POL-OL: Wohnungseinbruchsserie in Bremen und im Bremer Umland gestoppt ++ Haftbefehle gegen 5 Mitglieder einer Einbrecherbande erlassen ++

Entwendete Daimler E-Klasse - Foto: © Zentrale Kriminalinspektion Oldenburg

Oldenburg (ots) –

Gemeinsame Presseerklärung der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe
Bremen-Oldenburg (GEBO) und der Staatsanwaltschaft Verden

Bremen, Verden (Aller). Nach umfangreichen Ermittlungen der
Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Bremen-Oldenburg (GEBO) konnte in den
vergangenen Tagen eine seit langem in Bremen und dem
niedersächsischen Umland anhaltende Wohnungseinbruchsserie gestoppt
werden. Seit Anfang 2014 soll eine 10-köpfige Einbrecherbande aus
Bremen in wechselnder Beteiligung in mehr als 100 Fällen
Wohnungseinbruchsdiebstähle sowie Büro- und Geschäftseinbrüche verübt
haben. Überwiegend waren die Wohnungsinhaber bei den Einbrüchen nicht
zu Hause. Die Tatorte lagen vornehmlich in den Bremer Stadtteilen
Oberneuland, Horn-Lehe, Borgfeld und dem niedersächsischen Umland,
hier insbesondere in Lilienthal, Oyten und Achim. Der entstandene
Schaden dürfte dabei weit über eine Millionen Euro liegen. Die Täter
gelangten in die Objekte, nachdem sie Fenster oder Türen aufgehebelt
hatten. In einigen Fällen wurden auch Alarmanlagen überwunden bzw.
außer Betrieb gesetzt. Vorgefundene Tresore wurden vor Ort gewaltsam
geöffnet oder komplett entwendet. Unter anderem hatten die Diebe nach
Bargeld, Schmuck und Uhren, Bestecken, Kreditkarten,
Unterhaltungselektronik, Laptops, Handys, Sparbüchern gesucht. In
mehreren Fällen nahmen sie auch Fahrzeugschlüssel und die auf den
Grundstücken oder in den Garagen abgestellten Fahrzeuge der
Hausbewohner mit. Seit ca. 4 Monaten ermittelten die Gemeinsame
Ermittlungsgruppe Bremen-Oldenburg (GEBO) und die Staatsanwaltschaft
Verden gegen die Einbrecherbande. Jetzt haben in der Nacht zum
07.10.2015 Polizeibeamte nach einem Wohnungseinbruchsdiebstahl in
Bremen-Oberneuland zunächst drei Tatverdächtige vorläufig festnehmen
können. In den Folgetagen kam es zu vorläufigen Festnahmen von vier
weiteren Tatverdächtigen. Die mutmaßlichen Täter im Alter von 26 bis
42 Jahren stammen aus Bremen. 14 Wohnobjekte und mutmaßliche
Lagerplätze für Diebesgut wurden in Bremen durchsucht. Daneben
durchsuchte die Polizei die Wohn- und Geschäftsräume eines Inhabers
eines An- und Verkaufsgeschäfts aus Bremen. Er soll nach den
bisherigen Ermittlungen das Diebesgut gehehlt haben. Insgesamt wurden
mehrere hundert Gegenstände, hierunter auch diverses Diebesgut und
Tatwerkzeuge, beschlagnahmt. Nach den bisherigen Ermittlungen haben
die Tatverdächtigen im Vorfeld systematisch nach geeigneten
Tatobjekten gesucht, die von ihnen als „sich lohnend“ eingestuft
wurden. Obwohl die Täter gezielt nach Wohnhäusern gesucht haben
sollen, in denen die Hausbewohner durch Urlaub, Krankheit oder
anderen Umständen abwesend waren, trafen sie in einigen Fällen auf
dort Schlafende. In einem Fall wurde einer wach gewordenen älteren
Hausbewohnerin eine Goldkette gewaltsam vom Hals gerissen. Die
entwendeten Fahrzeuge sind später über das Internet veräußert worden.
Erst beim Ummelden der Fahrzeuge konnte eine Beschlagnahme durch die
Polizei erfolgen. Das Amtsgericht Verden erließ auf Antrag der
Staatsanwaltschaft Verden gegen fünf Beschuldigte
Untersuchungshaftbefehle. Vier befinden sich in Untersuchungshaft.
Einen Haftbefehl setzte der Ermittlungsrichter außer Vollzug. Zwei
Beschuldigte wurden wegen fehlender Haftgründe wieder auf freien Fuß
gesetzt.

Rückfragen bitte an:
Staatsanwaltschaft Verden
Erster Staatsanwalt Lutz Gaebel
Telefon: 04231/18436
E-Mail: Lutz.Gaebel@justiz.niedersachsen.de

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