POL-KS: Kassel/Nordhessen: 20. Verleihung der Kasseler Polizeimedaille: Elf couragierte Menschen öffentlich ausgezeichnet

Verleihung der 20. Kasseler Polizeimedaille für elf couragierte Menschen - Foto: © Polizeipräsidium Nordhessen - Kassel

Kassel (ots) –

Zum 20. Mal haben das Polizeipräsidium Nordhessen und der
gemeinnützige Verein Bürger und Polizei in Kassel am Montagabend
öffentlich Menschen ausgezeichnet, die im vergangenen Jahr die Arbeit
der Kasseler beziehungsweise der nordhessischen Polizei in
vorbildlicher Weise unterstützt und durch ihre couragierten Taten
dazu beigetragen haben, Straftaten zu verhindern, sie aufzuklären
oder Tatverdächtige dingfest zu machen. Elf Mitbürgerinnen und
Mitbürger aus Kassel und der Region wurden vom Präsidium des Vereins
nach Vorschlägen der nordhessischen Polizeidienststellen für die
Auszeichnung mit der „Kasseler Polizeimedaille“ ausgewählt. Sie
konnten am Abend die Ehrung aus den Händen von Polizeipräsident
Konrad Stelzenbach, der auch Präsident des Vereins Bürger und Polizei
in Kassel ist, entgegen nehmen. Präsident Stelzenbach wurde bei der
Übergabe der Medaillen von der hessischen Justizministerin Eva
Kühne-Hörmann und dem Kasseler Oberbürgermeister Christian Geselle
unterstützt. Beide Ehrengäste und Polizeipräsident Konrad Stelzenbach
zollten in ihren Ansprachen den neuen Trägern der Kasseler
Polizei-medaille für ihre Zivilcourage und ihr mutiges Handeln großen
Respekt und brachten ihre persönliche Anerkennung zum Ausdruck.

Diese Menschen sind Vorbilder für unsere Gesellschaft

Die Medaillenträger sind Vorbilder für unsere Gesellschaft. Darin
waren sich am Abend alle im Polizeipräsidium Nordhessen einig. „Die
Kassler Polizeimedaille gehört zu Kassel. Sie zeichnet Menschen aus,
die couragiert eingreifen, wenn andere wegschauen. Sie gibt mutigen
und engagierten Bürgerinnen und Bürgern eine Bühne, sagt Danke und
will andere motivieren, eben nicht wegzuschauen“, sagte
Justizministerin Eva Kühne-Hörmann. „Zivilcourage ist auch ein Stück
gelebte Solidarität. Sie zeigt an, wie sehr die Menschen noch
aufeinander achten und wie sehr sie bereit sind, sich gegenseitig zu
unterstützen“, so die Ministerin weiter. „Ich danke deshalb allen
Bürgerinnen und Bürgern, die sich für andere einsetzen. Diejenigen,
die heute ausgezeichnet werden, aber auch die vielen Helden des
Alltags.“  

Auch für den Kasseler Oberbürgermeister Christian Geselle steht
fest: „Menschen, die durch mutiges, verantwortungsbewusstes und
besonnenes Handeln anderen Mitbürgern in Not geholfen haben, geben
für viele ein Vorbild und verdienen eine besondere Anerkennung“,
erklärte Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle. „Der Verein
Bürger und Polizei e.V. würdigt diese Zivilcourage jetzt zum 20. Mal
in einer besonderen Art und Weise und schafft damit ein Bewusstsein
für ein besseres Miteinander in unserer Gesellschaft.“

Kasseler Polizeimedaille mit langer Tradition und Rekordbesuch

Die zum zwanzigsten Mal stattfindende Auszeichnung mit der vom
Verein Bürger und Polizei im Jahr 2000 gestifteten „Kasseler
Polizeimedaille“ erfolgte im Rahmen eines Festaktes im
Polizeipräsidium in Kassel. Mit über 200 Gästen und zahlreichen
Medienvertretern war der Veranstaltungssaal im Polizeipräsidium bis
auf den letzten Platz besetzt, Rekordbesuch. Trotz aller Prominenz
der Ehrengäste standen natürlich auch in diesem Jahr die
Medaillenträger und ihre couragierten Taten im Mittelpunkt des
Abends.

„Die Menschen, die heute Abend die Kasseler Polizeimedaille
bekommen haben, sind mit Mut und Zivilcourage aufgetreten. Sie haben
Empathie für ihre Mitmenschen gezeigt, die in Not waren oder die
Polizei entscheidend bei ihrer Arbeit unterstützt“, sagte Vereins-
und Polizeipräsident Konrad Stelzenbach. „Ihr Verhalten war
vorbildlich“, betonte der nordhessische Polizeichef.

Lobenswertes Verhalten in ganz unterschiedlichen Fällen

Die elf neuen Träger der Kasseler Polizeimedaille, darunter drei
Frauen und acht Männer, sind in diesem Jahr zwischen 20 und 70 Jahre
alt. Sie stammen aus Kassel (2), Wolfhagen (2), Grebenstein,
Diemelsee, Korbach, Knüllwald, Fritzlar, Sontra und Remagen. Sie
waren im vergangenen Jahr bei polizeilichen Einsatzsituationen in
ganz unterschiedlicher Form aktiv. Sie halfen durch schnelle und
präzise Mitteilung ihrer Wahrnehmungen von Straftaten oder durch
beherztes aber gleichwohl überlegtes Einschreiten bei beobachtetem
Unrecht in bemerkenswerter Art mit, Straftaten zu verhindern, Täter
festzunehmen oder wichtige Ermittlungs- und Aufklärungsschritte der
Polizei zu ermöglichen.

Kasseler Polizeimedaille Spezial für die Sendung „Aktenzeichen XY
…ungelöst

Seit über 50 Jahren unterstützt die Sendung „Aktenzeichen XY
…ungelöst“ die Polizei bei der Klärung schwerster Verbrechen. „Auch
zahlreiche Fälle aus Kassel und Nordhessen wurden in der Sendung als
Filmbeiträge gezeigt und unterstützten die Ermittlungsarbeit unserer
Kollegen“, sagt Polizeipräsident Konrad Stelzenbach. Den Preis nahmen
stellvertretend für das gesamte Redaktionsteam Ina-Maria
Reize-Wildemann, die Leiterin der verantwortlichen Redaktion, und
Redakteurin Nicola Haenisch-Korus entgegen. „Wir freuen uns über
diese Auszeichnung sehr. Es erfüllt uns alle – das gesamte Team –
schon auch mit einem gewissen Stolz, dass unsere Arbeit eine solche
Wertschätzung erfährt.

Ein Preis wie die Kassler Polizeimedaille zeigt uns, dass wir mit
unserer Arbeit richtig liegen“, erklärten beide. Rudi Cerne, seit
2002 Moderator und Gesicht der Sendung, war leider aufgrund von
Dreharbeiten verhindert.

Wolfgang Jungnitsch Geschäftsführer 0176 – 53 66 99 41

Sabine Knöll Pressereferentin 0561 / 910 – 3470

Fotolegende:

Das Gruppenfotos zeigt die Preisträger der Kasseler
Polizeimedaille mit Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann, dem
Kasseler Oberbürgermeister Christian Geselle, Polizeipräsident Konrad
Stelzenbach und Geschäftsführer Wolfgang Jungnitsch.

Die Fälle:

Fall 1: Serienbankräuber nach 20 Jahren gefasst

Durch Hinweise des Zeugen Fabian Küthe (26) konnte eine rund 20
Jahre andauernde Serie von Raubüberfallen auf Geldinstitute in
Deutschland geklärt und ein 45 Jahre alter Tatverdächtiger im Raum
Siegen festgenommen werden.

Am 2. Januar 2018 war in der Mittagszeit die Filiale der Waldecker
Bank in Diemelsee-Adorf von einem Einzeltäter überfallen worden.
Dieser betrat maskiert die Filiale und bedrohte die Bankmitarbeiter
mit einer schwarzen Pistole. Er konnte mit seiner Beute in Höhe von
11.000,- Euro zunächst unerkannt entkommen. Im Rahmen erster
Ermittlungen und einer Nachbarschaftsbefragung konnte Herr KÜTHE
umfangreiche Angaben zu verdächtigen Wahrnehmungen machen. Wie sich
herausstellte, war ihm der mutmaßliche Täter zweimal vor der Tat
begegnet, sodass er ihn relativ gut beschreiben konnte. Entscheidend
war aber sein Hinweis auf ein verdächtiges Auto, welches ihm vor der
Tat aufgefallen war. Er konnte den neuen Audi A5 mit
Ingolstädter-Kennzeichen sehr gut beschreiben. Auch anhand dieses
Hinweises gelang es der bei der Kripo Korbach eingerichteten „AG
Connect“, den Täter zu ermitteln. Er legte ein Geständnis ab und
wurde zwischenzeitlich wegen einer Vielzahl von Banküberfällen zu
einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt.

Über fast 20 Jahre hatte er eine Berufstätigkeit vorgetäuscht,
lebte aber ausschließlich von seinen Banküberfällen.

Fall 2: Zwei Täterfestnahmen nach nächtlichem Firmeneinbruch

Der Zeuge Habicht kehrte am 27. Januar 2018 kurz vor Mitternacht
von der Jagd zurück, als ihm ein PKW mit auswärtigen Kennzeichen
auffiel, der in der Nähe eines Firmengeländes in Grebenstein
abgestellt war. Durch seine bei der Jagd mitgeführte Wärmebildkamera
erkannte er, dass sich auf dem Firmengelände zwei Personen aufhielten
und verständigte sofort den Inhaber der Firma. Dieser alarmierte
seinerseits gleich die Polizei. Durch die schnelle Information und
die präzisen Hinweise gelang es den Polizeibeamten, einen der beiden
Täter noch auf dem Firmengelände festzunehmen. Bei der anschließenden
Fahndung nach dem zweiten Täter bot Herr Habicht den Beamten sofort
seine Wärmebildkamera an. Durch diese konnte der zweite Täter in
einem bewachsenen Graben in der Dunkelheit ausfindig gemacht und von
den Beamten der Polizeistation Hofgeismar ebenfalls festgenommen
werden.

Fall 3: Zwei Täter nach Einbruch in Goldschmiede festgenommen

Der Hotelier Ulrich ZABEL bereitete am Sonntag, den 25. Februar
2018 gerade das Frühstück vor, als er durch laute Geräusche auf einen
Einbruch beim Juwelier Ochs aufmerksam wurde. Durch ein Fenster sah
er, dass zwei Täter eine Scheibe des Geschäfts eingeschlagen hatten.
Er alarmierte sofort die Korbacher Polizei. Einer der Täter stieg in
das Geschäft ein, während der andere Mann Schmiere stand. Durch die
schnell am Tatort eintreffende Streife der Polizeistation Korbach
konnte einer der Männer noch vor Ort festgenommen werden. Der zweite
Täter hatte sich aus dem Staub gemacht, wurde im Rahmen der Fahndung
aber ebenfalls im Stadtgebiet von Korbach gestellt.

Nur durch die präzisen Angaben des Zeugen gelang die Festnahme der
beiden Einbrecher. Zudem konnte die gesamte Beute aus über 100
Schmuckstücken und Uhren im Wert von rund 20.000,- Euro
sichergestellt werden.

Fall 4: Versuchtes Tötungsdelikt: Durch mutiges Einschreiten
Schlimmeres verhindert

Frau Sandleben ging am Mittwoch, den 25. April 2018, in der
Mittagszeit in Sontra mit ihrem Hund spazieren, als sie Zeugin eines
versuchten Tötungsdelikts wurde. Sie sah wie ein Fußgänger sein
späteres Opfer während der Fahrt von seinem Fahrrad schubste, sodass
dieser schwer stürzte. Anschließend trat der 27-jährige Täter
mehrfach mit seinem Fuß auf den Kopf des am Boden liegenden Opfers
ein. Der gehbehinderte 56-Jährige erlitt schwerste Verletzungen.

Frau Sandleben schrie den Täter an, er solle den Mann in Ruhe
lassen. Daraufhin ließ er zunächst von seinem Opfer ab und ging
einige Meter davon. Kurz darauf kam er zurück, schlug und trat
weiterhin auf den Mann ein. Wieder schrie Frau Sandleben den Täter
an, er solle aufhören. Selbst als der Täter Frau Sandleben bedrohte,
hörte sie nicht auf einzuschreiten. Schließlich ließ der Täter von
seinem Opfer ab und ging davon. Die Polizei und der Rettungsdienst
wurden von jungen Mädchen gerufen, die ihr Handy dabei hatten.

Der Täter konnte nach kurzer Fahndung festgenommen werden. Das
Opfer hatte massive Gesichtsverletzungen und diverse Knochenbrüche
erlitten. Der Verdacht auf Hirnblutungen bestätigte sich zum Glück
nicht.

Fall 5: Festnahme nach PKW-Aufbruch

Frau Janssen beobachtete am Vormittag des 2. Juni 2018 aus ihrer
Wohnung in der Kasseler Südstadt heraus einen Unbekannten, der in der
Johannesstraße die Seitenscheibe eines geparkten VW Sharan einschlug
und nach der Tat flüchtete. Die Zeugin alarmierte die Polizei und
nahm unverzüglich mit ihrem Fahrrad die Verfolgung des
Tatverdächtigen auf. Durch ständige Standortmitteilungen und die
Beschreibung des Täters konnte dieser schließlich nur 10 Minuten nach
der Tat in einem Hinterhof in der Mozartstraße festgenommen werden.
Er wurde von Frau Janssen eindeutig wiedererkannt.

Im Zuge der Ermittlungen konnte dem 42-jährigen Tatverdächtigen
noch ein weiteres Eigentumsdelikt nachgewiesen werden.

Fall 6: Einbruch durch couragierte Zeugen verhindert; Polizei
nimmt 57-Jährigen fest

Herrn Vollbrecht und Herrn van Wees ist es zu verdanken, dass ein
Einbruch in ein Geschäft an der Wilhelmshöher Allee vereitelt wurde
und der 57-jährige Tatverdächtige aus Kassel noch auf der Flucht
festgenommen werden konnte.

Die beiden Zeugen beobachteten in dieser Nacht zum Donnerstag, den
28. Juni 2018, gegen 1 Uhr morgens einen Unbekannten bei dem Versuch,
die Scheibe eines Geschäftes einzuschlagen. Als der Einbrecher
erkannte, dass er beobachtet wird, ergriff er sofort die Flucht. Herr
Vollbrecht und Herr van Wees informierten umgehend die Polizei und
verfolgten den Täter. Durch die Nacheile konnten sie der anrückenden
Streife das Versteck des Einbrechers durchgeben, der dann in der
Hansteinstraße festgenommen werden konnte. Bei ihm wurde
umfangreiches Einbruchswerkzeug sichergestellt.

Die Ermittlungen am Tatort ergaben, dass der Täter bereits ein
Loch in die Sicherheitsverglasung des Geschäftes geschlagen hatte.

Fall 7: Festnahme nach Sachbeschädigung und Angriff auf Passanten
dank couragierter Zeugin

Frau Miller beobachtete am Dienstag, den 31. Juli 2018, abends um
kurz nach 22 Uhr am Königsplatz in der Kasseler Innenstadt einen
Mann, der wahllos Sachbeschädigungen beging und auf seinem weiteren
Weg in der Unteren Königsstraße auch einen Passanten tätlich angriff
und ihn dabei leicht verletzte.

Frau Miller hatte gleich zu Beginn ihrer Beobachtungen über Notruf
die Polizei verständigt und den Täter nicht aus den Augen gelassen.
Durch die gute Personenbeschreibung und die ständigen
Standortmeldungen konnten die Beamten den Randalierer auf der
Kurt-Schumacher-Straße stellen und trotz heftiger Gegenwehr
festnehmen. Auf seinem Weg durch die Stadt hatte der leicht
alkoholisierte und geistig verwirrte 24-jährige Täter mehrere
Schaufensterscheiben beschädigt und dabei einen geschätzten
Sachschaden von 5.000 Euro angerichtet.

Fall 8: Festnahme nach Einbruch in Baumarkt

Herr Sedat befand sich am Sonntag, den 28. Oktober 2018, gegen 1
Uhr zufällig in der Bahnhofstraße in Wolfhagen, als er an dem
dortigen Baumarkt verdächtige Beobachtungen machte. Er sah Licht im
Markt und erkannte, dass sich mehrere Personen im Inneren des
Gebäudes befinden. Da er vermutete, dass es sich bei den Personen um
Einbrecher handeln könnte, sprach er Herrn Wiegand an, der sich
ebenfalls in der Nähe befand, über Handy die Polizei zu alarmieren,
damit er das Geschehen weiter beobachten konnte. Die alarmierten
Streifen waren schnell vor Ort und es gelang, zwei der Täter nach
kurzer Verfolgung festzunehmen. Die Männer führten sowohl das
Diebesgut als auch das Einbruchswerkzeug mit sich.

Fall 9: Explosion bei Einbruch in Munitionsbunker; Zeuge gab
entscheidenden Hinweis zur Täterermittlung

Am Abend des 20. November 2018 erschütterte eine heftige Explosion
den Fritzlaer Stadtwald. Unbekannte Täter hatten versucht, in fünf
ehemalige Munitionsbunker bei Rothhelmshausen einzubrechen. In den
mittlerweile privatwirtschaftlich genutzten Bunkern lagerte
Pyrotechnik. Beim Versuch, die Lager gewaltsam zu öffnen, entzündete
sich das Material. Für alle zehn Fritzlaer Wehren und die Polizei
hieß das um 21.40 Uhr Großalarm. Zwei Kammern der Bunkeranlagen
standen beim Eintreffen von Polizei und Feuerwehr im Vollbrand. Zuvor
hatte es eine starke Explosion gegeben, die noch im 10 Kilometer
entfernten Bad Zwesten zu hören gewesen sein soll.

Durch die Angaben von Herrn Bischoff zu einem verdächtigen
Fahrzeug einschließlich des genauen Kennzeichens konnte die Kripo in
Homberg diesen brisanten Fall schnell aufklären und den 25-jährigen
Hauptverdächtigen und fünf Mittäter (2 Männer und 3 Frauen) aus Nord-
und Osthessen ermitteln. Der 25-Jährige legte ein umfängliches
Geständnis, auch über die Tatbeteiligungen seiner Mittäter, ab.

Die schnelle Aufklärung der Tat war auch deshalb besonders
wichtig, da ein Einbruch mit Ziel, an Sprengmittel zu gelangen, in
der Bevölkerung Ängste auslöst und das Sicherheitsgefühl
beeinträchtigt.

„Kasseler Polizeimedaille Spezial“ für die Sendung „Aktenzeichen
XY …ungelöst

In diesem Jahr verleihen der Verein Bürger und Polizei in Kassel
und das Polizeipräsidium Nordhessen die „Kasseler Polizeimedaille
Spezial“ zum zweiten Mal. Preisträger ist die ZDF-Sendung
„Aktenzeichen XY …ungelöst“.

Begründung der Jury:

Das von Eduard Zimmermann erdachte Fernsehformat wurde am 20.
Oktober 1967 erstmals ausgestrahlt. Zum damaligen Zeitpunkt war dies
eine Weltneuheit als eigenständiges Sendeformat. Seit nunmehr fast 52
Jahren unterstützt die Sendung die Kriminalpolizei erfolgreich bei
der Ermittlung von schwerwiegenden Straftaten. Wie allgemein bekannt
ist, werden in der Sendung insbesondere Kriminalfälle vorgestellt,
bei denen erfahrene Ermittler trotz intensivster Arbeit oft an
Grenzen stoßen und neue Ermittlungsansätze suchen. Einige dieser
Fälle liegen zum Teil schon Jahre oder gar Jahrzehnte zurück, die
sogenannten „Cold Cases“.

Umso erstaunlicher ist die beachtliche Aufklärungsquote der
Sendung mit über 40 Prozent geklärter Fälle. Schon die Bilanz zum 50.
Geburtstag im Jahr 2017 war beeindruckend: 523 Sendungen, 4.586
Kriminalfälle, davon 1.853 gelöst und 2.319 Täter festgenommen.

Auch nach über 50 Jahren leistet „Aktenzeichen XY …ungelöst“ mit
jeder neuen Sendung einen wichtigen und unverzichtbaren Beitrag zur
Kriminalitätsbekämpfung und damit auch zur Sicherheit aller
Bürgerinnen und Bürger.

Dafür gebührt der Sendung und den Verantwortlichen Dank und
Anerkennung der Polizei!

Rückfragen bitte an:

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Grüner Weg 33
34117 Kassel
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Fax: 0561/910 10 25
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