HZA-M: Urlaubszeit ist Reisezeit – Der Zoll informiert

München (ots) –

Die Sommerferien und somit auch die Hauptreisezeit stehen kurz
bevor. Doch welche Andenken und Mitbringsel darf ich aus meinem
Urlaub mitnehmen? Denn nicht alles, was in anderen Ländern angeboten
und verkauft wird, ist auch hierzulande erlaubt.

Gerhard Rittenauer, Leiter des Hauptzollamts München, rät: „Ein
Besuch im Internet unter www.zoll.de ist sehr hilfreich. Einen
ebenfalls sehr guten Überblick über die wichtigsten Zollbestimmungen
können sich Reisende über die kostenlose Smartphone-App „Zoll und
Reise“ verschaffen. Nicht einmal Roaming – Gebühren fallen für die
Benutzung im Ausland an.“

Nachstehende Regelungen werden den Reisenden vom Zoll trotzdem ans
Herz gelegt:

Reisefreimengen Als Reisender können Sie bei der Einreise aus
Nicht-EU-Ländern Waren abgabenfrei nach Deutschland einführen, wenn
Sie die betreffenden Waren mit sich führen, diese zudem auch nur für
den persönlichen Ge- oder Verbrauch bestimmt sind und Sie mindestens
17 Jahre alt sind.

Zusätzlich sind bestimmte Mengen- und Wertgrenzen von Ihnen
einzuhalten. Beispielhaft werden hier ein paar genannt. Nähere Infos
erhalten Sie hierzu auf www.zoll.de: – Tabakwaren dürfen Sie nur
abgabenfrei einführen, wenn diese die Stückzahl von 200 Zigaretten
oder 50 Zigarren nicht überschreiten; – Alkohol und alkoholhaltige
Getränke, wenn 1 Liter Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von mehr
als 22 Volumenprozent vorliegen; – andere Waren bei Flugreisenden bis
zu einem Warenwert von insgesamt 430 Euro. Hierbei ist es
unerheblich, ob es sich um ein Geschenk handelt oder die Ware für den
privaten Gebrauch gekauft wurde. Auch bei der Einreise von den
Kanarischen Inseln sind nur Waren innerhalb der genannten Mengen- und
Wertgrenzen frei von Einfuhrabgaben.

Artenschutz Zum Schutz der bedrohten Tier- und Pflanzenwelt rät
der Zoll, auf lebende Exemplare aus Fauna und Flora zu verzichten.
Der Handel mit geschützten Tieren und Pflanzen, Teilen davon oder
Waren daraus ist untersagt oder streng reglementiert. Verstöße werden
verfolgt und zudem müssen Sie neben der Einziehung der Waren mit
hohen Bußgeldern oder gar Strafen rechnen.

Welche Tiere und Gegenstände besonders geschützt sind finden Sie
unter www.artenschutz-online.de.

Produktpiraterie Bekleidung, Fanartikeln, Kosmetika, Taschen und
Uhren und Ähnliches namhafter Markenhersteller werden in den
Urlaubsländern häufig zu Spotpreisen angeboten. Aber Vorsicht! Viele
solcher vermeintlichen Schnäppchen entpuppen sich häufig als
qualitativ minderwertige Fälschungen, die sehr gesundheitsgefährdend
sein können. So werden beispielsweise nachgeahmte Textilien nicht
selten mit giftigen Farbstoffen hergestellt. Der Zoll empfiehlt
deshalb, im Urlaub auf den Kauf solcher Waren zu verzichten.

Barmittel Zu beachten ist auch, dass mitgeführte Barmittel ab
10.000 Euro oder mehr bei der Einreise in die Europäische Union (EU)
oder Ausreise aus der EU eigenständig und ohne Aufforderung
schriftlich beim Zoll angemeldet werden müssen. Damit soll die
Geldwäsche bekämpft und die Finanzierung terroristischer
Vereinigungen verhindert werden. Innerhalb der EU müssen beim
Grenzübertritt mitgeführte Barmittel im Wert von 10.000 Euro oder
mehr nur nach Aufforderung mündlich angezeigt werden.

Rückfragen bitte an:

Hauptzollamt München
Pressesprecher
Thomas Meister
Telefon: 089 – 975 90717
E-Mail: Thomas.Meister2@zoll.bund.de
www.zoll.de

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