POL-MFR: (240) Gemeinsame Pressekonferenz der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth und des Polizeipräsidiums Mittelfranken nach einem Messerangriff auf eine Passantin

Nürnberg (ots) – Wie mit Meldung 229 und 230 (17.02.2019)
berichtet, kam es am frühen Sonntagmorgen (17.02.2019) zu einem
Messerangriff auf eine Passantin in der Fürther Straße (Stadtteil
Bärenschanze). Der mittelfränkischen Polizei ist es bereits nach
kurzer Zeit gelungen, in enger Zusammenarbeit mit der
Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth einen dringend Tatverdächtigen
festzunehmen.

Ein zunächst unbekannter Täter hatte am Sonntagmorgen gegen 05:00
Uhr eine 21-jährige Frau in der Fürther Straße unvermittelt mit einem
Messer angegriffen und verletzt. Nach der Tat flüchtete der
Angreifer.

Die Geschädigte hielt sich zu Besuch in Nürnberg auf. Sie wurde
nach der Tat vom Rettungsdienst umgehend in ein Krankenhaus gebracht.
Nach aktuellem Stand besteht keine Lebensgefahr.

Die Polizei fahndete sofort mit einem Großaufgebot an
uniformierten und zivilen Einsatzkräften nach dem flüchtigen
Messerangreifer. Die intensive Fahndung erstreckte sich auch auf
umliegende Stadtteile. Die Fahndungsmaßnahmen wurden von einem
Polizeihubschrauber sowie mehreren Personensuchhunden der Polizei aus
unterschiedlichen Präsidien unterstützt. Der Kriminaldauerdienst
Mittelfranken führte die Spurensicherung am Tatort durch. Ebenso
nahmen Beamte der Mordkommission Nürnberg noch am Sonntagmorgen die
Ermittlungen auf.

Im Rahmen der Fahndungsmaßnahmen wurden mehrere Personen
überprüft, bei denen sich jedoch kein Tatverdacht erhärtete. Gegen
12:00 Uhr wurde die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums
Mittelfranken von einer Ärztin des Klinikum Nürnberg Nord
verständigt, dass sich bei ihr eine psychisch auffällige Person
befinde, die angab eine Frau verletzt zu haben.

Bei der Person handelte es sich um einen 25-jährigen Iraker, der
seit dem 30.11.2000 als Flüchtling anerkannt ist. Er gilt als
dringend tatverdächtig und räumte in einer Spontanäußerung auch
gegenüber den festnehmenden Polizeibeamten die Tat ein. Die
Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth stellte gegen den Festgenommenen
inzwischen Antrag auf Erlass eines Unterbringungsbefehls.

Die Ermittlungen dauern an, insbesondere wird noch nach dem
zweiten Schuh des Tatverdächtigen sowie der vollständigen Tatwaffe
gesucht. Derzeit wird ein DNA-Abgleich mit dem aufgefundenen Schuh
durch die Rechtsmedizin Erlangen durchgeführt.

Elke Schönwald

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