POL-KA: (PF)Pforzheim – Nach Wohnhausbrand mit vier Todesopfern: Erste Ermittlungen der Kriminalpolizei schließen Brandstiftung weitgehend aus

Pforzheim-Dillweißenstein (ots) – Gemeinsame Pressemitteilung der
Staatsanwaltschaft Pforzheim und des Polizeipräsidiums Karlsruhe:

Nach dem Brand eines Dachstuhls mit vier Todesopfern in
Dillweißenstein in der Nacht zum Dienstag könnte ein technischer
Defekt oder der unsachgemäße Umgang mit einem gasbetriebenen
Heizgerät die Ursache für das Feuer gewesen sein. Eine vorsätzliche
Brandlegung schließen die Ermittler des Kriminalkommissariats
Pforzheim nach der Begutachtung des Gebäudes unter Hinzuziehung von
Sachverständigen des Landeskriminalamtes nunmehr weitgehend aus. Die
vier Brandopfer sind indessen noch nicht eindeutig identifiziert. Es
handelt sich aller Wahrscheinlichkeit nach um rumänische
Staatsangehörige im Alter von 28, 30, 36 und 40 Jahren, die allesamt
einer Tätigkeit im Transportgewerbe nachgingen. Drei der Getöteten
wohnten dort. Ersten Erkenntnissen zufolge war ein weiteres Opfer
wohl nur vorübergehend zu Besuch dort untergebracht. Näheren
Aufschluss zur Identität der bis zur Unkenntlichkeit verbrannten
Personen erhoffen sich die Ermittler unter anderem durch die von der
Staatsanwaltschaft Pforzheim veranlasste Obduktion sowie durch
weitere, über das rumänische Konsulat eingeleitete Ermittlungen.

Entgegen ersten Meldungen mit vier verletzten Personen hat sich
diese Zahl um zwei reduziert. Leichte Verletzungen trug ein 25 Jahre
alter Bewohner der Dachwohnung davon, der zunächst durch einen Knall
und in der Folge durch einen ausgelösten Brandmelder auf das Feuer
aufmerksam geworden war und sich über das Dach und die Regenabläufe
in das darunterliegende Geschoss retten konnte. Schwere
Brandverletzungen erlitt hingegen ein im Obergeschoss wohnender 36
Jahre alter Familienvater, der den im Dachgeschoss durch den
Brandfortschritt eingeschlossenen Personen zu Hilfe eilen wollte. Er
musste allerdings sein Vorhaben abbrechen und kam anschließend zur
stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Lebensgefahr bestehe nach
Auskunft der Ärzte nicht. Dessen 37 Jahre alte Ehefrau und der
3-jährige Sohn konnten sich in Sicherheit bringen. Nach den
inzwischen durchgeführten ärztlichen Untersuchungen blieben beide
unverletzt. Gleichfalls ohne Blessuren blieb eine im Erdgeschoss
wohnende 32-Jährige, die sich rechtzeitig ins Freie retten konnte.

Sandra Bischoff, Leiterin der Staatsanwaltschaft Karlsruhe –
Zweigstelle Pforzheim

Ralf Minet, Pressestelle Polizeipräsidium Karlsruhe

Polizeipräsidium Karlsruhe
Telefon: 0721 666-1111
E-Mail: karlsruhe.pp.stab.oe@polizei.bwl.de
http://www.polizei-bw.de/

Homepage: Polizeipräsidium Karlsruhe | Publiziert durch presseportal.de.