POL-HL: Polizeidirektion Lübeck / Fahrzeugbrände am 14./15.07. in Lübeck – mutmaßlicher Brandstifter in Untersuchungshaft (Folgemeldung)

Lübeck (ots) –

– Gemeinsame Medien-Information der Staatsanwaltschaft Lübeck und
der Polizeidirektion Lübeck –

In der Nacht vom 14. auf den 15. Juli war es zunächst zu einem
Brand eines Fahrzeugs im Hamsterweg in Lübeck Eichholz gekommen.
Wenig später hatten dann sieben PKW auf einem Parkplatz bei der
Musik- und Kongresshalle gebrannt. Sieben weitere PKW, die in
unmittelbarer Nähe zu den in Brand gesetzten Fahrzeugen standen,
wurden durch Hitzeeinwirkung erheblich beschädigt.

Nach intensiven Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und des
Kommissariats 11 der Bezirkskriminalinspektion Lübeck konnte
zwischenzeitlich ein dringender Tatverdacht gegen einen 31 Jahre
alten Mann aus Lübeck begründet werden. Das Amtsgericht Lübeck hat am
Nachmittag des gestrigen Tages (17.07.) auf Antrag der
Staatsanwaltschaft Untersuchungshaftbefehl wegen des Verdachts der
Brandstiftung und der Sachbeschädigung und des Haftgrundes der
Fluchtgefahr gegen den Tatverdächtigen erlassen.

Am frühen Morgen des 15.07. hatte ein Zeuge einen brennenden
Papiermüllcontainer am Travewanderweg entlang der Falkenstraße
gemeldet und die daraufhin zum Brandort entsandten Polizeibeamten auf
den in unmittelbarer Nähe des Brandortes gehenden Tatverdächtigen
hingewiesen. Die Polizeibeamten hatten den Mann daraufhin
kontrolliert und – da er die Inbrandsetzung des Papiercontainers
einräumte und ganz in der Nähe ein weiterer brennender Mülleimer
entdeckt worden war – vorläufig festgenommen. Der Beschuldigte
bestritt im Weiteren aber die Brandlegungen an den Fahrzeugen.
Zunächst waren auch keine Beweismittel oder ausreichende Indizien
vorhanden, um den Tatverdacht insoweit zu erhärten. Der 31jährige
musste daher nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen zunächst
entlassen werden.

Durch intensive weitere Ermittlungen konnte dann jedoch ein
dringender Tatverdacht gegen den Beschuldigten begründet werden. Es
konnte nachgewiesen werden, dass er sich zur tatrelevanten Zeit in
unmittelbarer Nähe der jeweiligen Brandorte aufgehalten hat und er
dabei verschiedene Zündmittel bei sich gehabt hatte.

Der Mann wurde nach Erlass des Untersuchungshaftbefehls noch am
gestrigen Tage der Justizvollzugsanstalt Lübeck zugeführt.

Um das Bewegungsbild des Tatverdächtigen im Zeitraum vom 14.07.
auf den 15.07. noch intensiver nachvollziehen zu können, suchen die
Ermittler des Kommissariats 11 nach Zeugen, denen in der Nacht im
Lübecker Stadtgebiet ein zu der folgenden Beschreibung passender Mann
aufgefallen ist:

Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen circa 185
Zentimeter großen, 31 Jahre alten Mann von hagerer Statur. Die Person
hat mittellang geschnittenes, dunkles, welliges Haare und war mit
einer eng anliegenden dunklen Hose und knöchelhohen, schwarzen
Schuhen bekleidet. Dazu trug der Mann eine kurze, dunkel gesteppte
Jacke und um den Hals einen Schal.

Hinweise zu Aufenthaltsorten der beschriebenen Person werden vom
Kommissariat 11 unter Telefon 0451 – 1310 entgegengenommen.

Nachfragen zu diesem Sachverhalt sind zu richten an die
Pressestelle der Staatsanwaltschaft Lübeck

Dr. Ulla Hingst, Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Lübeck
Dierk Dürbrook, Pressesprecher der Polizeidirektion Lübeck

Rückfragen bitte an:

Staatsanwaltschaft Lübeck
Pressestelle
Dr. Ulla Hingst
Telefon: 0451- 371 1103

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