FW-AR: Der Basislöschzug 1 (Neheim/ Voßwinkel) blickt zurück auf ein Ereignisreiches Jahr 2015

Am 04. März kamen die Angehörigen des Basislöschzugs 1 der Arnsberger Feuerwehr

Arnsberg (ots) –

Neheim / Voßwinkel. Am 04. März kamen die Angehörigen des
Basislöschzugs 1 der Arnsberger Feuerwehr, zur ihrer
Jahresdienstbesprechung in der Schützenhalle Voßwinkel zusammen. Dort
begrüßte der Leitende Basislöschzugführer Sascha Ricke die Mitglieder
des Löschzugs Neheim und der Löschgruppe Voßwinkel, die gemeinsam des
Basislöschzug (BLZ) bilden. Besonders begrüßte er als Gäste den
zuständigen städtischen Fachbereichsleiter, Herrn Helmut Melchert,
die örtlichen Ratsmitglieder, den stellvertretenden Leiter der
Feuerwehr, Martin Känzler, den stellvertretenden Kreisbrandmeister
des Hochsauerlandkreises, Werner Franke, die Partnerinnen und Partner
der Wehrleute sowie die anwesenden Frauen der verstorbenen Kameraden.
Aber auch sein Führungsteam Reiner Schulze (Löschzugführer Neheim),
Martin Neuhaus (Löschgruppenführer Voßwinkel) und Stephan Kamski als
Leiter der ABC/ Dekon Komponente hieß er herzlich willkommen.

Zahlen, Daten, Fakten

Der BLZ 1 zählt zurzeit 195 Kräfte, darunter 113 Einsatzkräfte,
41 Angehörige der Ehrenabteilung und ebenfalls 41 Mitglieder in der
Jugendfeuerwehr. Mit dieser Mitgliederzahl bleibt der BLZ weiterhin
der größte im Stadtgebiet, was auch mit der Einwohnerzahl in Bachum,
Voßwinkel und Neheim korrespondiert. Demnach sind die Kräfte für rund
ein Drittel der Gesamtbewohner der Stadt Arnsberg zuständig. Dies
stellt eine große Herausforderung für das gut aufgestellte
Führungsteam und die übrigen Mitglieder der Einsatzabteilung dar. Und
es gab viel zu tun im Jahr 2015: Insgesamt 106 Einsätze wurden
erfolgreich bewältigt. Bei all diesen Einsätzen leisteten die
ehrenamtlichen Kräfte des BL 4.064 (Vorjahr 1.662) Einsatzstunden.
Ohne eine entsprechende Ausbildung, regelmäßige Übungsdienste und
weitere Veranstaltungen zur Erhaltung der Einsatzfähigkeit wäre es
aber nicht möglich, dieses Einsatzaufkommen professionell
abzuarbeiten. So wurden im Jahr 2015 insgesamt weit über 9.000
ehrenamtliche Dienst- und Einsatzstunden geleistet. Für diese
ständige Einsatzbereitschaft dankte Sascha Ricke den Kameraden und
ihren Partnerinnen und Partnern, ohne die dieser Einsatz nicht
möglich wäre. Dieses in der heutigen Zeit als freiwilliges Engagement
zu leisten, ist keine Selbstverständlichkeit. Und auch die
Arbeitgeber der Wehrleute sind sehr wichtig für die Arbeit der
Feuerwehr, denn ohne die Bereitschaft, die in ihren Betrieben
arbeitenden Einsatzkräfte für die Tätigkeit in der Feuerwehr
freizustellen, könnten viele Leistungen der Feuerwehr in dieser Form
nicht erbracht werden.

Gelebte Integration im Löschzug Neheim

BLZ-Führer Sascha Ricke freut sich aktuell über zwei besondere
neue Einsatzkräfte. Vor einigen Wochen haben die Kameraden Sila Siad
und Jalal Jasser, der eine mit libanesischer und der andere mit
syrischer Herkunft, den Weg in den Löschzug Neheim gefunden und
werden nun an den Dienst in der Feuerwehr herangeführt. Aber auch
durch Aktivitäten wie etwa die Durchführung einer Übung an der
Asylbewerberunterkunft am Schleifmühlenweg in Neheim im vergangenen
Jahr leistet der BLZ 1 vorbildliche Arbeit auf dem Gebiet der
Integration in der Arnsberger Feuerwehr. Es ist den Angehörigen
Löschzugs wichtig, diese Kontakte zu pflegen und ein gutes
beiderseitiges Verständnis zu erreichen. Denn dies nutzt letztlich
sowohl der Feuerwehr, die über ihre Arbeit informieren und dadurch
vielleicht die eine oder andere neue Einsatzkraft gewinnen kann und
auch den neuen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die wichtige Hinweise
zum häuslichen Brandschutz oder richtigen Verhalten im Brandfall
bekommen.

Kinderfeuerwehr geplant

Der stellvertretende Leiter der Arnsberger Feuerwehr Martin
Känzler begrüßte ebenfalls alle Anwesenden und bedankte sich für die
im zurückliegenden Jahr geleistete Arbeit. Er betonte, dass die
Arbeit der Jugendfeuerwehr für die aktive Wehr von großer Bedeutung
ist. Seit dem 01. Januar 2016 wurde mit der Verabschiedung des neuen
nordrhein-westfälischen Brandschutzgesetzes erstmals die rechtliche
Grundlage dafür geschaffen, eine sogenannte Kinderfeuerwehr
einzurichten, in die Jungen und Mädchen ab sechs Jahren eintreten
können. Hier sollen sie zunächst spielerisch an den aktiven
Feuerwehrdienst, um dann später in der Jugendfeuerwehr und der
Einsatzabteilung die Arnsberger Feuerwehr weiter zu verstärken.

Führungswechsel im Löschzug Neheim

Und dann stand eine besondere Personalmaßnahme auf der
Tagesordnung: Reiner Schulze, der dem Löschzug Neheim seit dem Jahr
2006 vorgestanden hat, gab dieses Amt in andere Hände weiter. Martin
Känzler dankte Reiner Schulze für seine zehnjährige Führungsarbeit im
Löschzug Neheim und verlieh seiner Hoffnung Ausdruck, dass Schulze
der Einheit auch weiterhin mit Rat und Tat zur Verfügung stehe.
Schulze selbst dankte seinen Kameraden für die gute Zusammenarbeit
und wünschte seinem Nachfolger alles Gute. Tobias Jakob wird künftig
den Löschzug Neheim leiten. Jakob hatte in den vergangenen Jahren
seine Führungsqualitäten bereits als Stadtjugendfeuerwehrwart unter
Beweis gestellt und wird auch diese Aufgabe sicher sehr meistern.
Martin Känzler wünschte ihm alles Gute für diese neue
Herausforderung. Tobias Jakob bedankte sich für das Vertrauen der
Mannschaft und der Führungsebene.

Beförderungen und Ehrungen

Anschließend standen zahleiche Beförderungen und Ehrungen auf dem
Programm. Martin Känzler übernahm zunächst die angenehme Pflicht,
folgende Beförderungen vorzunehmen:

Zum Feuerwehrmann: Thorsten Peithner. Zu Oberfeuerwehrmännern:
Björn Bertram, Tobias Dorr, Tizian Preibisch und Christopher
Harforth. Zum Unterbrandmeister: Gianluca Azzara. Zum Brandmeister:
Markus Gilles. Zum Oberbrandmeister: Patrick Robel. Zum
Brandoberinspektor: Stephan Kamski.

Helmut Melchert überbrachte anschließend die Grüße und den Dank
der Stadt Arnsberg. Er lobte die Arbeit der Feuerwehr und sprach
allen anwesenden seine Anerkennung aus. Er betonte die hervorragende
Zusammenarbeit von Feuerwehr und Politik und bestärkte die Wehr
darin, auf dem Weg der Einrichtung einer Kinderfeuerwehr
voranzuschreiten. Dies sei ein wichtiges Projekt für die Zukunft der
Feuerwehr und die Sicherheit der Bürger.

Sodann konnte er verdiente Wehrmänner auszeichnen. Für 25-jährigen
Dienst in der Arnsberger Feuerwehr wurde Thorsten Fischer mit dem
Feuerwehr-Ehrenzeichen des Landes Nordrhein-Westfalen in Silber
ausgezeichnet. Klaus Burchard und Peter Rohr erhielten dieses
Ehrenzeichen in der Stufe Gold für 35 Jahre treuen Feuerwehrdienst.
Für 10 Jahre Feuerwehrzugehörigkeit wurden Tizian Preibisch, Max
Hauschulte, Markus Danne Rasche, Andreas Müller, Philipp Dünschede,
Andre Stecken und Pascal Haake mit der Ehrennadel des Verbandes der
Feuerwehren in NRW in Bronze ausgezeichnet. Für 40 Jahre Dienst
wurden mit der Ehrennadel in Silber Reinhard Szulzyk, Rolf Brumberg,
Werner Brumberg, Joachim Stecken, Günter Becker, Dieter Brumberg,
Peter Vanderstuyf und Ludger Christiani geehrt. Ausgezeichnet für 50
Jahre wurde Walter Zelder und für 60 Jahre Feuerwehrdienst Heinrich
Krause, Franz Neuhaus und Helmut Hengst mit der Ehrennadel in Gold.
Ein besondere Auszeichnung für stolze 75 Jahre Treue zur Feuerwehr
wurde Josef Dünschede aus Voßwinkel zuteil.

Neue Mitglieder in der Einsatzabteilung

Christoph Gabriel (Neheim) und Julian Bolte (Neheim) wurden
anschließend aus der Jugendfeuerwehr in den aktiven Dienst
übernommen. Zudem arbeiten künftig Martin Fondercaro Thamm (Neheim),
Sila Siad (Neheim) und Jalal Jasser (Neheim) als sogenannte
Quereinsteiger im Löschzug Neheim mit.

Anschließend verwies Sascha Ricke noch auf einige Termine im Jahr
2016 wie etwa den Tanz in den Mai in Voßwinkel am 30 April, der
bereits seit 50 Jahren veranstaltet wird, und auf den Familientag des
Löschzugs Neheim am 22. Mai ab 11:00 Uhr am Gerätehaus Neheim, zu dem
die Vorbereitungen bereits angelaufen seien. Zu beiden
Veranstaltungen ist die Bevölkerung herzlich eingeladen. Zudem wird
im Jahre 2016 die Zusammenarbeit im Basislöschzug, beispielsweis im
Rahmen von Übungsdiensten mit Schwerpunkt Dekontamination, weiter
intensiviert. Aber auch mit neuer Technik müssen sich die Wehrleute
fortwährend beschäftigen. Und sie werden weiter auch in den einzelnen
Ortsteilen als Teil der örtlichen Gemeinschaft Präsenz zeigen.

(Quelle: UBM Kilian Schulte und OBM Patrick Robel, Basislöschzug
1)

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