DPolG Bayern: Saisonbilanz Fußball: Bayern verzichtet auf mind. 4,5 Mio. Euro

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München (ots) –

München, 20. Mai 2019 – In der abgelaufenen Saison der 1., 2. und
3. Fußball-Bundesliga hat die bayerische Polizei 20
„Hochrisiko-Fußballspiele“ mit insgesamt ca. 6.000 Einsatzkräften
abgesichert. „Würde Bayern nach dem Vorbild Bremens
Gebührenbescheide für die erhöhten Polizeikosten bei diesen Spielen
der Deutschen Fußball Liga (DFL) in Rechnung stellen, könnten mind.
4,5 Millionen Euro für den Mehraufwand in dieser Saison eingefordert
werden“, bilanziert Rainer Nachtigall, Vorsitzender des bayerischen
Landesverbandes der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG). Ende März
erging eine Grundsatzentscheidung des Bundesverwaltungsgerichts zur
Rechtmäßigkeit solcher Polizeigebühren. Nachtigall stellt die Frage,
wie lange der Freistaat die Steuerzahler für diese Zusatzkosten noch
aufkommen lässt und auf eine solche rechtmäßige Einnahmequelle
verzichtet.

„Bei diesen sog. „Rot-Spielen“ werden durchschnittlich jeweils ca.
300 Polizeibeamtinnen und -beamte mehr aufgeboten als bei den sog.
„Grün-Spielen. Geht man von ca. 6.000 zusätzlichen Einsatzkräften mit
rund 60.000 angefallenen Einsatzstunden aus kommen bei einem
Stundensatz von 75 Euro pro Polizisten insgesamt ca. 4,5 Mio. Euro
zusammen, die sich Bayern buchstäblich „durch die Lappen“ gehen
lässt, rechnet Nachtigall hoch.

Ginge es nach der DPolG, müssten diese Mehreinnahmen der
bayerischen Polizei zu Gute kommen. „Schon mit der Hälfte dieser
Gebühren ließen sich die von der DPolG für Einsatzkräfte geforderten
Verbesserungen bei den Erschwerniszulagen finanzieren. Interessant
wäre auch, was denn der Bayerische Oberste Rechnungshof zu dem
Verzicht des Freistaats auf diese Einnahmen sagt,“ so Nachtigall.

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