POL-WES: Moers / Krefeld – Gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Kleve und der Kreispolizeibehörde Wesel / Polizei schnappt Geldautomatensprenger / Täter kommen auch für Einbrüche in Frage

Moers / Krefeld (ots) – Nach intensiven Ermittlungen ist eine
Ermittlungskommission der Kreispolizeibehörde Wesel einer Bande von
Geldautomatensprengern auf die Schliche gekommen. Das Trio steht im
Verdacht am 14.10.2018 einen Geldautomaten an der Franz-Haniel-Straße
in Moers gesprengt zu haben. Zeugen beobachteten vermummte Personen,
die mit einem roten VW Golf und Duisburger Kennzeichen vom Tatort
geflüchtet sind. Nach derzeitigen Erkenntnissen kommen sie auch für
weitere vollendete Sprengungen von Geldautomaten in Kevelaer und
Mülheim-Kärlich in Frage.

In zwei weiteren Fällen bereiteten sie einen Geldautomaten in
Tönisvorst und Pulheim soweit vor, dass eine Sprengung unmittelbar
bevor stand. Hier kam es jedoch aus bisher nicht bekannten Gründen zu
keiner Explosion.

Bei ihren Sprengungen brachten sie auch unbeteiligte Menschen in
Gefahr und richteten erheblichen Sachschaden an. So wurde die schwere
Tresortür bei der Sprengung in Moers mehrere Meter weit entfernt
aufgefunden. Vermutlich ist nur aufgrund der Nachtzeit niemand
verletzt worden. Nur bei einer Tat ist Bargeld erbeutet worden, bei
den übrigen vier Taten gingen sie leer aus.

Die drei polizeibekannten Tatverdächtigen aus Krefeld im Alter von
20, 27 und 28 Jahren gingen bei allen Taten ähnlich vor und nutzten
bei den Sprengungen die gleichen Werkzeuge, die sie zum Teil
zurückließen. Nach intensiven Ermittlungen an den unterschiedlichen
Tatorten und der zeitaufwendigen Spurenauswertung, konnte die
Ermittlungskommission schließlich einen Tatzusammenhang herstellen.

Der von den Tätern in Moers genutzte VW Golf wurde durch Zeugen
bei einem Einbruch in eine Schule in Tönisvorst gesehen. Der Zeuge
hatte dort mehrere verdächtige Personen mit Funkgeräten beobachtet
und die Polizei verständigt. Vor Ort konnten zwei 19-Jährige aus
Meerbusch und ein 20-Jähriger aus Krefeld festgenommen werden. Mit
diesen Erkenntnissen konnte die von Kriminaldirektor Roland Wolff
eingesetzte Ermittlungskommission einen Tatzusammenhang zwischen den
gesprengten Geldautomaten und diversen Einbrüchen in Mülheim-Kärlich,
Krefeld, Grefrath, Korschenbroich, Willich und Meerbusch herstellen.

Weitere Erkenntnisse ergaben, dass die drei Beschuldigten aus
Krefeld in wechselnder Besetzung auch für weitere Einbrüche in
Schulen, Kindertagesstätten und Gaststätten in Frage kommen.

Im Rahmen eines großangelegten Einsatzes am 13.03.2019
durchsuchten Polizeibeamte aus Wesel und Krefeld mit der
Staatsanwaltschaft Kleve die Wohnungen von drei Tatverdächtigen in
Krefeld und nahmen den 20- und den 27-Jährigen vorläufig fest. In den
Wohnungen stellten die Beamten neben Betäubungsmitteln auch
tatrelevante Beweismittel wie die Tatbekleidung und
Gasflaschenzubehör sicher.

Kriminaldirektor Wolff: „Aufgrund der hervorragenden
kriminalpolizeilichen Sachbearbeitung, der Vielzahl von
Spurenauswertungen und „detektivischer Kleinarbeit“ konnten auf
Antrag der Staatsanwaltschaft der 27-Jährige und der 20-Jährige dem
zuständigen Haftrichter vorgeführt werden.“ Der dritte
Tatverdächtige, ein 28-jähriger Mann aus Krefeld, befindet sich
derzeit wegen einer anderen Tat in Untersuchungshaft in Österreich.

Der Behördenleiter, Landrat Dr. Ansgar Müller, zeigte sich
aufgrund des Ermittlungserfolges sehr zufrieden und stolz: „Die
monatelange und sehr intensive Ermittlungsarbeit hat sich ausgezahlt.
Ich bin stolz, dass Beamte meiner Behörde maßgeblich zur Klärung der
Taten und Festnahme dieser überörtlich agierenden Tätergruppe
beigetragen haben.“

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