POL-LZPD: Jahreswechsel 2018/2019 – NRW-Polizei verstärkt im Einsatz Vorläufige Silvesterbilanz: Sichtbare polizeiliche Präsenz zeigt offenbar Wirkung – deutlich weniger Einsätze

Duisburg (ots) – Die Einsatzkonzepte der Polizeibehörden mit
sichtbarer Präsenz vor Ort zeigten Wirkung, stellte das Landesamt für
Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) in einer vorläufigen Bilanz am
Neujahrsmorgen fest. Rund 5.500 Einsatzkräfte sorgten für die
Sicherheit in den NRW-Städten. Beamtinnen und Beamte der
Bereitschaftspolizei unterstützten ihre Kollegen vor Ort und standen
zudem in Bereitschaft, um auf jedwede Lageentwicklung reagieren zu
können.

Insgesamt wurde die Polizei im Zeitraum von Montag, 31.12.2018, ab
18 Uhr bis Dienstag, 01.01.2019, 6 Uhr, zu rund 3.500 Einsätzen im
Zusammenhang mit den Silvesterfeierlichkeiten gerufen. Im Vorjahr
waren es rund 4.300 Einsätze.

Nach dem derzeitigen Stand der Meldungen gab es landesweit 422
Körperverletzungsdelikte (Vorjahr 465), zu gefährlichen
Körperverletzungsdelikten ist es in 161 Fällen gekommen. (Vorjahr
172)

Die Anzahl der Taschendiebstähle ist im Vergleich zum Vorjahr mit
18 Fällen gleichgeblieben. Dahingegend haben sich die Raubdelikte von
12 auf 19 erhöht. 33 Anzeigen sind wegen Sexualdelikten inklusive
Beleidigung auf sexueller Basis erstattet worden. (Vorjahr 41) Die
Anzahl der Sachverhalte, in denen aus Gruppen von drei oder mehr
Personen heraus Straftaten begangen wurden, ging von 16 auf bislang
14 gemeldete Straftaten zurück. Die Polizistinnen und Polizisten
nahmen außerdem mit 439 Anzeigen wegen Sachbeschädigungen mehr als im
Vorjahr mit 363 Fällen auf. Es hat 22 vorläufige Festnahmen nach
Straftaten gegeben, 262 Personen sind in Gewahrsam genommen worden.
Im Vorjahr waren es 31 Festnahmen und 290 Ingewahrsamnahmen.
Platzverweise hat die NRW-Polizei landesweit 1257-mal ausgesprochen.
(Vorjahr 1489) Insgesamt waren schon kurz nach Mitternacht die ersten
Abwanderungstendenzen vieler Besucher von öffentlichen Plätzen
festzustellen. In acht Fällen gab es wie bereits im Vorjahr Angriffe
auf Rettungsdienst und Feuerwehrkräfte. Dabei ist eine Person
verletzt worden. Im Bereich Hambacher Forst wurden in der Nacht rund
zwei Dutzend Molotowcocktails in Richtung der Einsatzfahrzeuge der
Polizei geworfen. Die Täter agierten dabei im Schutze der Dunkelheit
aus dem Wald heraus. Durch die Verlagerung von Kräften der
Hundertschaften ist sofort reagiert und vor Ort unterstützt worden.
Zu Personenschäden ist es nach den derzeitigen Erkenntnissen nicht
gekommen. Weiterhin sind in verschiedenen Städten Polizeibeamtinnen
und -beamte mit Pyrotechnik und Flaschen beworfen worden. Insgesamt
wurden bei den unterschiedlichsten Einsatzanlässen 38 Polizistinnen
und Polizisten verletzt. (Vorjahr 25). Darüber hinaus haben 256
Personen Verletzungen erlitten. (Vorjahr 234) Nach dem bisherigen
Kenntnisstand gab es darunter auch acht schwerverletzte Personen
unter anderem durch selbstgebaute Knallkörper.

Bei dieser vorläufigen landesweiten Silvesterbilanz ist zu
berücksichtigen, dass es wie in den vergangenen Jahren auch zu
Nachmeldungen aufgrund von späteren Anzeigenerstattungen kommen kann.

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Telefon: 0203 41 75 72 40
E-Mail: pressestelle.lzpd@polizei.nrw.de
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