POL-HI: Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik 2018 für die Polizeiinspektion Hildesheim

PKS 2018 - Foto: © Polizeiinspektion Hildesheim

Hildesheim (ots) –

Nachdem der Innenminister, Herr Boris Pistorius, am 04.03.2019 die
polizeiliche Kriminalstatistik für das Land Niedersachsen bekannt
gab, wurden heute die Zahlen für die Polizeiinspektion Hildesheim
vorgestellt.

Entwicklung der Fallzahlen und Aufklärungsquoten In Stadt und
Landkreis Hildesheim sind im Jahr 2018 15.953 Straftaten registriert
worden. Im Vergleich zum Vorjahr (16017) ist somit ein Rückgang um 64
Taten festzustellen. Die Aufklärungsquote konnte dabei
erfreulicherweise von 62,08 % im Jahr 2017 auf 63,44 % gesteigert
werden. Sie liegt damit sogar über dem Landesschnitt. Es handelt sich
um die zweitbeste Aufklärungsquote der letzten zehn Jahre. Lediglich
im Jahr 2013 war sie mit 64,69% höher. Die Fallzahlen sind auch im
Bereich der gesamten Polizeidirektion Göttingen rückläufig.
Polizeipräsident Uwe Lührig sagte dazu: „Die Polizeidirektion
Göttingen verzeichnet für das Jahr 2018 das niedrigste
Fallzahlen-Aufkommen seit ihrem Bestehen. Dabei bleibt die
Aufklärungsquote mit 63,63 % auf einem nahezu gleichbleibend hohen
Niveau und leicht über dem Landesdurchschnitt von 62,81 %. Damit
gehört der Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Göttingen auch
weiterhin zu den sichersten Regionen Niedersachsens. Besonders
deutlich ist der Rückgang der Diebstahlsdelikte – hier haben wir ein
Minus von 5,48 % und damit ca. 1300 Delikte weniger als im Vorjahr.“

Wohnungseinbruchdiebstahl Gerade bei Wohnungseinbrüchen, bei denen
Täter selten gesehen werden und sich nur durch komplexe Sicherung und
Auswertung von Spuren Ermittlungsansätze ergeben, kommt insbesondere
den Hinweisen von Zeugen bei der Aufklärung eine wichtige Bedeutung
zu. In einigen Fällen führten Beobachtungen von Nachbarn bzw.
aufmerksamen Mitbürgern in der Umgebung des Tatortes zur
Täterermittlung. Die Polizei ist auf Hinweise aus der Bevölkerung
angewiesen. Im Bereich der gesamten Polizeidirektion Göttingen liegt
die Anzahl der Wohnungseinbrüche auf dem niedrigsten Stand seit zehn
Jahren. Polizeipräsident Uwe Lührig resümierte: „Durch das
konzeptionelle Vorgehen der Polizeidirektion Göttingen im Bereich des
Wohnungseinbruchs und dem damit verbundenen umfangreichen
Maßnahmenpaket ist es uns gelungen, die Anzahl der Straftaten auf den
niedrigsten Stand seit zehn Jahren zu senken (1.426 Taten) und
gleichzeitig die Aufklärungsquote auf einen 10-Jahres hoch zu
steigern (29.94 %). Bei den vollendeten Wohnungseinbrüchen liegt die
Aufklärungsquote sogar bei 35,38 % und damit um fast 6 % höher als im
vergangenen Jahr.“

Die Polizeiinspektion Hildesheim setzt neben einer intensiven
Tatortarbeit auch auf die regelmäßige Durchführung von
Kontrollaktionen. Weiterhin wurden präventive Maßnahmen, wie
Beratungen zum Einbruchschutz, durchgeführt. Aufgrund dieser
Grundlage investierten Bürgerinnen und Bürger in die Sicherheit ihrer
Häuser und Wohnungen. Als Ergebnis aller Anstrengungen konnten auch
im Bereich der Polizeiinspektion Hildesheim im Deliktsfeld
Wohnungseinbruchdiebstahl die Fallzahlen weiter gesenkt werden. So
wurden im Jahr 2018 noch 404 Taten zur Anzeige gebracht, 19 weniger
als im Jahr zuvor. Davon blieben 170 Delikte im Versuchsstadium
stecken. 101 Taten konnten aufgeklärt werden. Die Aufklärungsquote
liegt damit bei 25 %. Es ist die höchste Aufklärungsquote der letzten
10 Jahre in der Polizeiinspektion Hildesheim.

Gewalt gegen Polizeivollzugsbeamte und Rettungskräfte Die
Gesamtzahl der Gewaltdelikte gegen Polizeivollzugsbeamte im Bereich
der Polizeiinspektion Hildesheim lag im Jahr 2018 bei 94 Taten. Im
Vergleich zum Vorjahr (78) war somit eine 13-prozentige Steigerung um
16 Taten zu verzeichnen. Das zeigt, dass Aggression und
Respektlosigkeit gegenüber Polizeibeamten zugenommen haben.
Verdeutlicht wird dieser Umstand dadurch, dass es neben den 94
genannten Gewalttaten zusätzlich zu 44 Beleidigungen zum Nachteil von
Polizeivollzugsbeamten gekommen ist. Darüber hinaus kam es im
Inspektionsbereich in 7 Fällen zu Gewaltdelikten gegenüber
Rettungskräften. Die hohe Gewaltbereitschaft gegen
Polizeivollzugsbeamten ist aber nicht nur im Bereich der
Polizeiinspektion Hildesheim sondern im gesamten
Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Göttingen zu verzeichnen.
Der Polizeipräsident Uwe Lührig äußerte dazu: „Besorgniserregend ist
der Blick auf die weiterhin auf hohem Niveau stagnierende Gewalt
gegen Polizeibeamtinnen und -beamte. Im Jahr 2018 sind in 393 Fällen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Opfer von Gewalt geworden. Davon
waren 25 vorübergehend nicht mehr dienstfähig und fielen insgesamt
589 Tage aus. Der sinkende Respekt verbunden mit steigender
körperlicher Aggressivität ist für mich absolut unverständlich,
insbesondere weil auch die Hemmschwelle gegenüber Rettungskräften
sinkt. Im Bereich der PD Göttingen wurden 35 Retter angegriffen, neun
Taten mehr, als im Vorjahr. Dass hier eine Berufsgruppe angegriffen
wird, die Bürgerinnen und Bürgern zur Hilfe kommt finde ich besonders
verwerflich“.

Minderjährige Tatverdächtige Im zurückliegenden Jahr konnten
10.120 Taten aufgeklärt werden. Die Anzahl der Tatverdächtigen betrug
6.850. In 1.108 Fällen waren die Tatverdächtigen minderjährig. Dabei
handelte es sich um 244 Kinder und um 613 Jugendliche. Die
überwiegende Mehrheit der Tatverdächtigen war männlich. Bei der
Mehrzahl der Taten handelte es sich um Rohheits-, Diebstahl- und
Betäubungsmitteldelikte.

Straftaten in Zusammenhang mit Flüchtlingen Im Jahr 2018 ist es zu
354 Straftaten durch Flüchtlinge gekommen. Die Zahl ist um 19 Taten
im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen. Dabei handelte es im
Wesentlichen um 99 Fälle Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die
persönliche Freiheit sowie 84 Fälle um einfache und schwere
Diebstähle. In 103 Fällen kam es zu Straftaten gegen Flüchtlinge.
Dabei handelte es sich mit 43 Taten überwiegend um Rohheitsdelikte
und Straftaten gegen die persönliche Freiheit, gefolgt von 17
einfachen Diebstählen.

Stichwaffen Bei 138 Taten spielten Stichwaffen eine Rolle. Dazu
zählen aber nicht nur die Taten, bei denen diese Waffen auch
eingesetzt wurden. Auch das Mitführen (z.B. beim Diebstahl mit
Waffen) fällt darunter. In den meisten Fällen handelte es sich um
Messer. Bei der überwiegenden Mehrheit der Straftaten (92) in
Verbindung mit Stichwaffen handelte es sich um Rohheitsdelikte und
Straftaten gegen die persönliche Freiheit.

Rückfragen bitte an:

Polizeiinspektion Hildesheim
Schützenwiese 24
31137 Hildesheim
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Jan Paul Makowski, Polizeioberkommissar
Telefon: 05121-939104
E-Mail: pressestelle@pi-hi.polizei.niedersachsen.de
http://www.pd-goe.polizei-nds.de/dienststellen/pi_hildesheim/

Original-Content von: Polizeiinspektion Hildesheim, übermittelt durch news aktuell
Homepage: Polizeiinspektion Hildesheim | Publiziert durch presseportal.de.