POL-ME: Gemeinsamer Einsatz in Langenfeld: Polizei, Zoll und Stadt kontrollieren Shisha-Bars und Gaststättenbetriebe sowie ein Wettbüro – Drei Lokalitäten noch in der Nacht geschlossen – Langenfeld – 1907074

Zöllner stellten insgesamt 14

Mettmann (ots) –

In einem gemeinsamen Einsatz, im Rahmen der landesweiten
„Null-Toleranz-Strategie“ gegen Clan-Kriminalität, haben in der Nacht
von Freitag (12. Juli 2019) auf Samstag (13. Juli 2019) die
Kreispolizei Mettmann, der Zoll sowie das Ordnungsamt und die
Bauaufsicht der Stadt Langenfeld Shisha-Bars, Gaststättenbetriebe
sowie ein Wettbüro in Langenfeld kontrolliert.

Die überprüften Objekte sind dabei schon länger Gegenstand
polizeilicher und ordnungsbehördlicher Maßnahmen und Beobachtungen,
weil Erkenntnisse darüber vorliegen, dass sie als Treffpunkte und
Rückzugsorte von Personen dienen, welche in kriminellen Gruppen
organisiert sind, die der Clankriminalität zuzuordnen sind oder
dieser zumindest nahe stehen.

Bereits in der Vergangenheit hatte die Kreispolizeibehörde
Mettmann, in Kooperation mit dem Zoll und der Stadt Langenfeld,
insbesondere rund um den als „gefährlichen Ort“ deklarierten
Immigrather Platz, Schwerpunktkontrollen durchgeführt (siehe dazu
unter anderem unsere Pressemeldung mit der Nummer OTS 1904172 vom
28.04.2019: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/43777/4256116).

Kontrolliert wurden bei dem gemeinsamen Einsatz in Langenfeld,
unter Beteiligung starker polizeilicher Kräfte, diesmal insgesamt
sieben Objekte am Immigrather Platz, an der Solinger Straße sowie an
der Richrather Straße. Noch während der Kontrollen mussten gleich
drei Einrichtungen schließen. Dabei handelte es sich um eine
Shisha-Bar, einen Gaststättenbetrieb sowie ein Wettbüro.

Die Bilanz des um 21 Uhr angelaufenen Schwerpunkteinsatzes kann
sich aus Sicht der Polizei sowie der weiteren beteiligten Behörden
sehen lassen: Insgesamt wurden 105 Personen in den Objekten und deren
Umfeld überprüft. Neun Strafverfahren, unter anderem wegen Verstößen
gegen das Betäubungsmittelgesetz oder wegen illegaler Beschäftigung,
wurden eingeleitet. Außerdem wurden wegen diverser anderer Verstöße
37 Ordnungswidrigkeiten zur Anzeige gebracht.

Der Zoll stellte insgesamt 14,5 Kilogramm unversteuerten Tabak in
einigen Dutzend Shisha-Tabak-Dosen sicher. Die Verstöße gegen das
Tabaksteuergesetz werden nun mit Straf- und
Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen geahndet. Ferner stellten die Zöllner
diverse Straftaten wegen illegaler Beschäftigung (Schwarzarbeit)
sowie Verstößen gegen das Steuergesetz fest. Hinzu kamen gleich
mehrere arbeitsrechtliche Meldeverstöße sowie Verstöße gegen das
Mindestlohngesetz, welche mit Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen geahndet
wurden.

Das Ordnungsamt der Stadt Langenfeld stellte bei dem gemeinsamen
Einsatz insbesondere Verstöße gegen das Nichtraucherschutzgesetz
sowie das Kreislaufwirtschaftsgesetz fest, welche nun mit
Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen geahndet werden. Zudem stellten sie
mehrere Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz fest, weil sie
minderjährige Personen in der Bars bzw. Lokalitäten antrafen, in
denen der Einlass erst ab Vollendung des 18. Lebensjahres gestattet
ist.

Ferner ordnete die Bauaufsicht der Stadt Langenfeld die sofortige
Schließung einer Shisha-Bar sowie einer Gaststätte an, weil die
Inhaber gegen baurechtliche Bestimmungen verstoßen hatten. So
stellten die Einsatzkräfte bei der Kontrolle einer Gaststätte an der
Solinger Straße, in unmittelbarer Nähe zum Immigrather Platz, in
einem Nebenraum eine illegale „Zockerhöhle“ samt Pokertisch fest.
Außerdem stellten sie in dem Raum, auch dank der Unterstützung durch
einen Diensthund, geringe Mengen Cannabis sicher.

Für die in dieser Gaststätte anwesenden 17 Gäste endete die Nacht
ebenso abrupt, wie für die 19 Gäste in der gegenüberliegenden
Shisha-Bar, deren Betreiber wiederholt gegen baurechtliche
Bestimmungen verstoßen hatte. Zudem fanden die Zöllner im Keller
dieser Shisha-Bar einen Großteil des insgesamt aufgefundenen und
nicht versteuerten Shisha-Tabaks (12 Kilogramm). Ebenso geschlossen
und versiegelt wurde im weiteren Einsatzverlauf ein nicht genehmigtes
Wettbüro an der Solinger Straße.

Die beteiligten Behörden zogen am Ende des gemeinsamen Einsatzes,
gegen 2 Uhr am Samstag (13. Juli 2019), eine positive Bilanz. Die
dabei gewonnenen Erkenntnisse werden nun weiter zusammengetragen und
dienen der Polizei dabei, die bisher erkannten kriminellen Strukturen
in und rund um die überprüften Orte weiter aufzuhellen.

Ein weiteres Ziel – insbesondere der Polizei – war es, durch
erhöhte Polizeipräsenz in den Shisha-Bars und deren Umfeld das
Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung zu stärken. Die Polizei wird
daher auch in Zukunft im Rahmen der „Null-Toleranz-Strategie“
weiterhin gegen Clan-Kriminalität vorgehen – auch im Rahmen
gemeinsamer Einsätze mit ordnungsbehördlichen Partnern.

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