POL-FR: Was nun Herr Kommissar? Informationsveranstaltung zum Tag des Einbruchschutzes am 25.10.2015 im Fritz-Hüttinger Haus in Freiburg-Mooswald

Freiburg (ots) – Am 25.10.2015 veranstaltet das Polizeipräsidium
Freiburg in Kooperation mit der Stadt Freiburg, dem Verein „Sicheres
Freiburg“ der Arbeitsgemeinschaft Freiburger Bürgervereine und dem
Opferschutzverein „Weisser Ring“ zum Tag des Einbruchschutzes eine
Informationsveranstaltung im Fritz-Hüttinger Haus in Freiburg
Mooswald. Kriminalhauptkommissar Frank Erny von der
Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle des Polizeipräsidium Freiburg
wurde zu diesem Thema:

Frage: Weshalb steigen nach Ihren Erfahrungen die Einbruchszahlen
zu Beginn der Wintermonate an?

Antwort: Täter können in der Dämmerungsphase den Schutz der
Dunkelheit nutzen, um unerkannt einzubrechen. Dabei können sie leicht
erkennen, ob sich jemand im Haus oder der Wohnung aufhält.

Frage: Brechen die Täter bei Anwesenheit der Wohnungsinhaber auch
ein?

Antwort: Da muss man klar zwischen den Einbruchszeiten am Tag und
in der Nacht unterscheiden. Tagsüber und abends werden die Täter
einen Einbruch bei offensichtlicher Anwesenheit der Wohnungsinhaber
meiden, nachts jedoch kann er davon ausgehen, dass diese schlafen.

Frage: Kommt es denn oft vor, dass auch nachts eingebrochen wird,
obwohl die Menschen im Haus sind?

Antwort: Obwohl wir tagsüber mehr Einbrüche verzeichnen, haben wir
eine Zunahme der Einbrüche, die in der Nachtzeit begangen werden. Das
Verhältnis liegt etwa bei 70% aller Einbrüche zur Tageszeit und 30 %
zur Nachtzeit.

Frage: Für den Geschädigten wäre dies vermutlich die persönlich
schlimmste Art, einen Einbruch zu erleben. Wie soll man sich dabei
verhalten?

Antwort: Wenn Sie als Geschädigter eine gewisse räumliche Distanz
zum Täter haben, sollten Sie sich bemerkbar machen. Rufen Sie laut,
schalten Sie das Licht ein und rufen Sie sofort bei der Polizei über
die Notrufnummer 110 an. Wenn der Täter sich jedoch in unmittelbarer
Nähe befindet, sollten Sie keine Handlungen unternehmen, die zu einem
Konflikt führen könnten.

Frage: Wann kann ich diesen Täter erkennen? Baldowert er das Haus
zuvor aus oder steigt er direkt in die Wohnung ein?

Antwort: Ein Ausspähen des Einbruchsobjektes findet meist anders
statt als sich dies die Bürger vorstellen. Meist erfolgt dies nur
sehr kurz oder gar zeitversetzt zur eigentlichen Tat. Nicht selten
machen die Täter von dem ausgesuchten Haus Bilder um sich sozusagen
eine Einbruchsstrategie zurecht zu legen.

Frage: Man hört ja immer wieder, dass Einbrüche durch eine gut
funktionierende Nachbarschaft verhindert werden. Stimmt das und was
muss man dabei beachten?

Antwort: Ja, wir haben relativ viele Täterfestnahmen vor Ort auf
Grund entsprechender Hinweise der Nachbarn. Sprechen Sie mit Ihrem
Nachbarn über dieses Thema. Wirkungsvoll kann der Nachbar jedoch nur
dann helfen, wenn die Einbruchsörtlichkeit für Ihn auch einsehbar
ist. Der Nachbar kann auch dafür sorgen, dass Ihr Haus / Ihre Wohnung
bei längerer Abwesenheit bewohnt aussieht.

Frage: Gibt es eigentlich auch Häuser, bei denen man davon
ausgehen kann, dass dort mehr oder weniger eingebrochen wird?

Antwort: Das ist ein großes Thema. Es gibt nachweislich einige
Kriterien, die einen Einbruch erschweren oder begünstigen. Dies ist
jedoch auch das Thema eines Vortrages, den ich bei unserer
Infoveranstaltung zum Tag des Einbruchschutzes halten werde.

Hinweis: INFOVERANSTALTUNG zum Thema Einbruchschutz am Sonntag
25.10.2015 13:00 Bis 17:00 Uhr im Hüttinger Haus in
Freiburg-Mooswald, Am Hägle 1 (Ecke Elsässer Straße), mit Vorträgen
von Experten der Kriminalpolizei zum Täterverhalten und der
Einbruchssicherung sowie dem Vortrag einer Mitarbeiterin des „Weissen
Ring“ zum Thema Opferschutz.

fe/kj

Rückfragen bitte an:
Frank Erny
Polizeipräsidium Freiburg
Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle
Telefon: 0761 29608-25
E-Mail: freiburg.pp@polizei.bwl.de
http://www.polizei-bw.de/

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