Bundespolizeidirektion München: Unerlaubte Einreise, zwei Haftbefehle und Drogen / Bundespolizei bringt Syrer ins Gefängnis

Symbolbild Bundespolizei - Festnahme eines Straftäters - Foto: © Bundespolizeidirektion München

Freilassing / Salzburg (ots) –

Am Donnerstag (16. Mai) haben Bundespolizisten bei den
Grenzkontrollen am Hauptbahnhof Salzburg einen 44-jährigen Syrer
festgenommen. Die Beamten stellten bei dem Mann zwei Haftbefehle und
Drogen fest. Außerdem versuchte der Syrer unerlaubt nach Deutschland
zu reisen.

Am Donnerstagnachmittag überprüften Freilassinger Bundespolizisten
bei den vorgelagerten Grenzkontrollen am Salzburger Hauptbahnhof
einen ICE. Ein 44 Jahre alter syrischer Reisender legte den Beamten
bei der Kontrolle lediglich eine österreichische Asylkarte sowie
einen abgelaufenen deutschen Flüchtlingsausweis vor, welche jedoch
nicht für eine Einreise nach Deutschland berechtigen. Die
Bundespolizei überprüfte seine Personalien und stellte zwei
Haftbefehle gegen den Mann fest. Die Staatsanwaltschaften Köln und
Koblenz suchten nach dem Syrer jeweils wegen Fahrens ohne
Fahrerlaubnis. Das Amtsgericht Köln verurteilte den Verkehrssünder im
Jahr 2016 zu einer Geldstrafe in Höhe von 2.700 Euro, wovon er den
Großteil bereits entrichtet und lediglich den Restbetrag von 150 Euro
zu zahlen hatte. Ersatzweise hätte er die Geldstrafe mit einem
fünftägigen Gefängnisaufenthalt abgelten können. Das Amtsgericht Linz
am Rhein verurteilte ihn im Jahr 2017 wegen desselben Deliktes zu
einer Strafe von 6.300 Euro oder ersatzweise Freiheitsstrafe von 180
Tagen. Die Bundespolizei nahm den Mann sowohl wegen des Verdachts der
versuchten unerlaubten Einreise als auch aufgrund der beiden
Haftbefehle fest und brachte ihn zur Inspektion nach Freilassing.

Vor der Fahrt auf die Dienststelle nahmen die Bundespolizisten das
Reisegepäck des Syrers in Augenschein. Darin fanden sie noch rund
acht Gramm Marihuana auf. Die Beamten zeigten den 44-Jährigen wegen
der versuchten unerlaubten Einreise und wegen des Verstoßes gegen das
Betäubungsmittelgesetz an. Da der Syrer seine beiden offenen
Geldstrafen nicht bezahlen konnte, lieferte ihn die Bundespolizei ins
Gefängnis ein.

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