GBA: Übernahme der Ermittlungen wegen des Tatvorwurfs des versuchten Mordes an der gewählten Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker

Karlsruhe (ots) – Die Bundesanwaltschaft hat heute (19. Oktober
2015) die Ermittlungen wegen versuchten Mordes an der inzwischen
gewählten Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker und der
Verletzung vier weiteren Menschen übernommen.

Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen wollte der
Beschuldigte ein Zeichen setzen gegen die aus seiner Sicht immer
höher werdende Anzahl der von der Bundesrepublik aufgenommenen
Flüchtlinge. Für den Beschuldigten war Frau Reker als
Sozialdezernentin der Stadt Köln mitverantwortlich für diese
Entwicklung, weshalb er sich den bisherigen Erkenntnissen zufolge
Frau Reker bewusst als Ziel seines Mordanschlages ausgesucht hat.

Mit Blick auf die Schwere der Tat und der mit ihr vom
Beschuldigten angestrebten Signalwirkung hat die Bundesanwaltschaft
nach dem gegenwärtigen Stand der Ermittlungen die besondere Bedeutung
im Sinne des § 120 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 GVG angenommen und die
Ermittlungen an sich gezogen.

Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof (GBA)
Frauke Köhler
Staatsanwältin
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