FW-HH: Feuer in Mehrfamilienhaus in Hamburg Dulsberg – Feuerwehr Hamburg rettet Menschen über zwei Drehleitern

Hamburg (ots) – Hamburg Dulsberg, Feuer zwei Löschzüge,
Massenanfall von Verletzten (FEU2MANV10), 27.06.2019, 22:23 Uhr,
Dithmarscher Straße

Am späten Donnerstagabend wurde die Feuerwehr Hamburg über den
Notruf 112 in die Dithmarscher Straße im Hamburger Stadtteil Dulsberg
gerufen. Eine Explosion sei zu hören gewesen, schwarzer Rauch befände
sich im ganzen Gebäude, mehrere Menschen stehen an den Fenstern.
Durch die Rettungsleitstelle wurde sofort nach dem ersten Notruf die
Alarmstufe „Feuer mit Menschenleben in Gefahr“ ausgelöst. In kurzer
Folge, noch auf der Anfahrt der ersten Kräfte, wurde die Alarmstufe
aufgrund der Vielzahl der Notrufe auf „Feuer 2“ und so das
Kräfteaufgebot deutlich erhöht. Als die ersten Einsatzkräfte
eintrafen, drückte tiefschwarzer Rauch aus dem Dachbereich, dem
Erdgeschoss und aus dem Keller des viergeschossigen Wohn- und
Geschäftsgebäudes. Sofort drangen mehrere Trupps unter
umluftunabhängigem Atemschutz und mit Fluchthauben ausgerüstet in das
verrauchte Gebäude zur Menschenrettung vor. Über eine Drehleiter
wurde ein Mann auf der Rückseite des Gebäudes gerettet, ein Mann und
eine Frau wurden durch Einsatzkräfte über den Treppenraum ins Freie
gebracht. Über eine zweite Drehleiter, die auf der Vorderseite des
Wohnhauses in Stellung gebracht wurde, konnte ein weiterer Mann aus
dem Gefahrenbereich gerettet werden. Durch den Einsatzleiter vor Ort
wurde daraufhin die Alarmstufe ein weiteres Mal erhöht auf
„Massenanfall von Verletzten“. Dies hatte zur Folge, dass weitere
Rettungsdiensteinheiten und ein Leitender Notarzt zur Einsatzstelle
alarmiert wurden. In dem Gebäude befanden sich zwei Brandstellen. Im
Keller brannte diverser Unrat. Dieser versursachte die tiefschwarze
und intensive Rauchentwicklung, die sich durch den offenen
Treppenraum im gesamten Gebäude ausgebreitet hatte. Mit mehreren
Trupps wurde hier die Brandbekämpfung durchgeführt. Im Erdgeschoss,
in einem Ladengeschäft für Schuh-Service, befand sich eine weitere
Brandstelle. Hier war eine Maschine in Brand geraten. Die Eingangstür
zu dem Ladengeschäft musste gewaltsam geöffnet werden, um einen
Zugang zu erhalten. Nur so konnte die Brandbekämpfung durchgeführt
werden. Insgesamt wurden 5 Menschen gerettet, eine 60-jährige Frau
und zwei Männer wurden mit starken Rauchgasintoxikationen in
Krankenhäuser befördert. Ein weiterer Mann und ein fünfjähriger Junge
verbleiben auf eigenen Wunsch an der Einsatzstelle. Als der Brand
gelöscht war, dauerten die Nachlösch- und Lüftungsmaßnahmen längere
Zeit an. Durch den intensiven Brandrauch wurden insgesamt 11
Wohnungen unbewohnbar. Mitarbeiter des Bezirksamtes Hamburg-Nord
klärten eine Unterbringung für die betroffenen Bewohner. Die Polizei
hat die Ermittlungen zur Brandursache übernommen, der Einsatz der
Feuerwehr Hamburg dauerte vier Stunden.

Eingesetzte Kräfte: 2 Löschzüge der Berufsfeuerwehr, 2 Freiwillige
Feuerwehren, 3 Führungsdienste (A-Dienst, B-Dienst, Bereichsführer
FF), 1 Umweltdienst, 2 Wechselladerfahrzeuge mit den Abrollbehältern
Atemschutz und Mulde, 7 Rettungswagen, 1 Großraumrettungswagen, 1 GW
MANV, 2 Notarzteinsatzfahrzeuge, 1 Leitender Notarzt, 1
Organisatorischer Leiter Rettungsdienst, 1 Pressesprecher, insgesamt
72 Einsatzkräfte

Rückfragen bitte an:

Feuerwehr Hamburg
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Jan Ole Unger
Telefon: 040/42851 51 51
E-Mail: presse@feuerwehr.hamburg.de
http://www.feuerwehr.hamburg.de

Original-Content von: Feuerwehr Hamburg, übermittelt durch news aktuell

Homepage: Feuerwehr Hamburg | Publiziert durch presseportal.de.