flensburg
zukommen. Von diesen müssen sechs zusätzlich für mindestens vier
Wochen auf ihren Führerschein verzichten.

In Gießen zogen sie einen VW Kleintransporter aus dem Verkehr. Der
war eigentlich nur zum Güterverkehr zugelassen. Die Polizisten
staunten nicht schlecht als sich die Türen öffneten und insgesamt 13
Erwachsene und fünf Kinder aus dem Transporter ausstiegen.

Landkreis Marburg-Biedenkopf

Auch im Landkreis Marburg-Biedenkopf waren Polizei und Kommunen an
16 Messstellen im Einsatz. Hier registrierten die Verkehrsüberwacher
15.397 Fahrzeuge, die die Technik passierten. Insgesamt waren 467
Fahrzeuge zu schnell. 449 Fahrzeuglenker müssen mit einem
Verwarnungsgeld von maximal 30 Euro rechnen. 18 Kraftfahrzeugfahrer
waren so schnell, dass auf sie ein Bußgeld sowie Punkte in Flensburg
zukommen. Die gute Nachricht: keiner der Schnellfahrer muss auf
seinen Führerschein verzichten.

Landkreis Wetterau

An den 23 Blitzstellen im Landkreis Wetterau fuhren 26.863
Fahrzeuge durch die Messtechnik von Polizei und Kommunen. Insgesamt
waren 1.041 Fahrzeuge zu schnell. 998 Fahrzeuglenker müssen mit einem
Verwarnungsgeld von maximal 30 Euro rechnen. 43 Kraftfahrzeugfahrer
waren so schnell, dass auf sie ein Bußgeld sowie Punkte in Flensburg
zukommen. Auch in diesem Landkreis muss keiner der geblitzten
Fahrzeugführer auf seinen Führerschein verzichten.

Mit Humor nahm es ein Fiatfahrer in Bad Vilbel. Nachdem er bereits
morgens, gegen 08.00 Uhr mit 15 km/h zu schnell an einer Messstelle
erwischt wurde und hierfür 20 Euro bezahlen musste, fuhr er um kurz
vor 14.00 Uhr nochmals durch dieselbe Messtechnik. Jetzt hatte er
erneut 15 km/h zu viel auf dem Tacho, was ihn weitere 20 Euro
Verwarnungsgeld kosteten.

Lahn-Dill-Kreis

Im Lahn-Dill-Kreis kam die Messtechnik von Polizei und Kommunen an
21 Blitzstellen zum Einsatz. Hier durchfuhren 17.670 Fahrzeuge die
Messstellen. Insgesamt waren 820 Fahrzeuge zu schnell. 771
Fahrzeuglenker müssen mit einem Verwarnungsgeld von maximal 30 Euro
rechnen. 49 Kraftfahrzeugfahrer waren so schnell, dass auf sie ein
Bußgeld sowie Punkte in Flensburg zukommen. Von diesen müssen fünf
zusätzlich für mindestens vier Wochen auf ihren Führerschein
verzichten.

Auf der bei Motorradfahrern beliebten B 255 rund um den
„Aartalsee“ mussten drei Raser von der Polizei gestoppt werden. Bei
erlaubten 100 km/h wurden sie mit 148, 155 und 162 km/h gemessen.

Polizeiautobahnstation Mittelhessen

Auf den von der Polizeiautobahnstation in Butzbach zu betreuenden
Autobahnabschnitten der A5, A45, A480 und A485 betrieben die
Polizistinnen und Polizisten drei Blitzstellen. Hier durchfuhren
5.411 Fahrzeuge die Messstellen. Insgesamt waren 1.156 Fahrzeuge zu
schnell. 944 Fahrzeuglenker müssen mit einem Verwarnungsgeld von
maximal 30 Euro rechnen. 212 Kraftfahrzeugfahrer waren so schnell,
dass auf sie ein Bußgeld sowie Punkte in Flensburg zukommen. Von
diesen müssen 39 zusätzlich für mindestens vier Wochen auf ihren
Führerschein verzichten.

Auf der A 480 am Reiskirchener Dreieck in Mittelhessen rasten zwei
Pkw-Fahrer durch die Messstelle. Bei erlaubten 80 km/h hatten sie
ihre Fahrzeuge auf 151 km/h beschleunigt.

Guido Rehr, Pressesprecher

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