POL-BOR: Verkehrsunfallentwicklung des Jahres 2018 mit positiven wie negativen Tendenzen

v.l.: Olaf Gottschalk

Kreis Borken (ots) –

Am Mittwoch, dem 27.02.2019 stellten Landrat Dr. Kai Zwicker,
Polizeiabteilungsleiter Frank Burre und Olaf Gottschalk als Leiter
der Verkehrsdirektion die Verkehrsunfallbilanz des vergangenen Jahres
und damit verbundene Folgen für die Polizeiarbeit dar. Erfreulich –
Landrat Dr. Zwicker konnte nach mehreren Jahren erstmalig einen
Rückgang der Verkehrsunfälle von 10.966 auf 10.810 vermelden. „Die
schlimmste aller Unfallfolgen trat im vergangenen Jahr einmal weniger
ein als im Jahr 2017. 18 Menschen verloren bei Verkehrsunfällen auf
unseren Straßen ihr Leben“, so Landrat Dr. Zwicker, „leider stieg die
Zahl der Schwerverletzten im vergangen Jahr um 136 an.“ „Das mit
diesen Unfällen verbundene Leid zu verhindern und dazu beizutragen,
die schweren Unfallfolgen zu minimieren, ist und bleibt eines der
wichtigsten Ziele der Kreispolizeibehörde Borken. Neben der
Präventionsarbeit ist die Verkehrsüberwachung, also auch die
konsequente Verfolgung von Verkehrsverstößen unverzichtbar“, so der
Landrat weiter.

Erster Polizeihauptkommissar Olaf Gottschalk machte deutlich, dass
die langfristige Entwicklung der Verkehrsunfälle mit Getöteten und
Schwerverletzten im Gegensatz zu den Gesamtunfällen abnehmend ist und
damit ein wichtiges Ziel der Verkehrssicherheitsarbeit erreicht ist.
„Dies ist sicher nicht allein auf die vielfältigen Maßnahmen der
Polizei zurückzuführen“, so der Direktionsleiter, „auch die
Fahrzeugtechnik, der immer weiter optimierte Verkehrsraum und das
Rettungswesen spielen eine große Rolle.“

Olaf Gottschalk stellte dar, dass die hohe Zahl der bei
Verkehrsunfällen verletzten und getöteten Menschen sehr eng damit
zusammenhängt, dass der Kreis Borken eine Region mit einem sehr hohen
Radverkehrsanteil darstellt. Dieser in vielen Dingen sehr positive
Aspekt wirkt sich bei der Verkehrsunfallbilanz negativ aus, da
entsprechend viele Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer an
Verkehrsunfällen beteiligt sind und mangels Knautschzone fast immer
verletzt werden.

Von den 1.865 bei Verkehrsunfällen verletzten Menschen waren 696
Fahrradfahrer, davon 163 Pedelecfahrer.

Leider flüchtete auch im Jahr 2018 nahezu bei jedem 5.
Verkehrsunfall einer der Beteiligten und versuchte sich so aus der
Verantwortung zu stehlen. Bei Unfallfluchten mit Personenschäden lag
die Aufklärungsquote bei 61,4 Prozent. Die ermittelten Personen
mussten somit nicht nur versicherungsrechtliche, sondern auch
strafrechtliche Konsequenzen und den Verlust ihres Führescheins
befürchten.

Polizeiabteilungsleiter Frank Burre verdeutlichte, dass die
Verkehrssicherheitsarbeit in der Behörde eng verzahnt ist, nicht nur
innerhalb der verschiedenen Direktionen, sondern auch mit anderen
Trägern der Verkehrssicherheitsarbeit, wie z.B. der Verkehrswacht,
dem Fachbereich Verkehr und den Schulen.

„Die Präventionsarbeit hat neben der Verfolgung von
Verkehrsverstößen eine tragende Rolle unserer Arbeit zur Verbesserung
der Verkehrssicherheit“, so der Leitende Polizeidirektor.

Das Jahrbuch „Verkehrsunfallentwicklung“ finden Sie hier:
https://borken.polizei.nrw/statistische-jahrbuecher-verkehr.

Die Rede des Landrates ist dieser Meldung angehängt.

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