FW-EN: Berufsfeuerwehrtag bei der Jugendfeuerwehr Gevelsberg. 24 Stunden Dienst, wie bei den erwachsenen Einsatzkräften.

Rettung eines Verletzten - Foto: © Feuerwehr Gevelsberg

Gevelsberg (ots) –

24-Stunden-Dienste – auch Berufsfeuerwehrtage genannt – sind bei
den Jugendfeuerwehren noch immer total beliebt. Die Planung ist
jedoch aufwändig und verlangt eine optimale Vorbereitung seitens der
Jugendfeuerwehrwarte Nils Estermann und Christian Barth mit ihrem
Team. Morgens Antreten, Fahrzeugbesatzungen einteilen und 24 Stunden
Dienst auf der Feuerwache leisten, das ist der Berufsfeuerwehralltag.
Jugendfeuerwehrmitglieder spielen den Dienstablauf einer
Berufsfeuerwehr nach. Nachspielen deshalb, weil bei einer solchen
Aktion der Spaß im Vordergrund stehen soll. Der Tagesablauf nach
Dienstplan wird dabei immer wieder durch Übungen in der Form von
unangekündigten „Einsätzen“ unterbrochen. Mit einem
Berufsfeuerwehrtag sollen mehrere pädagogische und soziale Ziele
verfolgt werden. So trägt dieser Tag zum Kennenlernen untereinander
bei, vertieft erlerntes Feuerwehrfachwissen, präsentiert die
Jugendfeuerwehr in der Öffentlichkeit und bringt Spaß, Action und das
Gefühl „ein echter Feuerwehrmann bzw. eine echte Feuerwehrfrau“ zu
sein. Anfang des Jahres wurden die Kinder und Jugendlichen anlässlich
ihrer Jahresdienstbesprechung gefragt, was sie den gern mal machen
wollen – einen „24-Stunden-Dienst“ war ihre Antwort. Nun lag es an
den Jugendwarten und Betreuern dies umzusetzen. Nach langen
Überlegungen kam man dann auch zu einem durchaus guten Ablaufplan für
dieses Jugendevent. Geplant wurde eine 24-Studendienst nach Vorbild
der Berufsfeuerwehr. Der Dienst begann am Samstag, den 25.05. um
12°°Uhr und endete am Sonntag, den 26.05. um 12°°Uhr. Nach einigen
organisatorischen Dingen, wie nochmals gesonderte Belehrung und
Hinweise konnte es losgehen. Für das Nachtlager richteten die
Jugendlichen als erstes die Feldbetten in der Feuerwache Nord an der
Schwelmer Straße in Silschede her. Im Anschluss daran wurden die
Jugendlichen zusammen mit der Jugendgruppe der Johanniter Unfallhilfe
aus Wuppertal in der Thematik „Erste Hilfe“ und „Gerätekunde“
geschult. Die erlernte Theorie konnten die jungen Firefighter dann
bei ihrem ersten Alarm direkt umsetzen. Auf dem Parkplatz der Fa. ABC
simulierten die Führungskräfte der Jugendwehr einen Verkehrsunfall
mit auslaufenden Betriebsmitteln. Der zweite Alarm folgte um 17 Uhr.
Großeinsatz bei der Firma Heintze in der Gewerbestraße. Durch eine
Explosion war es zu einem Brandausbruch in der Firma gekommen. Die
Einsatzmaßnahmen der Jugendwehr: Menschenrettung, 4 Personen
mussten aus dem Werkstattgebäude gerettet werden. Ferner wurde das
Feuer im Gebäude mit einem C-Strahlrohr bekämpft und um das
Übergreifen auf angrenzende Gebäude zu verhindern bauten die jungen
Löschmeister eine Riegelstellung mit mehreren Strahlrohren auf. Wie
die erwachsenen Einsatzkräfte meisterten die Jugendlichen den Einsatz
mit Bravour und zeigten ihr Können mit viel Engagement. Kommentar
eines Jugendfeuerwehrmannes nach dem Einsatz: „Wir ruhen uns jetzt
erstmal aus bevor es dann beim nächsten Einsatz frisch und mit
hoffentlich genauso so viel Elan wieder weiter geht.“ Kommentar des
stellvertretenden Leiters der Feuerwehr Gevelsberg Rüdiger Kaiser:
Eine starke Truppe, die man mit der Zeit bedenkenlos in die
Einsatzabteilung übernehmen kann.

Um 22 Uhr war dann Nachtruhe angesagt. Wie im realen Alltag eines
Berufsfeuerwehrmannes schrillten um 23:30 Uhr erneut die
Alarmglocken. Diesmal fuhr die Jugendwehr zum Silscheder Sportplatz.
Eine Person wurde in einem angrenzenden Waldstück vermisst und so
musste der komplette Bereich abgesucht und mit Lichtmast und
Scheinwerfern ausgeleuchtet werden. Vom Einsatz zurück an der
Feuerwache Nord angekommen, fielen alle Jugendlichen müde aber
dennoch weiterhin hoch motiviert in ihre Feldbetten. Am Sonntagmorgen
um 7 Uhr erfolgte der nächste Einsatz. Containerbrand an einem
Baumarkt in Silschede, zeitgleich musste eine Ölspur auf der Fahrbahn
des Industriegebietes in Silschede bekämpft werden. Gegen 8:30 Uhr
zurück vom morgendlichen Einsatz hieß es erst einmal „Frühstücken“
auf der Feuerwache. Im Anschluss ließ man den Tag mit einem
Spieleprogramm an der Feuerwache Nord ausklingen.

Nach 24 Stunden und insgesamt 5 Übungseinsätzen, bei denen die
Jugendlichen ihr bisheriges Wissen unter Beweis stellen durften, war
der 24-Stunden-Dienst 2019 zu Ende. Zufrieden, aber ziemlich
erschöpft beendeten die jungen Kameraden ihre Schicht um 12 Uhr und
kamen wieder Hause. Man erzählt sich, die meisten von ihnen
brauchten erst mal eine „Mütze“ voller Schlaf. Mit Stolz können wir
berichten, dass alle gestellten Aufgaben hervorragend von den Mädchen
und Jungen unserer Jugendfeuerwehr gemeistert wurden. Ein solch
aufwändiger Event wäre ohne die ganze Hilfe und Unterstützung aller 3
Löschzüge, der Eltern und der Betreuer kaum auf die Beine zu stellen
gewesen. Ein großes Dankeschön an alle die uns dieses Wochenende
tatkräftig unterstützt haben. Ein besonderer Dank geht hierbei an die
Firma Heintze und an die Firma ABC bei denen die Jugendfeuerwehr üben
durfte und an den Hauptorganisator und stellvertretenden
Jugendfeuerwehrwart Christian Barth.

Die Jugendfeuerwehr Gevelsberg hat 53 Mitglieder im Alter von 10
bis 17 Jahren. Die Dienste finden alle 14 Tage montags an der Feuer-
und Rettungswache Gevelsberg in der Körnerstraße statt. Jungen und
Mädchen im passenden Alter mit dem Wohnsitz in Gevelsberg sind
jederzeit eingeladen, hier mitzumachen! Anfragen bitte an
Jugendfeuerwehr@stadtgevelsberg.de. 15 Betreuerinnen und Betreuer aus
allen drei Gevelsberger Löschzügen kümmern sich um die Ausbildung der
„Einsatzkräfte von morgen“. Aber in erster Linie steht bei der
Jugendfeuerwehr alles auf dem Programm, was Spaß macht!

Stadtbrandinspektor Rüdiger Kaiser Stellv. Leiter der Feuerwehr
Gevelsberg

Rückfragen bitte an:

Feuerwehr Gevelsberg
Stellv. Leiter der Feuerwehr
Rüdiger Kaiser
Telefon: 02332 66604825 od. 0171 694 26 10
E-Mail: rkaiser@kreisfeuerwehrzentrale-en.de

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