HZA-OL: ZOLL: 5.700 Euro geschenkt?

Auch im grenzüberschreitenden Postverkehr können Einfuhrabgaben anfallen. Bild: ZOLL - Foto: © Hauptzollamt Oldenburg

Papenburg (ots) –

– Zollamt Papenburg entlarvt vermeintliche Geschenksendung
– Warenwert lag bei 5.700 Euro

Zollamt Papenburg: Vergangenen Freitag kam es beim Zollamt
Papenburg zu einer eher ungewöhnlichen Abfertigung im Postverkehr.
Die Empfängerin einer Sendung aus Osteuropa wollte ihr Paket abholen
und die damit verbundenen Zollformalitäten erledigen. Der Wert für
die gelieferten Modeaccessoires (Tasche, Gürtel und ein Paar Schuhe)
lag bei rund 5.700 Euro.

„Der Paketinhalt wurde meinen Kolleginnen und Kollegen als
Geschenksendung deklariert. Solche Sendungen sind im Postverkehr bis
zu einem Warenwert in Höhe von 45 Euro grundsätzlich frei von
Einfuhrabgaben“, erklärt Frank Mauritz, Pressesprecher des
Hauptzollamts Oldenburg.

Zöllnerinnen und Zöllner der Postabfertigung sind jedoch speziell
geschult, um die Einfuhren von gefälschter Markenware zu erkennen.

Mauritz weiter: „Diese Fertigkeit funktioniert selbstverständlich
in beide Richtungen. Natürlich wissen die Kollegen auch, wenn Sie
teure Markenware in den Händen halten.“

Die erfahrenen Abfertigungsbeamten recherchierten deshalb den Wert
der offensichtlichen Originalware und konnten diesen auf rund 5.700
Euro beziffern. Anschließend mussten Sie der Paketempfängerin
eröffnen, dass eine Aushändigung der Markenprodukte nur möglich ist,
wenn Einfuhrabgaben in Höhe von über 1.000 Euro gezahlt würden. Die
Dame verweigerte daraufhin die Annahme des Pakets. Es wird nun zum
Versender retourniert.

Zusatzinformation:

Eine Post- oder Kuriersendung aus einem Nicht-EU-Staat muss
grundsätzlich zollamtlich abgefertigt werden. Ob Zölle oder Steuern
zu entrichten sind, hängt von der Art und dem Wert der versendeten
Ware ab.

Informationen rund um den grenzüberschreitenden Postverkehr
erhalten Sie bei jeder Abfertigungsstelle des Zolls sowie im Internet
unter www.zoll.de.

Zusätzlich hilft die App „Zoll und Post“, die voraussichtlichen
Einfuhrabgaben zu berechnen oder nützliche Informationen einzuholen.
Beispielsweise wird vor Produkten gewarnt, die gefährlich oder
verboten sein könnten.

Die neue App „Zoll und Post“ ist kostenlos im Apple App Store und
im Google Play Store verfügbar.

Rückfragen bitte an:

Hauptzollamt Oldenburg
Pressesprecher
Frank Mauritz
Telefon: 0441 2102 5140
Mobil: 0151-42 30 06 41
E-Mail: presse.hza-oldenburg@zoll.bund.de
www.zoll.de

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