POL-REK: 180831-2: Falsche Polizeibeamte riefen an – Rhein-Erft-Kreis

Rhein-Erft-Kreis (ots) – In der vergangenen Woche (seit dem 23.
August) haben Betrüger in über 30 Fällen Bürgerinnen und Bürger aus
dem Rhein-Erft-Kreis angerufen und sich als Polizeibeamte ausgegeben.
In allen Fällen scheiterten die Täter. Teilweise hatten sich die
Opfer entgegen der Telefonanweisungen an Vertrauenspersonen gewendet.

Alle Anrufe ereigneten sich zwischen vom Vormittag bis in die
späten Abendstunden. Die Betrüger gaben in den Telefonaten an, sie
hätten mehrere Festnahmen, jedoch seien noch weitere Täter flüchtig
und erkundigten sich nach Wertgegenständen im Haus der Angerufenen.
Durch das skeptische Verhalten der Geschädigten waren die Anrufer
erfolglos. In einem Fall hat eine Frau (90) aus Kerpen am vergangenen
Montag (27. August) beinahe den Tätern Bargeld ausgehändigt. Die
Anrufer haben über mehrere Tage das Vertrauen der Seniorin
erschlichen. Durch technische Manipulation zeigte das Display eine
Rufnummer der Polizei an. Als sie einen höheren Geldbetrag von der
Bank abholen wollte, reagierte ein Bankangestellter direkt. Er
veranlasste, dass sie die „richtige“ Polizei einschaltete. Die Dame
blieb so im Besitz ihres Geldes.

Die Polizei weist darauf hin: Lassen Sie sich nicht unter Druck
setzen, verängstigen oder ausspähen. Ziel der Anrufer ist es, ihre
Opfer so zu verunsichern, dass sie Furcht vor Einbrechern und anderen
Kriminellen entwickeln, die es angeblich auf sie abgesehen haben. Die
Angerufenen werden davon überzeugt, dass sie ihre Wertsachen
vorsorglich besser der Polizei übergeben, damit sie nicht in die
Hände von Kriminellen fallen. Doch genau dort landen sie, wenn die
Opfer auf die Betrüger hereingefallen sind! Besonders wichtig: Die
Polizei tätigt derartige Anrufe nicht! Melden Sie sich in
Verdachtsfällen bei der „richtigen“ Polizei und benutzen Sie den
Notruf „110“. Sensibilisieren Sie bitte ihre Angehörigen und Nachbarn
über diese Tatbegehungsweise. (wp)

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