BPOLI BHL: Gemeinsame Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Passau und Berggießhübel Acht ausweislose Iraker am Bahnhof – Schleuser innerhalb von zwei Tagen identifiziert und festgenommen

Passau / Breitenau (ots) –

Passau. Die Bundespolizei hat nach einer Feststellung von acht
geschleusten Irakern am Bahnhof Passau den Schleuser anhand schneller
und umfangreicher Ermittlungen identifiziert. Nun sitzt er im
Passauer Gefängnis.

Bereits am Mittwoch (17. Juli) kurz vor Mitternacht stellten
Bundespolizisten aus Passau acht irakische Staatsangehörige ohne
Ausweisdokumente am Bahnhof Passau fest. Bei einer ersten Befragung
vor Ort gaben diese an, erst mit einem Lkw nach Österreich, und
danach mit einem Pkw nach Passau geschleust worden zu sein. Aufgrund
verschiedenster Ermittlungen und Auswertungen des Ermittlungsdienstes
der Bundespolizei Passau konnte die Identität des Schleusers
festgestellt werden. Es handelt sich um einen 22-jährigen Iraker, der
in Deutschland wohnhaft ist.

Am Donnerstag (18. Juli) wurde genau dieser Mann im Bereich der
Bundespolizei Berggießhübel festgenommen. Er schleuste gerade drei
Personen aus Tschechien nach Deutschland. Nach Abstimmung der
Staatsanwaltschaften in Dresden und Passau übernahm der
Ermittlungsdienst Passau die weiteren Ermittlungen. Durch die
Staatsanwaltschaft und das Amtsgericht Passau wurde der Haftbefehl
und eine Wohnungsdurchsuchung angeordnet. Aufgrund der guten
deutschlandweiten Vernetzungen der Bundespolizei konnte der
Beschuldigte am Freitag (19.Juli), nach dem Beschluss des
Amtsgerichts Pirna, durch die Bundespolizei Berggießhübel an die
Bundespolizei Passau übergeben werden. Zugleich durchsuchte die
Bundespolizei Dortmund seine Wohnung, um Beweismittel
sicherzustellen.

Seit Samstag (20. Juli) sitzt der 22-Jährige in Untersuchungshaft
in der JVA Passau. Er muss sich wegen Einschleusen von Ausländern
verantworten.

Der Ermittlungsdienst der Bundespolizei Passau übernimmt die
weiteren Ermittlungen, es wird ein größeres, organisiertes Netzwerk
in diesem Fall vermutet.

Die acht geschleusten Iraker, die pro Person rund 5000 Euro für
die Schleusung bezahlt hatten, wurden an das Bundesamt für Migration
und Flüchtlinge übergeben.

Rückfragen bitte an:
 
Bundespolizeiinspektion Berggießhübel
Pressesprecher
Steffen Ehrlich
Telefon: 03 50 23 – 676 505
E-Mail: bpoli.berggiesshuebel.oea@polizei.bund.de
http://www.bundespolizei.de

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