POL-WAF: Kreis Warendorf. Polizeibeirat tagte in Warendorf

Das Bild zeigt v. l. n. r. Henrich Berkhoff (CDU)

Warendorf (ots) –

Landrat Dr. Olaf Gericke und Polizeidirektorin Katja Kruse trugen
dem Polizeibeirat zum Jahresbericht der Kreispolizeibehörde 2018 vor.
Anschließend gab es zum Thema Kinderpornographie Informationen aus
erster Hand durch einen Sachbearbeiter des zuständigen
Kriminalkommissariats.

In 2018 wurden wieder deutlich mehr als die Hälfte der Straftaten
aufgeklärt, die Aufklärungsquote lag sogar bei 57 %. Die Zahl der
bekannt gewordenen Straftaten ging um mehr als 8 % auf 12.152 zurück.
Dadurch sank auch die Kriminalitätsbelastung, also die Zahl der
Straftaten hochgerechnet auf 100.000 Einwohner, auf den Wert 4.380
(Vorjahr 4.770). Landrat Dr. Olaf Gericke zeigte sich über diese
Entwicklungen erfreut, auch die Zahlen im Wohnungseinbruch seien
weiter zurückgegangen. Er mahnte jedoch, weiter wachsam zu sein,
insbesondere vor dem Hintergrund der Kriminalität gegenüber älteren
Bürgerinnen und Bürgern. Er warnte vor den immer neuen Variationen
des so genannten „Enkeltricks“ und vor allem vor den Anrufen von
Tätern, die sich als Polizeibeamte ausgeben. Hilfreich seien die
Präventionshinweise der Polizei. In Zweifelsfällen sollten die
Betroffenen die Polizei anrufen, auch über die Notrufnummer 110.

Zur Verkehrsunfallentwicklung berichtete die seit 2018 im Kreis
Warendorf eingesetzte Abteilungsleiterin Polizei, Katja Kruse, über
Licht und Schatten. Zum einen waren mit neun Unfalltoten die
wenigsten im Straßenverkehr Verstorbenen seit mehr als 20 Jahren zu
beklagen. Mehr als jede zweite Verkehrsunfallflucht mit
Personenschaden konnte aufgeklärt werden. Die Zahl aller
Verkehrsunfallfluchten stieg jedoch um 105 Fälle auf 1.535 (!), die
Zahl aller Verkehrsunfälle ist ebenfalls leicht gestiegen. Sorge
bereitet den Verantwortlichen jedoch, dass die Zahl der
Verkehrsunfälle mit Personenschaden um mehr als 12 % gestiegen ist,
das bedeutet auch, dass die Zahl der Verunglückten weiter gestiegen
ist. Dabei ist auffällig, dass die schwersten Verkehrsunfälle
außerhalb der geschlossenen Ortschaften passierten, während innerhalb
geschlossener Ortschaften bei mehr als der Hälfte der Unfälle mit
Personenschaden Radfahrer beteiligt waren. Die Polizei wird den
Entwicklungen weiter mit Präventionsangeboten, aber auch mit
Verkehrsüberwachung begegnen.

Besonders aufmerksam folgten die Mitglieder des Polizeibeirats den
Ausführungen zum Thema Kinderpornographie. In 2018 wurden achtzehn
Ermittlungsverfahren gegen Beschuldigte aus allen
Bevölkerungsschichten bearbeitet, im Vorjahr waren es zehn. In allen
Fällen war der Konsum von Kinderpornographie Gegenstand der
Ermittlungen, wobei in jedem Fall geprüft wird, ob auch der Verdacht
der Herstellung besteht. Es besteht ein enges Netzwerk zwischen den
Jugendämtern, Hilfsorganisationen und der Kriminalpolizei. So soll
ein intensiver Informationsaustausch zur frühzeitigen Intervention
und nicht zuletzt zum Schutz der Opfer gewährleistet werden.

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