POL-HH: 190717-1. Schussabgabe durch Polizeibeamte auf mutmaßlichen Kfz-Aufbrecher in Hamburg-Wilhelmsburg

Hamburg (ots) – Zeit: 17.07.2019, 01:22 Uhr Ort:
Hamburg-Wilhelmsburg, Niedergeorgswerder Deich

Letzte Nacht gaben Polizeibeamte mehrere Schüsse auf einen auf
frischer Tat ertappten mutmaßlichen Kfz-Aufbrecher ab. Der Mann hatte
zuvor versucht, vom Tatort zu flüchten und war mit seinem Pkw auf die
Beamten zugefahren.

Nach ersten Erkenntnissen beobachteten Zivilfahnder den Mann, als
er mit seinem PKW Renault Twingo auf den rückwärtigen Parkplatz eines
Hotels im Niedergeorgswerder Deich fuhr. Nachdem er dort eine Weile
im Fahrzeug ausgeharrt hatte, brach er unter den Augen der Beamten
ein neben ihm parkendes Handwerkerfahrzeug auf. Als der
Tatverdächtige mehrere Koffer mit mutmaßlichem Werkzeug aus dem
aufgebrochenen Wagen in seinen Twingo lud, wollten die Polizisten ihn
festnehmen. Der Mann regierte nicht auf Ansprache, sondern bestieg
sein Fahrzeug und fuhr damit auf die Beamten zu. Zwei Polizisten
gaben daraufhin mehrere Schüsse auf den Tatverdächtigen ab und
mussten sich durch einen Sprung zur Seite retten. Nachdem der Twingo
in der Parkplatzzufahrt mit einem anderen PKW kollidiert war, konnte
der Mann gestellt und vorläufig festgenommen werden. Bei ihm handelt
es sich um einen 35-Jährigen mit bosnisch-herzegowinischer
Staatsangehörigkeit. Er erlitt Schussverletzungen und wurde schwer
verletzt zur weiteren medizinischen Behandlung in ein Krankenhaus
eingeliefert. Lebensgefahr besteht nicht.

Beamte des Kriminaldauerdienstes (LKA 26) haben noch in der Nacht
die ersten Ermittlungen aufgenommen.

Insbesondere im Bereich um den Niedergeorgswerder Deich und im
Reiherstiegviertel war es zuletzt zu einem Anstieg von Kfz-Aufbrüchen
mit der Zielrichtung Handwerkerfahrzeuge gekommen. Vor diesem
Hintergrund wird nun insbesondere auch geprüft, ob bzw. inwieweit der
Tatverdächtige auch für diese Taten verantwortlich ist.

Hinsichtlich des polizeilichen Schusswaffengebrauchs haben Beamte
des Dezernats Interne Ermittlungen (DIE) ebenfalls die Ermittlungen
aufgenommen.

Spezialisten der Mordkommission (LKA 41) übernahmen die
Tatortarbeit vor Ort.

Sämtliche Ermittlungen dauern an.

Ka.

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