POL-BI: Gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Bielefeld und der Polizei Bielefeld zur Entdeckung eines Drogenlabors in Preußisch Oldendorf

Lagerhalle - Foto: © Polizei Bielefeld

Bielefeld (ots) –

SI / Bielefeld / Minden / Preußisch Oldendorf – Während die
Ermittlungen weiter andauern, konkretisiert sich der Verdacht, dass
die Lagerhalle zur Produktion von synthetischen Drogen genutzt wurde.
Das Polizeipräsidium Bielefeld hat am Donnerstag, den 02.05.2019,
eine Ermittlungskommission für die Untersuchung in der Lagerhalle
eingerichtet.

Nachdem es am letzten Sonntag, dem 28.04.2019, zu einem Brand in
einer Lagerhalle im Preußisch Oldendorfer Ortsteil Börninghausen kam,
wurde bereits bei den ersten Maßnahmen am Brandort festgestellt, dass
sich dort diverse Behältnisse mit zunächst nicht identifizierten
Flüssigkeiten und Chemikalien befanden. Es wurden daraufhin zunächst
Spezialisten der Feuerwehr hinzugezogen, die Luftmessungen
durchführten und Proben der Flüssigkeiten entnahmen.

Seit Montag, den 29.04.2019, wird die Halle durch
Fachdienststellen des Landeskriminalamtes NRW und der Polizei
Bielefeld begutachtet. Demnach dürfte feststehen, dass die Lagerhalle
zur gewerbsmäßigen Produktion von synthetischen Drogen im größeren
Umfang genutzt wurde. Die polizeiliche Spurensicherung ist bislang
nicht abgeschlossen und dauert noch mehrere Tage an. Die Lagerhalle
wird bis dahin rund um die Uhr durch Polizeibeamte bewacht. Von den
aufgefundenen Stoffen und Flüssigkeiten wurden Proben genommen, die
derzeit untersucht werden. Zur produzierten Drogensorte können
bislang noch keine Angaben gemacht werden, da die Untersuchungen beim
Landeskriminalamt hierzu noch nicht abgeschlossen sind. Nach
Einschätzungen von Fachleuten des LKA NRW dürfte es sich um eines der
größten in Deutschland aufgefundenen Drogenlabore handeln.

Vom Tatort flüchteten unmittelbar nach Brandentdeckung mindestens
zwei bislang unbekannte männliche Personen in einem hellen Mercedes
Vito mit niederländischem Kennzeichen. Eine dieser Personen soll eine
Gasmaske getragen haben. Die eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen nach
diesen Personen verliefen bislang negativ.

Mit den Ermittlungen wurde das Kriminalkommissariat zur Bekämpfung
organisierter Kriminalität beim Polizeipräsidium Bielefeld betraut,
wo die neunköpfige Ermittlungskommission „Limberg“ eingerichtet
wurde.

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