HZA-N: Welttag des Artenschutzes – Hauptzollamt Nürnberg informiert

Bild: Zoll - Foto: © Hauptzollamt Nürnberg

Nürnberg (ots) –

Weltweit sind inzwischen weit über 5.600 Tier- und 30.000
Pflanzenarten im Bestand gefährdet oder akut vom Aussterben bedroht.
Durch die unbedachte Mitnahme und den Kauf von Pflanzen oder Tieren
und Waren daraus wird die Artenvielfalt in den Urlaubsländern
erheblich gestört.

Zum Internationalen Tag des Artenschutzes am 3. März ruft das
Hauptzollamt Nürnberg daher dazu auf, unbedingt auf solche
Mitbringsel zu verzichten. Nur wenn die Nachfrage ausbleibt und es
somit keinen Markt mehr für diese Waren gibt, wird auch der
zerstörende Handel mit seltenen Tieren und Pflanzen aufhören.

„Aufklärung ist hier nach wie vor wichtig, denn immer noch werden
die Aufgriffe kaum weniger – sei es an deutschen Flughäfen oder in
Postpaketen aus Drittländern. 2018 wurden zum Beispiel am Zollamt
Nürnberg-Hafen jeweils aus Postpaketen zwei artengeschützte
Schmetterlinge aus Indonesien sowie ein Delfin-Schädel aus Thailand
sichergestellt“, so Martina Stumpf, Pressesprecherin des
Hauptzollamts Nürnberg.

Reisende, die Erzeugnisse aus geschützten Arten mitbringen, laufen
stets Gefahr, dass diese „Souvenirs“ bei der Einreise beschlagnahmt
und eingezogen werden und das Bundesamt für Naturschutz ein Bußgeld
gegen sie verhängt oder sogar ein Strafverfahren eingeleitet wird.
Hierbei wird im Übrigen nicht unterschieden, ob es sich um Fundstücke
wie z.B. Strandgut oder gekaufte Waren handelt und auch Unwissenheit
schützt vor Strafe nicht.

Insbesondere rät die Pressesprecherin des Hauptzollamts Nürnberg
zur Vorsicht bei exotischen Souvenirs wie Korallen, verschiedenen
Muschelarten und Pflanzen wie Orchideen, Tillandsien oder Kakteen.
Oft ist noch unbekannt, dass auch diese unter Artenschutz stehen.

„Ich empfehle darüber hinaus, generell auf den Kauf von Tieren,
Pflanzen oder daraus hergestellten Erzeugnissen zu verzichten“, so
Martina Stumpf, „und sich diese lieber im Herkunftsland anzuschauen.
Als schöne Erinnerung reicht auch ein Foto und Tiere und Pflanzen
können in ihrer angestammtem Umgebung weiterleben.“ So ist man vor
bösen Überraschungen bei der Wiedereinreise auf jeden Fall gefeit und
trägt dazu bei, das weltweite Tier- und Pflanzensterben zu
verhindern.

Einen Überblick der in Urlaubsregionen geschützten Arten erhalten
Sie unter www.artenschutz-online.de. Weitergehende Informationen zum
aktuellen Schutzstatus artengeschützter Tiere und Pflanzen können
auch unter www.wisia.de eingesehen werden. Zudem sind allgemeine
Informationen zum Thema Artenschutz auf der Internetseite des
Bundesamtes für Naturschutz www.cites.bfn.de zusammengestellt.
Allgemeine Hinweise, was man aus dem Urlaub mitbringen darf oder
besser nicht, findet man auf www.zoll.de und auf der kostenlosen
Zoll-Reise-App.

Zusatzinfo: Noch bis 3. März informiert das Hauptzollamt Nürnberg
auf der Freizeit Messe in Nürnberg über alle Themen der
Zollverwaltung – so auch über den Artenschutz.

Rückfragen bitte an:

Hauptzollamt Nürnberg
Pressesprecherin
Martina Stumpf
Telefon: 0911-9463-1118
E-Mail: presse.hza-nuernberg@zoll.bund.de
www.zoll.de

Original-Content von: Hauptzollamt Nürnberg, übermittelt durch news aktuell
Homepage: Hauptzollamt Nürnberg | Publiziert durch presseportal.de.