POL-ME: Mit Waffe bedroht, beraubt und eingesperrt – Ratingen – 1510092

Symbolbild: Abendlicher Polizeieinsatz nach bewaffnetem Raubüberfall - Foto: © Polizei Mettmann

Mettmann (ots) –

Am Montagabend des 19.10.2015, schon einige Minuten nach 19.00
Uhr, kam es an und in einem Ratinger Bekleidungsgeschäft an der
Eggerscheidter Straße in Hösel zu einem bewaffneten Raubüberfall.
Nach regulärem Geschäftsschluss war die 61-jährige Geschäftsinhaberin
noch mit Aufräum- und Inventur-Arbeiten beschäftigt, während deren
sie die Firmenräume auch einmal nur kurzzeitig durch eine Hintertüre
verlassen wollte, um Gegenstände aus einem geparkten Fahrzeug zu
holen. Auf diese Gelegenheit hatten zwei bislang unbekannte
Straftäter offenbar gewartet, welche der Geschädigten am
Hintereingang auflauerten.

Unter Vorhalt einer Schusswaffe wurde die überraschte
Geschäftsfrau von den zwei maskierten Männern zurück in die
Geschäftsräume gezwungen und dort gefesselt. Unter Bedrohung musste
die Überfallene die Lage von Bargeld und anderen Werten preisgeben,
bevor sie in einen Kellerraum gebracht und dort gefesselt und
eingesperrt miterleben musste, wie die zwei Straftäter noch nicht
genau erfasste Beute hörbar aus dem Geschäft schafften und dann
schließlich irgendwann in unbekannte Richtung verschwanden.

Erst gegen 21.35 Uhr wurden die Hilferufe der Überfallenen von der
Mitarbeiterin eines Sicherheitsdienstes gehört, welche das Objekt
überprüfte, weil bis zu diesem Zeitpunkt die Alarmanlage des
Geschäftes, entgegen sonstiger Gewohnheiten, noch nicht in Betrieb
genommen worden war. Unter sofortiger Hinzuziehung der Polizei wurden
die Geschäftsräume im Erdgeschoss eines Wohn- und Geschäftshauses
betreten und durchsucht. Dabei konnte die gefesselte Frau im Keller
aufgefunden und befreit werden. Da die körperlich unverletzt
erscheinende Frau dennoch deutlich unter Einfluss der vorgehenden
Ereignisse stand, wurde der Rettungsdienst für eine Erstversorgung
des Opfers alarmiert.

Umfang und Wert der Beute, welche die zwei flüchtigen Straftäter
vom durchwühlten Tatort entwendeten und auf noch nicht bekannte Art
und Weise abtransportierten, können bisher noch nicht genau bestimmt
und beziffert werden. Die zwei Räuber werden von der Geschädigten wie
folgt beschrieben:

– beide männlich,

– vermutlich Osteuropäer,

– nur einer sprach und drohte während der Tat mit osteuropäischem
Akzent,

– einer korpulent und größer als sein kleinerer, schmaler
Mittäter,

– dunkle Bekleidung,

– schwarze Maskierung vor den Gesichtern,

– bewaffnet mit schwarzer Handfeuerwaffe, vermutlich Pistole.

Sofort nach bekannt werden der Tat veranlasste polizeiliche
Fahndungsmaßnahmen nach den flüchtigen Räubern führten nicht zu einem
schnellen Erfolg. Bisher liegen der Ratinger Polizei deshalb auch
noch keine konkreten Hinweise auf Identität, Herkunft und Verbleib
der beschriebenen Straftäter vor. Umfangreiche Maßnahmen zur
Spurensicherung am Tatort sowie weitere polizeiliche Fahndungs- und
Ermittlungsmaßnahmen wurden veranlasst und dauern an. Ein
Strafverfahren wegen schwerem, bewaffnetem Raub und
Freiheitsberaubung ist eingeleitet.

Die Ratinger Polizei und das ermittelnde Kriminalkommissariat
hoffen in diesem Fall dringend auf sachdienliche Hinweise aus der
Bevölkerung. Die beschriebenen Täter könnten bei der Vorbereitung
ihrer Tat, beim wahrscheinlich länger dauernden Aufenthalt hinter dem
Ratinger Modegeschäft sowie beim Verlassen des Tatortes und
Abtransport der Beute beobachtet worden sein. Konkrete Hinweise auf
ein benutztes Täterfahrzeug liegen bisher noch nicht vor.
Sachdienliche Hinweise in diesem Fall nimmt die Polizei in Ratingen,
Telefon 02102 / 9981-6210 jederzeit entgegen.

Rückfragen bitte an:

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– Polizeipressestelle –
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