POL-IZ: 190301.1 Marne: Es ist wieder soweit – Karneval in Marne

Marne (ots) – Am Rosenmontag erwacht das ansonsten eher
beschauliche Marne wie jedes Jahr zur Hochburg des Karnevals. Neben
Schneewittchen und Superman wird natürlich auch die echte Polizei im
Getümmel anzutreffen sein.

Mit leichten Modifizierungen halten die Einsatzkräfte auch 2019 an
dem erfolgreichen Einsatzkonzept der letzten Jahre fest. Drei
Zielgruppen liegen im Fokus der Beamten: betrunkene Kinder und
Jugendliche, alkoholisierte Heranwachsende ab 18 Jahren und
Verkehrsteilnehmer aller Art.

Bereits im Vorwege hat die Polizei Briefe mit Informationen, Tipps
und Hinweisen rund um die Veranstaltung an die umliegenden
weiterführenden Schulen versandt. Die Beamten erhoffen sich dadurch,
dass das Thema des übermäßigen Alkoholgenusses und des Drogenkonsums
in Bezug auf die Veranstaltung von den Lehrern thematisch im
Unterricht aufgegriffen wird.

Die Polizei setzt auf starke Präsenz von uniformierten und
Zivilkleidung tragenden Einsatzkräften, welche die Einhaltung der
Jugendschutzbestimmungen überwachen und bei Bedarf offensiv
einschreiten. Die Beamten werden sich im Marner Stadtgebiet und in
den Supermärkten aufhalten, um die Abgabe von alkoholischen Getränken
zu überwachen.

Folgende Vorschriften gelten:

– Verzehr von Bier und Wein ab 16 Jahren – Verzehr von
Hochprozentigem und sogenannten Alcopops ab 18 Jahren – Personen über
18 Jahren dürfen keinen Alkohol für Kinder und Jugendliche erwerben
oder an sie abgeben – Rauchen in der Öffentlichkeit ab 18 Jahren –
Aufenthalt in Gaststätten, Discos und Veranstaltungszelten für 16-
bis 18-Jährige bis Mitternacht, es sei denn sie sind in Begleitung
einer erziehungsberechtigten Person – Jeglicher Konsum von
Drogen/Betäubungsmitteln ist verboten.

Alkoholisierte Kinder und Jugendliche werden zum eigenen Schutz in
polizeilichen Gewahrsam genommen. Dann erfolgt die Information der
Eltern zwecks Abholung ihres Juniors von der Polizeistation in Marne.
Ist ein Abholen nicht möglich, bringt die Polizei den Betroffenen
kostenpflichtig nach Hause. Wenn dort niemand anwesend ist, wird das
Jugendamt eingeschaltet und übernimmt die Ausnüchterung unter
Aufsicht in einem Heim oder im Krankenhaus. Die Kosten für diese
Maßnahme tragen die Erziehungsberechtigten.

Insbesondere nach dem Umzug wird die Polizei bei niedriger
Einschreitschwelle präsent sein. Die speziell geschulten
Interventionsteams streifen an erkannten Brennpunkten wie der Kirche
und den dortigen Festzelten und verstärken die Nachtstreifen aus
Marne und Brunsbüttel. Die Teams greifen sofort ein, wenn sich
körperliche Auseinandersetzungen anbahnen, um Straftaten und schwere
Verletzungen zu verhindern. Randalierer, die sich den Anordnungen der
Polizei widersetzen und aggressiv und uneinsichtig sind, müssen damit
rechnen, die Nacht in einer Gewahrsamszelle des Polizeireviers
Brunsbüttel zu verbringen. Die dabei entstehenden Kosten in Höhe von
rund 250 Euro hat der Verursacher zu tragen.

Am Veranstaltungstag erfolgt eine konsequente Ahndung von
Parkverstößen, um den reibungslosen Ablauf des Umzuges und eine
möglichst geringe Beeinträchtigung des öffentlichen Straßenverkehrs
zu gewährleisen, insbesondere auf der Bundesstraße 5. Am Tage und in
der Nacht finden schwerpunktmäßig in und um Marne Verkehrskontrollen
statt.

Rosenmontagsfeiernde sollten sich organisieren, Fahrgemeinschaften
bilden oder sich bringen und abholen lassen. In den Festzelten enden
die Veranstaltungen um 01.00 Uhr. Wer länger feiern will, sollte
bereits im Vorwege eine Eintrittskarte für die gewünschte Lokalität
erwerben. Denn erfahrungsgemäß sind die Anschlussveranstaltungen zu
später Stunde häufig ausverkauft, was sich in der Vergangenheit
mitunter als konfliktträchtig erwiesen hat.

Ziel der polizeilichen Maßnahmen ist es, den Karnevalisten einen
friedlichen und schadlosen Rosenmontag in Marne zu bescheren! Viel
Vergnügen!

Merle Neufeld

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