POL-SH: Aktuelle Lage der Wohnungseinbruchkriminalität in Schleswig-Holstein

Kiel (ots) – Die Zahl der Wohnungseinbrüche und Einbruchsversuche
ist mit 2.090 Taten die niedrigste in den ersten sechs Monaten eines
Jahres seit fünf Jahren. In den ersten sechs Monaten 2018 waren es
noch 2.295 Taten (2017: 2.774; 2016: 3.693; 2015: 3.843; 2014:
2.519).

In den Sommermonaten liegt die Tatbelastung erfahrungsgemäß
niedriger als in der dunklen Jahreszeit. So wurden im Januar 2019
noch 579 Taten erfasst, im Juni waren es hingegen nur 244. Trotzdem
ruft die Landespolizei auch zur laufenden Urlaubszeit zu Wachsamkeit
auf. Im Winter können sich die Täter die besonderen Tatgelegenheiten
der frühen Dämmerung zunutze machen. Im Sommer ist es hingegen
besonders wichtig, für das richtige Verhalten während der
urlaubsbedingten Abwesenheit zu sensibilisieren.

Dazu hier die Hinweise der Landespolizei für die Bürgerinnen und
Bürger:

Bei längeren Abwesenheiten: Vermeiden Sie Signale, an denen ein
Einbrecher erkennt, dass ein Haus oder eine Wohnung unbewohnt ist.

Hinterlassen Sie keine Abwesenheitshinweise auf dem
Anrufbeantworter, teilen Sie Fotos und Videos aus dem Urlaub nicht
offen in den sozialen Medien und sprechen Sie Nachbarn an. Diese
können nicht nur das Haus im Auge behalten, sondern aktiv dafür
sorgen, dass der Briefkasten nicht überquillt, im Garten nichts
darauf hindeutet, dass niemand zu Hause ist, die Rollläden bewegt
werden und zu wechselnden Zeiten Licht im Haus brennt.

Falls dies nicht möglich ist, können auch Zeitschaltuhren und
Lichtsensoren helfen, einen bewohnten Eindruck zu erwecken. Sollten
ungebetene Gäste dennoch versuchen, in Ihr Haus oder Ihre Wohnung
einzudringen, kommt es zuallererst auf zuverlässige mechanische
Sicherungen an Türen und Fenstern an. Weitere Infos, auch zur
sicherheitstechnischen Beratung, finden Sie auf der Homepage der
Landespolizei www.polizei.schleswig-holstein.de und unter
www.k-einbruch.de.

Schaffen Sie für die Täter keine Tatgelegenheiten. Einbrecher
brauchen nur wenige Minuten für ihre Tat. Deswegen ist es besonders
wichtig, Haus und Wohnung wirksam zu sichern und auch bei kurzer
Abwesenheit immer zu verschließen.

Seien Sie wachsam! Achten Sie auf verdächtige Personen in Ihrer
Nachbarschaft. Scheuen Sie sich nicht, sofort 110 zu wählen, wenn Sie
verdächtige Beobachtungen machen.

Landespolizeiamt und Landeskriminalamt warden weiterhin regelmäßig
über die Entwicklung der Wohnungseinbruchkriminalität berichten.

Ein wichtiger Hinweis zu den eingangs verwendeten Daten: Es
handelt sich um aktuelle Lagedaten aus dem Vorgangsbearbeitungssystem
der Landespolizei, nicht aus der Polizeilichen Kriminalstatistik
(PKS).

Aktuelle Lagezahlen eignen sich für operative Zwecke und gewinnen
aufgrund ihrer zeitnahen Erfassung zunehmend an Bedeutung. Sie
stellen die tatsächlich durch die Polizei aufgenommenen Einbrüche
dar. Sie haben aber als „Eingangsstatistik“ keine PKS-vergleichbare
Qualität. Sie liefern andere Zahlen als die Ausgangsstatistik PKS.

Die Darstellung von Lagezahlen aus dem polizeilichen
Vorgangsbearbeitungssystem erfolgt nach dem Erstelldatum des
Vorgangs.

Im Unterschied hierzu sind die Zahlen der Polizeilichen
Kriminalstatistik die erste Wahl für strategische Informationen zur
bekanntgewordenen Kriminalität. Bundesweit einheitlich erfasste
Zahlen dieser Ausgangsstatistik garantieren die erforderliche
Qualität. Sie können aber ausschließlich zur Analyse vollständiger
Berichtszeiträume (Kalenderjahr) herangezogen werden. Eine
unterjährige Interpretation der PKS hat keinerlei Aussagekraft.

Rückfragen bitte an:
Torge Stelck
Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration
Schleswig-Holstein
Landespolizeiamt
Mühlenweg 166
24116 Kiel
Telefon: +49 (0)431 160 61400
E-Mail: pressestelle.kiel.lpa@polizei.landsh.de

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