Bundespolizeidirektion München: Filterfunktion Grenzkontrollen – Bundespolizei nimmt mehrere mutmaßliche Urkundenfälscher fest

Rosenheim / A93 / A8 (ots) –

Immer wieder bleiben gefälschte Papiere wie in einem Filter bei
den Grenzkontrollen hängen. Etwa 20 Urkundendelikte stellt die
Rosenheimer Bundespolizei durchschnittlich pro Monat fest. Allein am
Wochenende (27./28. Juli) haben die Beamten fünf Personen gefasst,
die mit falschen Dokumenten unterwegs waren.

Am frühen Sonntagmorgen musste ein Syrer seine Fahrt im Reisebus
auf der A93 in Richtung München auf Veranlassung der Bundespolizei
nahe Kiefersfelden beenden. Der syrische Pass des 24-Jährigen
entpuppte sich als glatte Fälschung. Als dem in Griechenland
registrierten Mann in der Rosenheimer Dienststelle eröffnet wurde,
dass gegen ihn wegen Urkundenfälschung ermittelt und ihm die Einreise
verweigert werde, klagte er über gesundheitliche Probleme. Diese
bestätigten sich bei einer Untersuchung im Klinikum Rosenheim nicht.
Der Mann wurde zurückgewiesen.

Für das vorzeitige Reiseende sorgte die Bundespolizei am
Sonntagnachmittag auch bei einem Türken, der ein in Österreich
zugelassenes Auto fuhr und über einen polnischen Führerschein
verfügte. Als die Beamten die Fahrerlaubnis buchstäblich unter die
Lupe nahmen, erkannten sie, dass es sich um eine Fälschung handelt.
Der 32-Jährige wurde in der Grenzkontrollstelle festgenommen und
anschließend der zuständigen Landespolizeidienststelle in Raubling
überstellt. Dort wird gegen ihn wegen des Verdachts der
Urkundenfälschung und des Fahrens ohne Führerschein ermittelt.

Etwa zur gleichen Zeit lieferte die Bundespolizei einen
mutmaßlichen Urkundenfälscher aus dem Irak auf richterliche Anordnung
hin ins Bernauer Gefängnis ein. Der 21-Jährige reiste im Zug von Rom
in Richtung München. Den Grenzpolizisten fiel bei der Überprüfung
seines bulgarischen Reisepasses auf, dass die Lichtbildseite
vollständig gefälscht ist. In Rosenheim war „Endstation“. Inzwischen
befindet sich der mutmaßliche Urkundenfälscher in Haft.

Auf der A8 überprüften die Bundespolizisten an der Rastanalage
Irschenberg die Papiere der Insassen eines deutschen Fernreisebusses,
der von München aus in Richtung Süden fuhr. Ein Mann aus Guinea wies
sich mit einem guineischen Reisepass und einer italienischen
Aufenthaltserlaubnis aus. Damit hätte sich der 23-Jährige zwar in
Deutschland aufhalten dürfen, allerdings stellten die Kontrollbeamten
im Pass mehrere Fälschungsmerkmale fest. Wegen des Verdachts der
Urkundenfälschung und des illegalen Aufenthalts musste der Guineer
seine Busreise beenden. Die weiteren Ermittlungen hat die Raublinger
Grenzpolizeidienststelle übernommen.

In einem italienischen Reisebus nahm die Bundespolizei auf der
Inntalautobahn bei Kiefersfelden einen albanischen Fahrgast in
Gewahrsam. Der 23-Jährige hatte zwar die erforderlichen Papiere
dabei, verfügte aber nicht über die notwendigen finanziellen Mittel,
die er nach europäischem Recht für seinen beabsichtigten Aufenthalt
benötigt hätte. Bei seiner Durchsuchung stießen die Bundespolizisten
dann auch noch auf einen gefälschten griechischen Ausweis, den der
Albaner im Schuh versteckt hatte. Er wurde wegen Verschaffens
falscher amtlicher Ausweise und versuchter unerlaubter Einreise
angezeigt und daraufhin nach Österreich zurückgewiesen.

Rückfragen bitte an:

Rainer Scharf
Bundespolizeiinspektion Rosenheim
Burgfriedstraße 34 – 83024 Rosenheim
Telefon: 08031 80 26 2200
E-Mail: bpoli.rosenheim.oea@polizei.bund.de

Die Bundespolizeiinspektion Rosenheim liegt an der Schnittstelle
zweier Hauptschleuserrouten, der Balkan- und der Brennerroute. In
einem rund 200 Kilometer langen Abschnitt des
deutsch-österreichischen Grenzgebiets begegnen die etwa 420
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der illegalen Migration und gehen
vor allem gegen die Schleusungskriminalität vor. Der bahn- und
grenzpolizeiliche Verantwortungsbereich erstreckt sich auf die
Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen
sowie auf die Stadt und den Landkreis Rosenheim. Auf über 370
Bahnkilometern und in etwa 70 Bahnhöfen und Haltepunkten sorgen die
Bundespolizisten zwischen Chiemsee und Zugspitze für die Sicherheit
der Bahnreisenden. Weitere Informationen zur Bundespolizei erhalten
Sie unter www.bundespolizei.de oder oben genannter Kontaktadresse.

Original-Content von: Bundespolizeidirektion München, übermittelt durch news aktuell

Homepage: Bundespolizeidirektion München | Publiziert durch presseportal.de.