DPolG Bayern: Für geplantes Messerverbot, aber auch statistische Erfassung in einem „Lagebild Messerangriffe“ erforderlich!

Rainer Nachtigall

München (ots) –

München, 13. Mai 2019 – „Es gibt hierzulande überhaupt keinen
Grund bewaffnet zu sein und ein Messer mitzuführen“, sagt Rainer
Nachtigall, bayerischer Landesvorsitzender der Deutschen
Polizeigewerkschaft (DPolG). Deshalb befürwortet er das geplante
„Messerverbot“ an öffentlichen Orten und bei Großveranstaltungen.
Gleichzeitig bekräftigt er die Forderung seiner Gewerkschaft nach
Strafverschärfungen und nach einem polizeilichen „Lagebild
Messerangriffe“. „Die von der Polizei beobachtete Zunahme von
Gewalttaten mit Messern wird bislang nicht in einer eigenen Statistik
erfasst,“ so Nachtigall. „Deshalb ist ein aussagekräftiges „Lagebild
Messerangriffe“ dringend erforderlich. In der Kriminalstatistik
vorhandene Daten können dafür die Grundlage bilden.“

Nachtigall weist darauf hin, dass die Zunahme von
Messerstechereien ein bundesweites Phänomen ist, aber nicht mit
statistischen Fakten untermauert werden kann. „Messer sind leicht zu
beschaffen, relativ einfach mitzuführen und kommen offensichtlich
immer schneller und öfter zum Einsatz.“

Ein polizeiliches Lagebild „Messerangriffe“ würde der Polizei
nicht nur einen genaueren Überblick über die Anzahl der Straftaten
mit Messern als Tatmittel verschaffen, sondern könnte auch eine
genauere Auswertung insbesondere über Tatbegehung, über verwendete
Messer sowie über Alter, Alkohol- und Drogeneinfluss, psychische
Erkrankung und über die Herkunft von Täter und Opfer ermöglichen.

„Diese Informationen würden der Polizei zudem wichtige
Erkenntnisse für die Aus- und Fortbildung ihrer Beamtinnen und
Beamten liefern. Außerdem könnten sich daraus Schlussfolgerungen für
die Prävention und Repression ergeben“, so der DPolG-Vorsitzende
abschließend.

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