Bundespolizeidirektion München: Schleuseraktivitäten auch über die Feiertage – Bundespolizei unterbindet offenbar mehrere Schleusungen und zahlreiche illegale Einreiseversuche

Die Rosenheimer Bundespolzei hat auf der A93 bei Grenzkontrollen mehrere mutmaßliche Schleuser vorläufig festgenommen. - Foto: © Bundespolizeidirektion München

Rosenheim / A93 (ots) –

Die Rosenheimer Bundespolizei hat zwischen Karfreitag und
Ostermontag bei Grenzkontrollen vier mutmaßliche Schleuser gestoppt
und rund 60 illegale Einreiseversuche unterbunden. Die meisten
Migranten wurden auf der Inntalautobahn festgestellt. Zu ihren
Herkunftsländern zählen unter anderem die Türkei, der Irak, Indien,
Mazedonien, Albanien, Bosnien, Nigeria, Ghana oder Marokko.

Auch an den zurückliegenden Feiertagen nahm die Bundespolizei in
der Grenzkontrollstelle auf Höhe Kiefersfelden mehrere Personen fest,
die der Schleuserei beschuldigt werden. Ein Inder wurde angezeigt,
weil er mit einem in Italien zugelassenen Pkw vier Landsleute illegal
über die Grenze gebracht haben soll. Keiner der fünf Männer verfügte
über die für die Einreise in die Bundesrepublik erforderlichen
Papiere. Der 25-Jährige musste nach Abschluss der grenzpolizeilichen
Maßnahmen zusammen mit drei Mitfahrern, 28, 25 und 21 Jahre alt, das
Land wieder verlassen. Der vierte Begleiter, ein 27-jähriger
indischer Staatsangehöriger, wurde einer Aufnahmestelle für
Flüchtlinge zugeleitet.

Die Untersuchungshaft musste hingegen ein Italiener mit
„türkischen Wurzeln“ in der Justizvollzugsanstalt Traunstein
antreten. Der 44-Jährige wurde auf der A93 zusammen mit zwei jungen
Männern im Alter von 17 und 18 Jahren kontrolliert. Die zwei hatten
lediglich türkische Ausweise, jedoch keine Visa oder sonstige
Aufenthaltspapiere dabei. Ersten Ermittlungen der Bundespolizei
zufolge soll die Fahrt von Italien nach Deutschland pro Person 600
Euro gekostet haben. Der Minderjährige konnte der Obhut des
Jugendamtes anvertraut werden. An eine Aufnahmestelle für Flüchtlinge
wurde der 18-Jährige weitergeleitet. Den Wagen, mit dem sie nach
Deutschland gekommen waren, hat die Bundespolizei sichergestellt. Der
verhaftete Fahrzeugführer wird sich voraussichtlich schon bald wegen
Einschleusens von Ausländern verantworten müssen.

Ein im Irak gebürtiger Deutscher wollte mit seinem Auto drei
Iraker über die Grenze befördern. Nach ersten Erkenntnissen der
Bundespolizei war Venedig der Ausgangspunkt der Fahrt. Die irakischen
Staatsangehörigen konnten den Beamten nicht die für den
beabsichtigten Aufenthalt in Deutschland erforderlichen Papiere
aushändigen. Wie sich herausstellte, waren sie in der Vergangenheit
bereits in Deutschland als Migranten registriert worden. Sie werden
sich mit den für sie zuständigen Ausländerbehörden über ihren
weiteren Verbleib im Land auseinanderzusetzen haben. Ihr 33-jähriger
deutscher Fahrer konnte die Dienststelle der Bundespolizei in
Rosenheim wieder verlassen, nachdem er wegen Einschleusens von
Ausländern angezeigt worden war.

Wegen Einschleusens wurde auch ein 23-jähriger Mazedonier
angezeigt. Seine Mitfahrer, die ebenfalls aus Mazedonien stammen,
waren bei der Grenzkontrolle auf der A93 nicht in der Lage, sich mit
den erforderlichen Einreisepapieren auszuweisen. Sie erhielten eine
Strafanzeige wegen versuchter unerlaubter Einreise und wurden
anschließend nach Österreich zurückgewiesen. Der zwei Jahre jüngere
Fahrzeugführer konnte nach Abschluss der bundespolizeilichen
Maßnahmen mit seinem Pkw die Rückreise an seinen Wohnort in Italien
antreten.

Rückfragen bitte an:

Rainer Scharf
Bundespolizeiinspektion Rosenheim
Burgfriedstraße 34 – 83024 Rosenheim
Telefon: 08031 80 26 2200
E-Mail: bpoli.rosenheim.oea@polizei.bund.de

Die Bundespolizeiinspektion Rosenheim liegt an der Schnittstelle
zweier Hauptschleuserrouten, der Balkan- und der Brennerroute. In
einem rund 200 Kilometer langen Abschnitt des
deutsch-österreichischen Grenzgebiets begegnen die etwa 420
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der illegalen Migration und gehen
vor allem gegen die Schleusungskriminalität vor. Der bahn- und
grenzpolizeiliche Verantwortungsbereich erstreckt sich auf die
Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen
sowie auf die Stadt und den Landkreis Rosenheim. Auf über 370
Bahnkilometern und in etwa 70 Bahnhöfen und Haltepunkten sorgen die
Bundespolizisten zwischen Chiemsee und Zugspitze für die Sicherheit
der Bahnreisenden. Weitere Informationen zur Bundespolizei erhalten
Sie unter www.bundespolizei.de oder oben genannter Kontaktadresse.

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