POL-NB: Sogenannter Reichsbürger leistet Widerstand bei Verkehrskontrolle

Ueckermünde (ots) – Am gestrigen Tage (28.02.19) gegen 11:30 Uhr
bemerkten Beamte des 4. Einsatzzuges des
Landesbereitschaftspolizeiamtes M-V in der Eggesiner Straße in
Ueckermünde ein Fahrzeug, bei welchem offensichtlich die
Hauptuntersuchung überfällig war.

Der Mercedes sollte kontrolliert werden und die Beamten forderten
den Fahrer mehrfach durch verschiedene Signale auf anzuhalten. Dieser
Aufforderung kam der Mann nicht nach.

Schließlich hielt der Fahrer auf einem Parkplatz in der Straße Zum
Strand. Als die Beamten an das Fahrzeug traten, hatte er alle Türen
verriegelt und verweigerte die Öffnung. Erst nach einer Weile öffnete
er sein Fenster einen Spalt breit und titulierte die eingesetzten
Kräfte als „Angestellte der Firma BRD“, die kein Recht auf eine
Kontrolle hätten.

Die Polizisten stellten am Pkw weiterhin fest, dass dieser nicht
zugelassen ist. Als der Mann durch den Fensterspalt als Beschuldigter
belehrt und weiterhin mehrfach aufgefordert wurde, das Fahrzeug zu
verlassen, startete er den Motor des Mercedes. Der Weg wurde ihm mit
Dienstfahrzeugen versperrt. Trotz mehrfacher Aufforderungen und
Androhungen, dass bei Nichtbefolgen die Scheibe eingeschlagen wird,
folgte der Beschuldigte den Weisungen nicht.

Daraufhin wurde gegen 11:55 Uhr die Scheibe der Beifahrertür
eingeschlagen und der Mann mittels einfacher körperlicher Gewalt aus
dem Fahrzeug geholt. Dabei leistete er Widerstand.

Der Beschuldigte verweigerte weiterhin sämtliche Angaben zu seiner
Person. In seinem Pkw wurden Fantasiedokumente aufgefunden. Bei der
Durchsuchung seiner Person wurde ein verbotenes Einhandmesser
festgestellt. Es besteht der Verdacht, dass es sich bei dem Mann um
einen sogenannten Reichsbürger handelt.

Zur Feststellung seiner Identität wurde er in das Revier
Ueckermünde verbracht. Es handelt sich um einen 55-jährigen Mann aus
der Region. Nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung konnte er
das Revier wieder verlassen. Die Ermittlungen wegen Widerstandes,
Falscher Namensangabe, Verstoß gegen das Waffengesetz und Verstößen
gegen die Fahrzeugzulassungsverordnung und das
Pflichtversicherungsgesetz wurden aufgenommen.

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Nicole Buchfink
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