HZA-F: Hauptzollamt Frankfurt am Main beschlagnahmt Elfenbeinfiguren zur Ausfuhr nach Vietnam

Elfenbeinfiguren - Foto: © Hauptzollamt Frankfurt am Main

Frankfurt am Main (ots) –

Am 16. November wurden vier große Schnitzereien aus
Elefantenstoßzähnen zur Ausfuhr nach Vietnam angemeldet. Elefanten
sind eine nach dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen streng
geschützte Tierart. Der Zollbeteiligte war ein Mann aus München mit
asiatischer Herkunft, der keine Ausfuhrgenehmigung für die
Elfenbeinfiguren vorweisen konnte. Die Schnitzereien wurden
beschlagnahmt. Der Zoll leistet durch seine Kontrollen einen
entscheidenden Beitrag, die Artenvielfalt zu erhalten und die Tier-
und Pflanzenwelt zu bewahren. Zum Schutz der wildlebenden Tiere und
Pflanzen besteht seit 1973 das „Washingtoner
Artenschutzübereinkommen“ (WA). In Deutschland ist es seit 1976
gültig, und bis heute sind 182 Staaten dem WA beigetreten. Ca. 5.600
wildlebende Tierarten und 30.000 Pflanzenarten sind derzeit
gelistet. „Der illegale Handel mit exotischen Tier- und Pflanzenarten
ist ein profitträchtiges Geschäft, die Folgen für die Umwelt
dramatisch. Verstöße gegen das Washingtoner Artenschutzübereinkommen
sind keine Bagatellen. Sie können Geldbußen bis 50.000 Euro oder
sogar Freiheitsstrafen nach sich ziehen“, so Christine Straß,
Pressesprecherin beim Hauptzollamt Frankfurt am Main. Aufgrund von
Ermittlungen konnte der Aufgriff erst jetzt gemeldet werden.

Zusatzinformation: Im Jahr 2017 kam es beim Hauptzollamt Frankfurt
am Main zu 372 Sicherstellungen von 13.339 artengeschützten
Einzelexemplaren. Darunter waren auch 1.681 lebende Tiere und 2.019
lebende Pflanzen. Sogar lebende Tiere werden per Mausklick bestellt
und per Postpaket versandt. Zwei grüne Baumwarane kamen im Postpaket
aus Indonesien am Flughafen an. Ein Waran war bereits vertrocknet,
das andere Tier war in so schlechter Verfassung, dass es kurz darauf
ebenfalls verendete. Aber auch Musikinstrumente, wie z.B. mit
Schlangenhäuten überzogene Geigen oder Gitarren, werden häufig per
Internet geordert. Ein weiteres Postpaket aus China, das sich ein
Deutscher per Mausklick über ein Internet-Auktionshaus bestellt
hatte, enthielt eine Weste aus dem Fell des artengeschützten
Polarfuchses. Im August 2017 kontrollierten Zollbedienstete des
Hauptzollamtes Frankfurt am Main das Gepäck von Reisenden eines
Fluges aus Algerien. Dabei überprüften sie auch den Handkoffer eines
24- jährigen Mannes. Darin waren vier junge, lebende Maurische
Landschildkröten eingepfercht worden. Auf Befragen gab der Mann an,
er habe die Schildkröten vor dem Haus seiner Familie in Algerien
eingesammelt und wolle sie in Deutschland verschenken. Gegen ihn
wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Die Tiere wurden sichergestellt
und einem vertrauenswürdigen Tierhalter zur artgerechten Haltung
übergeben.

Das Hauptzollamt Frankfurt am Main ist zertifizierter Arbeitgeber
nach dem audit „berufundfamilie“. Wir bieten Ausbildungsplätze an.
Näheres unter www.zoll.de – Beruf und Karriere.

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