FW-Velbert: Batman lebt – und andere Kuriositäten

Velbert (ots) –

Eine ganze Reihe bemerkenswerter Einsätze beschäftigte am
gestrigen Mittwoch, 27. Februar die Velberter Feuerwehr. Gleich
mehrmals rückten die Einsatzkräfte wegen teilweise starker
Rauchentwicklung aus, konnten aber jedes Mal auf die Vornahme von
Löschmitteln verzichten. In einem Fall war sogar ein Verkehrsflugzeug
involviert. Des weiteren registrierte die Feuerwehr den Tag über
mehrere Tiertransporte – mit einer angeblich angriffslustigen
Fledermaus als kuriosem Höhepunkt.

Daß die Kreisleitstelle im hessischen Offenbach ein Feuer in
Velbert meldet, kommt nicht jeden Tag vor: Beim Flug über Velbert –
vermutlich im Landeanflug auf Düsseldorf – hatte die Besatzung eines
Verkehrsflugzeuges eine starke Rauchentwicklung am Boden entdeckt und
dies der Deutschen Flugsicherung mitgeteilt. Über die Leitstelle
Offenbach gelangte die Meldung an die Kreisleitstelle in Mettmann,
die um 14.26 Uhr die Velberter Feuerwehr alarmierte. Ursprung der
Rauchentwicklung sollte ein Gehöft in Velbert-Neviges im Bereich
Zwingenberger Weg sein. Umfangreiche Erkundungen der daraufhin
ausgerückten hauptamtlichen Wache wie auch die Überprüfung der von
dem Verkehrsflieger übermittelten Koordinaten der vermeintlichen
Einsatzstelle brachten keinerlei Ergebnis, so daß die Suche nach
einem Feuer nach einer knappen Stunde abgebrochen wurde.

Eine weitere unklare Rauchentwicklung sorgte etwa zwei Stunden
später für den nächsten Einsatz. Dieses Mal hatten Autofahrer starken
Rauch über einem Waldgebiet nahe der Werdener Straße, etwa in Höhe
des Windrades an der Stadtgrenze zu Essen gemeldet. Die Erkundung
durch die hauptamtliche Wache bestätigte eine starke Rauchentwicklung
im Bereich Hochfeld. Wie sich herausstellte, befand sich das
zugehörige Feuer allerdings in einiger Entfernung im Hespertal. Dort
brannten auf Essener Stadtgebiet gleich zwei Nutzfeuer, die von
Feuerwehr und Ordnungsamt in der Nachbarstadt genehmigt waren. Ein
Einsatz der Velberter Feuerwehr hatte sich damit erübrigt. Die
erhebliche Rauchentwicklung sowie die Tatsache, daß die Feuer bereits
über einen längeren Zeitraum brannten, legen allerdings nahe, daß
diese auch Auslöser für die Brandmeldung des Verkehrsflugzeugs
gewesen sein könnten.

Eine Rauchentwicklung, dieses Mal aus einer Dachgeschoßwohnung an
der Röttgenstraße, führte um 18.18 Uhr zum nächsten Einsatz, nun von
hauptamtlicher Wache und der freiwilligen Löschzüge Velbert-Mitte.
Die ersten Einsatzkräfte vor Ort stellten in der betroffenen Wohnung
leichten Brandgeruch fest. Wie sich kurz darauf herausstellte, war im
Nachbarhaus ein Kaminofen entzündet worden, dabei war Rauch in die
Dachgeschoßwohnung gezogen. Deren Inhaber wurde vorsorglich vom
Rettungsdienst wegen des Verdachts einer Rauchgasvergiftung
untersucht, ein Transport ins Krankenhaus war jedoch nicht
erforderlich. Die Feuerwehr kontrollierte den betroffenen Bereich mit
einer Wärmebildkamera, nahm Messungen mit einem Gasmeßgerät in der
Dachgeschoßwohnung vor und lüftete diese quer. Der Einsatz der
Feuerwehr war gegen 19.00 Uhr beendet.

Der nächste ließ allerdings nicht lange auf sich warten:
Hauptamtliche Wache und die freiwilligen Löschzüge Velbert-Mitte
rückten um 20.05 Uhr erneut aus, weil Nachbarn auf dem Balkon eines
Gebäudes an der Höferstraße Rauch und Flammen entdeckt hatten. Auch
hier war der Einsatz von Löschmitteln nicht erforderlich, da es sich
bei dem Feuer um Holzkohle für einen Grill handelte, die in einem
sogenannten Anzündkamin vorgeglüht wurde. Der Einsatz war daher nach
einer halben Stunde beendet.

Den hauptamtlichen Kollegen blieben indessen keine zehn Minuten an
der Wache bis zum nächsten Alarm: Autofahrer hatten einen
verunglückten Pkw auf der Autobahn A 535 gemeldet, der Wagen sollte
demnach im Bereich der Auffahrt Velbert-Zentrum (Fahrtrichtung Essen)
in der Böschung liegen. Vor Ort war Minuten später schnell geklärt,
daß das Fahrzeug keinen Unfall, sondern lediglich eine Panne hatte.
Um den Wagen von der Beschleunigungsspur zu schaffen, hatte der
Fahrer ihn weit rechts in den Grünstreifen gefahren. Die Feuerwehr
sicherte die Einsatzstelle bis zum Eintreffen der Polizei und sperrte
bis dahin auch die Auffahrt der Anschlußstelle in Richtung Essen.

Gleich mehrmals mußten Kollegen der hauptamtlichen Wache außerdem
zu Tiertransporten ausrücken. So fuhren sie um 12.37 Uhr nach
Velbert-Langenberg, um an der Feldstraße einen herrenlosen Hund
aufzunehmen und in ein Tierheim zu bringen. Dort wurde am Abend auch
der Hund eines Patienten aus Neviges aufgenommen. Des weiteren bargen
die Kollegen gegen 16.00 Uhr eine tote Katze an der Kuhler Straße in
Velbert-Langenberg. Ungewöhnlich war hingegen der Anlaß eines
Einsatzes gegen 20.00 Uhr: Ein Anrufer meldete, er sei von einer
Fledermaus attackiert worden. Tatsächlich fanden die Einsatzkräfte
den Mann mit einem kleinen Kratzer auf der Stirn in seiner Wohnung in
der sechsten Etage eines Hochhauses am Heidekamp vor. Auch die
Fledermaus, die sich offensichtlich in das Haus verirrt hatte, befand
sich noch in der Wohnung. Sie wurde mit einem Kescher gefangen und im
Freien ausgesetzt. Der Wohnungsinhaber wollte sich wegen des Kratzers
eigenständig in ärztliche Behandlung begeben.

Es war übrigens nicht die erste Begegnung eines Flugsäugers mit
der Velberter Feuerwehr: Im August letzten Jahres hatte sich eine
Fledermaus die Antenne eines Feuerwehr-Kommandowagens als Ruheplatz
ausgesucht und sich dabei so unglücklich verhakt, daß sie sich selbst
nicht mehr befreien konnte. Eine Kollegin rettete sie schließlich aus
ihrer misslichen Lage.

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Feuerwehr Velbert
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Reinhard Lüdeke
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