GBA: Anklage gegen ein mutmaßliches Mitglied der ausländischen terroristischen Vereinigung „Liberation Tiger of Tamil Eelam“ (LTTE) wegen Beihilfe zum Mord erhoben

Karlsruhe (ots) – Die Bundesanwaltschaft hat am 9. Juli 2019 vor
dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Stuttgart Anklage gegen
den

40-jährigen sri-lankischen Staatsangehörigen Navanithan G.

erhoben.

Der Angeschuldigte ist der Mitgliedschaft in der ausländischen
terroristischen Vereinigung „Liberation Tigers of Tamil Eelam“ (LTTE)
hinreichend verdächtig (§§ 129a Abs. 1 Nr. 1 i.V.m. § 129b Abs. 1
Sätze 1 und 2 StGB). Zudem wird ihm Beihilfe zum Mord zur Last gelegt
(§§ 211, 27 StGB).

In der nunmehr zugestellten Anklageschrift ist im Wesentlichen
folgender Sachverhalt dargelegt:

Der Angeschuldigte gehörte von Ende August 2002 bis Mai 2009 in
Sri Lanka der Geheimdiensteinheit der ausländischen terroristischen
Vereinigung „Liberation Tigers of Tamil Eelam“ (LTTE) an. In dieser
Funktion oblag ihm die Beschaffung von Informationen über Gegner der
LTTE. So lieferte er Erkenntnisse, die bei der Durchführung des
tödlichen Anschlags auf den damaligen sri-lankischen Außenminister
Lakshman Kathirkamar am 12. August 2005 verwendet wurden. In der
Endphase des Bürgerkriegs verhalf der Angeschuldigte
Führungspersönlichkeiten der LTTE zur Flucht aus Sri Lanka.

Der Angeschuldigte war am 16. Januar 2019 verhaftet worden und
befindet sich seitdem in Untersuchungshaft (vgl. Pressemitteilung Nr.
5 vom 17. Januar 2019).

Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof (GBA)
Markus Schmitt
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