POL-DO: Polizeipräsident ordnet strategische Fahndung in der Nordstadt an – Erfolgreiche Entwicklung wird mit allen Mitteln fortgesetzt

Dortmund (ots) –

Lfd. Nr.: 0648 Am heutigen Tag hat der Polizeipräsident Gregor
Lange für die Dauer von mehreren Wochen die strategische Fahndung in
der Nordstadt angeordnet.

„Die Menschen in Dortmund können darauf vertrauen, dass die
Polizei sämtliche verfügbaren Instrumente nutzen wird, um die
Sicherheit für Bürgerinnen und Bürger in der Nordstadt weiter zu
verbessern“, bekräftigt Gregor Lange sein Vorhaben, den Kontrolldruck
im Bereich der Nordstadt noch einmal intensivieren.

Bei der strategischen Fahndung handelt es sich um ein neues
Instrument aus dem Polizeigesetz (Polizeiliche Anhalte- &
Sichtkontrollen §12a PolG). Die Polizei baut mit diesem Werkzeug
gezielten Fahndungsdruck auf potentielle Kriminelle auf, indem sie
ohne konkreten Verdacht Personen anhalten, nach ihrer Identität
befragen sowie Fahrzeuge in Augenschein nehmen darf. Die Strategische
Fahndung ist eine direkte Reaktion auf die Auseinandersetzung am
Pfingstmontag in der Nordstadt. Dazu Gregor Lange: „Wir lassen nicht
zu, dass sich an dieser Stelle kriminelle Strukturen verfestigen, mit
erhöhter Präsenz setzen wir eindeutige Stopp-Zeichen.“

Bereits am Dienstag kontrollierten mehrere Dutzend Polizeibeamte
in der Nordstadt im Rahmen der fortgesetzten Schwerpunkteinsätze
viele Personen und belegten potentielle Störer mit Platzverweisen.

Die Auseinandersetzung am Montag hat vor allem gezeigt, wie
leistungsfähig die Dortmunder Polizei ist. Sie war in kürzester Zeit
mit über 100 Beamten vor Ort, um die gewalttätigen
Auseinandersetzungen zu unterbinden und Schlimmeres zu verhindern.
Die eingerichtete Ermittlungskommission (EK) „Schleswig“ hat in enger
Zusammenarbeit mit der EK Nordstadt die Ermittlungen zu dem Vorfall
aufgenommen. Nach jetzigem Ermittlungsstand ist ein Bezug zur
Kriminalität von Clans nicht gegeben.

Der Polizeipräsident warnt ausdrücklich davor, den Leuten Glauben
zu schenken, die einen solchen Sachverhalt mit Sensationslust und
pauschaler Angstmacherei für extremistische und populistische
Propaganda nutzen wollen.

„Fakt ist, auf die Dortmunder Polizei können sich die Menschen in
unserer Stadt verlassen“, so der Polizeipräsident.

Fakt ist auch, dass die Polizei Dortmund aufgrund vielfältiger
Aktivitäten in Zusammenarbeit mit der Stadt Dortmund,
Staatsanwaltschaft, Zoll und Bundespolizei, den niedrigsten Stand der
Kriminalität seit fünf Jahren vorweisen kann. Die Gesamtkriminalität
in der Nordstadt ist in den letzten fünf Jahren um über 30 Prozent
gesunken! Die Zahl der Gewaltdelikte ist in diesem Zeitraum um 20
Prozent gesunken. Die Anzahl der Raubdelikte konnte zudem fast
halbiert werden. Insgesamt fiel die Straßenkriminalität um über 33
Prozent in den letzten fünf Jahren. Dazu kommt, dass die
Aufklärungsquote von über 60 Prozent im letzten Jahr auf einem
exzellenten Niveau ist.

Der positive Trend setzt sich auch im Jahr 2019 fort. In den
ersten vier Monaten fiel die Anzahl der Gesamtstraftaten in der
Nordstadt im Vergleich zum Vorjahr weiter um knapp 12 Prozent. Im
Bereich der Straßenkriminalität beträgt der Rückgang im Vergleich zum
Vorjahr sogar 25 Prozent, bei der Gewaltkriminalität liegt der
Rückgang bei sechs Prozent. (Detaillierte Angaben zu der
Kriminalitätsstatistik sind der Anlage zu entnehmen.)

Nicht zuletzt haben auch die Ermittlungskommission Nordstadt Hand
in Hand mit speziellen Nordstadt Staatsanwälten, unzählige
Schwerpunkteinsätze mit der Bereitschaftspolizei, tägliche Einsätze
des Schwerpunktdienstes Nord den Kontrolldruck auf die Straftäter in
der Nordstadt enorm erhöht. Das Ergebnis sieht man auch an dem
Kontrolldelikt „Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz“. Diese
Drogenkriminalität kommt im Regelfall erst durch Kontrollen der
Polizei ans Tageslicht. Ein Anstieg der Fallzahlen (65 Prozent in den
letzten fünf Jahren) ist als Arbeitsnachweis der Polizei zu werten.

„Der Vorfall vom Pfingstmontag sollte die deutlichen Erfolge nicht
überlagern. Klar ist aber, dass wir noch viele weitere Erfolge
erzielen wollen. Dazu werden wir auch die beschlossene
Videobeobachtung ab 2020 in der Münsterstraße als ein weiteres
Instrument nutzen“, verspricht Gregor Lange

Als Anlage zu der Pressemeldung ist ein Auszug aus der
Kriminalitätsentwicklung der Nordstadt beigefügt.

Rückfragen bitte an:

Polizei Dortmund
Gunnar Wortmann
Telefon: 0231/132-1028
https://dortmund.polizei.nrw/

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