POL-E: Essen: Gemeinsame Pressemeldung Staatsanwaltschaft und Polizei – Durchsuchung von über 100 Objekten zur Bekämpfung von Straftaten rund um Kraftfahrzeuge – Folgemeldung –

Pressekonferenz - Foto: © Polizei Essen

Essen (ots) –

Nachdem in den frühen Morgenstunden des heutigen Tages (20.
Oktober) deutsche und litauische Polizeibeamte mit einem großen
Aufgebot an uniformierten und zivilen Kräften über 100 Wohnungen und
Büros durchsucht haben (-wir berichteten-), ziehen Polizei und
Staatsanwaltschaft nun eine erste Bilanz. In einer gemeinsamen
Pressekonferenz erklärte Polizeipräsident Frank Richter: „Sie sehen
nicht jeden Tag einen solch‘ zufriedenen Polizeipräsidenten nach
einem Einsatz, der sehr gut gelaufen ist.“. Eine 13-köpfige
Ermittlungskommission habe seit September 2014 die Spur einer
arbeitsteilig und gewerbsmäßig handelnden Bande mit „mafiösen
Strukturen“ aufgenommen. Die Täter stammen aus Litauen, Lettland und
Deutschland. Arbeitsteilig habe man sogenannte „Kinder“ im Alter von
16 bis 19 Jahren aus Litauen nach Deutschland bestellt, die hier
„arbeiten“ sollten“, so Gerhard Bürgel (Kriminaloberrat und
Polizeiführer des heutigen Einsatzes). Mit „Arbeiten“ sei in der
Hauptsache der Aufbruch von Kraftfahrzeugen. Das Diebesgut sei über
Polen nach Litauen geliefert und dort verkauft worden. Nicht nur
Diebstähle aus und von Kraftfahrzeugen, sondern auch Raubstraftaten
und Einbrüche gehen auf das Konto der Tatverdächtigen. Insgesamt hat
die Ermittlungskommission bislang 440 Straftaten beweissicher
ermitteln können. 47 Personen wurden am heutigen Tag festgenommen.
Darüber hinaus ergaben sich weitere Verdachtsmomente gegen andere
Tatbeteiligte. „Wir müssen abwarten, was die Auswertung der weiteren
Beweise ergibt. Die Staatsanwaltschaft Essen wird
Auslieferungsanträge stellen und möchte, dass den Haupttätern aus
Litauen hier der Prozess gemacht wird“, so Oberstaatsanwältin Anette
Milk. „Wir haben uns hervorragend mit den litauischen Behörden
ausgetauscht, insbesondere mit der Generalstaatsanwaltschaft von
Litauen“, lobte Frau Milk weiter die internationale Zusammenarbeit
und bedankte sich. Dies sei durch die intensive Arbeit der
Koordinierungsstelle der Europäischen Union, EUROJUST, ermöglicht
worden. Herr Bürgel fasste zusammen, dass insgesamt sechs kleinere
Banden in NRW unabhängig voneinander Straftaten begangen haben.
Bezüglich des Abtransports des Diebesgutes nach Litauen, habe man
sich auch zusammengeschlossen. Zum Abschluss lobte Herr Richter die
gute und ausdauernde Arbeit der Ermittlungskommission, die noch nicht
am Ende ihrer Arbeit angelangt ist. /Hag

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