POL-SU: Weiberfastnacht – vorläufige Bilanz der Polizei im Rhein-Sieg-Kreis

Siegburg/Hennef (ots) – Bei tollem Karnevalswetter trafen sich
gestern (28.02.2019) viele tausend Menschen in den Innenstädten von
Siegburg und Hennef, um gemeinsam Weiberfastnacht zu feiern. Um die
Sicherheit der Feiernden zu gewährleisten, hatte die Polizei
Rhein-Sieg gemeinsam mit den Kommunen, Ordnungspartnern und den
Veranstaltern ein Sicherheitskonzept erarbeitet. Das vorläufige
Resümee des gestrigen Tages ist durchweg positiv. Bis zum Ende der
Feierlichkeiten auf den Straßen und Plätzen gegen 20.00 Uhr mussten
76 Einsätze (2018: 105 Einsätze) bewältigt werden. Die Einsatzkräfte
hatten im Vergleich zum Vorjahr weniger Einsätze zu bewältigen. Eine
niedrige Einschreitschwelle der eingesetzten Beamten sorgte dafür,
dass beginnende Eskalationen frühzeitig verhindert werden konnten.
Dazu wurden insgesamt 32 Platzverweise ausgesprochen. Sechs Personen
kamen ins Gewahrsam der Polizei, weil sie entweder dem Platzverweis
nicht folgten oder weil sie zu stark alkoholisiert und aggressiv
waren. Ein 16-jähriger Bonner tat sich am Nachmittag in der „Neue
Poststraße“ in Siegburg dadurch hervor, weil er mit einem Feuerzeug
und einer Spraydose Flammenstöße erzeugte. Als eine Beamtin der
Einsatzhundertschaft aus Bochum, die zur Unterstützung im
Rhein-Sieg-Kreis eingesetzt war, die Personalien des jungen Mannes
feststellen wollte, versuchte er sich der Personalienfeststellung zu
entziehen. Als die Beamtin den Bonner festhalten wollte, riss er sich
los und die Polizisten zog sich eine Verletzung an der Hand zu. Nach
ambulanter Behandlung im Krankenhaus konnte sie ihren Dienst
fortsetzen. Der 16-Jährige kam mit zur Polizeiwache und wurde dort
von seiner Mutter abgeholt. Ein Ermittlungsverfahren wegen
Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte wurde eingeleitet. Nach dem
Straßenkarneval gingen die Feierlichkeiten in Kneipen und Gaststätten
weiter. Zentrale Punkte waren die Klangfabrik in Siegburg und der
„Schaukelkeller“ in Hennef-Uckerath, wo sich an den Eingängen lange
Warteschlangen bildeten. Auch hier war die Polizei Rhein-Sieg zugegen
und zeigte Präsenz. Ein alkoholisierter 18-jähriger Hennefer
randalierte gegen 19.40 Uhr im „Schaukelkeller“ und beleidigte die
eingesetzten Polizisten. Seine Chance, dem erteilten Platzverweis zu
folgen, ließ er verstreichen und verbrachte die Nacht im
Polizeigewahrsam. Der Polizei sind bislang 12
Körperverletzungsdelikte mit insgesamt 11 leicht verletzten Personen
gemeldet worden. Am Nachmittag meldete sich bei den am Bahnhof in
Hennef eingesetzten Beamten eine Minderjährige die angab, von einem
ihr bekannten, gleichaltrigen Jungen unsittlich berührt worden zu
sein. Die Ermittlungen wegen des Verdachts der Beleidigung auf
sexueller Grundlage wurden eingeleitet und dauern noch an. Der
Einsatzleiter, Lothar Kloß, lobte die gute Zusammenarbeit mit den
Kommunen Siegburg und Hennef, mit denen er das Sicherheitskonzept für
die Weiberfastnachtsveranstaltungen aufgestellt hatte. Das
frühzeitige Einschreiten bei sich anbahnenden Störungen hat sich
bewährt. Mitarbeiter der Ordnungsämter und Jugendämter, die
Sicherheitsdienste und die Rettungsdienste arbeiteten eng und
erfolgreich mit der Polizei zusammen, um Eskalationen zu verhindern.
(Bi)

Rückfragen bitte an:

Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg-Kreis
Pressestelle

Telefon: 02241/541-2222
E-Mail: pressestelle@polizei-rhein-sieg.de

Original-Content von: Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg-Kreis, übermittelt durch news aktuell

Homepage: Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg-Kreis | Publiziert durch presseportal.de.