POL-SH: Landespolizei zieht vorläufige Bilanz zur Einbruchkriminalität in Schleswig-Holstein: Rund 500 Einbrüche weniger als 2017

Kiel (ots) – Im Jahr 2018 registrierte die Landespolizei 4.950
Fälle von vollendeten und versuchten Wohnungseinbrüchen. Dies sind
rund 500 Fälle weniger als im Jahr 2017 (5491 Fälle). Damit bestätigt
sich weiterhin der Trend zurückgehender Fallzahlen, allerdings auf
einem, für ein Flächenland wie Schleswig-Holstein, immer noch hohem
Niveau.

Im Dezember 2018 wurden in Schleswig-Holstein 728 Taten
festgestellt. Dies stellt zwar den höchsten Wert des Jahres 2018 dar,
ist aber der niedrigste Wert der vergangenen Jahre (2017: 787, 2016:
883, 2015: 1565, 2014: 959) im Monat Dezember. Gegenüber dem Vormonat
November 2018 mit 606 Wohnungseinbrüchen ist dies ein Anstieg von
absolut 122 Taten, entsprechend 20 %. Damit bestätigte sich erneut
die saisonale Steigerung in der „dunklen Jahreszeit“.

„Wir freuen uns über den deutlichen Rückgang der Fallzahlen im
Vergleich zum Vorjahr. Die Landespolizei hat in diesem Deliktsbereich
erneut sehr intensiv gearbeitet. Die enge Zusammenarbeit von
Ermittlern, Spurensicherern, Präventions- und Kontrollkräften
ermöglicht es, Ermittlungsansätze zu generieren und die Zahl der
Taten möglichst gering zu halten.“, so Thomas Bauchrowitz, Leiter des
Landeskriminalamtes.

Ein wichtiger Konzeptbaustein sind Kontrollmaßnahmen. Aktuell
setzt die Polizeidirektion Bad Segeberg in den Landkreisen Pinneberg
und Segeberg auch weiterhin auf Anhalte- und Sichtkontrollen im
öffentlichen Verkehrsraum. Die ursprüngliche Anordnung der Maßnahmen
gemäß § 180 Abs. 3 Landesverwaltungsgesetz Schleswig-Holstein ist
jüngst vom Amtsgericht Bad Segeberg verlängert worden. Sie gilt bis
zum 6. Februar 2019. Anhalte- und Sichtkontrollen dienen der
Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger, da sie einen Beitrag leisten,
Täterstrukturen zu erkennen, Täter zu überführen und damit die Zahl
der Einbrüche zu reduzieren. Die Polizei wertet die im Rahmen der
Kontrollen gewonnenen Erkenntnisse sorgfältig aus, um
Bandenstrukturen zu erkennen und die Bewegung verdächtiger Personen
nachvollziehen zu können.

Landespolizeidirektor Michael Wilksen betont: „Die Aufmerksamkeit
der Bürgerinnen und Bürger ist ebenfalls ein wichtiger Aspekt. Damit
ist zum einen die situative Wachsamkeit gemeint, also die
Sensibilität für verdächtige Personen in der eigenen Nachbarschaft
und die sofortige Benachrichtigung der Polizei über die Notrufnummer
110. Zum anderen geht es auch um das thematische Interesse für die
richtige Sicherung der eigenen vier Wände. Je besser die eigene
Wohnung gesichert ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass
Einbrecher erfolglos bleiben.“

Ein wichtiger Hinweis zu den eingangs verwendeten Daten: Es
handelt sich um aktuelle Lagedaten aus dem Vorgangsbearbeitungssystem
der Landespolizei, nicht aus der Polizeilichen Kriminalstatistik
(PKS).

Aktuelle Lagezahlen eignen sich für operative Zwecke und gewinnen
aufgrund ihrer zeitnahen Erfassung zunehmend an Bedeutung. Sie
stellen die tatsächlich durch die Polizei aufgenommenen Einbrüche
dar. Sie haben aber als „Eingangsstatistik“ keine PKS-vergleichbare
Qualität. Sie liefern andere Zahlen als die Ausgangsstatistik PKS.
Die Darstellung von Lagezahlen aus dem polizeilichen
Vorgangsbearbeitungssystem erfolgt nach dem Erstelldatum des
Vorgangs.

Im Unterschied hierzu sind die Zahlen der Polizeilichen
Kriminalstatistik die erste Wahl für strategische Informationen zur
bekanntgewordenen Kriminalität. Bundesweit einheitlich erfasste
Zahlen dieser Ausgangsstatistik garantieren die erforderliche
Qualität. Sie können aber ausschließlich zur Analyse vollständiger
Berichtszeiträume (Kalenderjahr) herangezogen werden. Eine
unterjährige Interpretation der PKS hat keine hinreichende
Aussagekraft.

Rückfragen bitte an:
Jürgen Börner
Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration
Schleswig-Holstein
Landespolizeiamt
Mühlenweg 166
24116 Kiel
Telefon: 0431/ 160 61420
E-Mail: pressestelle.kiel.lpa@polizei.landsh.de

Original-Content von: Landespolizeiamt, übermittelt durch news aktuell

Homepage: Landespolizeiamt | Publiziert durch presseportal.de.