BPOL-KL: Gemeinsame Pressemitteilung Polizeipräsidium Westpfalz und Bundespolizei Kaiserslautern – Polizei zieht positive Bilanz nach Südwestderby

Kaiserslautern (ots) – Nach dem Südwestderby zwischen dem 1. FC
Kaiserslautern und dem Karlsruher SC (0:0) am Samstagnachmittag zogen
das Polizeipräsidium Westpfalz und die Bundespolizei Kaiserslautern
eine positive Bilanz – die Einsatzkonzeption ging auf und es kam zu
keinen größeren Zwischenfällen. Der Einsatzleiter der Landespolizei
lobte seine „Mannschaft“ für die konzentrierte und professionelle
Arbeit und hob insbesondere die gute Zusammenarbeit mit der
Bundespolizei hervor. Mehrere hundert Beamtinnen und Beamte des
Polizeipräsidiums Westpfalz sowie des Polizeipräsidiums Einsatz,
Logistik und Technik waren eingesetzt. Auch die Bundespolizei
Kaiserslautern war mit mehreren Hundert Einsatzkräften der
Bundesbereitschaftspolizei Hünfeld, Bad Bergzabern und Bayreuth sowie
der Mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit Koblenz im Einsatz. Ein
Lob gilt zudem den Anhängern beider Vereine, die sich bis auf wenige
Ausnahmen an die Regeln hielten.

Im Vorfeld der Anreise entdeckten Bundespolizisten am Hauptbahnhof
Neustadt eine rote Puppe mit der Aufschrift „KL“, die mittels Seil um
den Kopf von einem Bahnsignal hing. Die Puppe, die mit Zeitungspapier
aus Karlsruhe gestopft war, wurde durch die Beamten entfernt.

27.343 Zuschauer sind zu dem Spiel ins Fritz-Walter-Stadion
gekommen – davon etwa 2.800 KSC-Anhänger, die ihr Team in die
Westpfalz begleitet haben. Die Bundespolizei sperrte während der
Anreise die Personenunterführung um beide Fangruppen strikt
voneinander zu trennen. 1.200 Karlsruher Fans nutzten die zwei
bereitgestellten zusätzlichen Züge. Dabei zündeten einige
Unbelehrbare bei der Zugeinfahrt in den Hauptbahnhof Kaiserslautern
Pyrotechnik sowie Böller und warfen Bierflaschen in Richtung von
Polizeibeamten, die die Fans am Bahnsteig empfingen. Glücklicherweise
gab es keine Verletzten. Ein Polizeibeamter wurde im weiteren Verlauf
durch einen KSC-Fan beleidigt. Die Fans wurden am Bahnhof an
Polizeieinheiten der Landespolizei übergeben und zum Stadion
begleitet. Dabei wurde der 11-Freunde-Kreisel weiträumig gesperrt, um
ein Aufeinandertreffen mit einheimischen Fans zu verhindern.
Vereinzelt kam es auf dem Weg zum Stadion auf Seiten der KSC-Fans zum
Einsatz von Pyrotechnik und Böllern. Die Polizei konnte die
Verursacher ermitteln und ihre Personalien feststellen. Auf sie
kommen Strafanzeigen zu.

Nach dem Spiel verließen die Fangruppen der beiden Vereine
zeitversetzt das Stadion, um auch nach dem Abpfiff die kategorische
Fantrennung zu gewährleisten. Die Bahnreisenden wurden wiederum mit
starker Präsenz zum Bahnhof begleitet. Während der Abreisephase
musste zur Fantrennung die Personenunterführung im Bahnhof gesperrt
werden. Die beiden Züge nach Karlsruhe verließen um 17.14 Uhr und
17.29 Uhr Kaiserslautern.

Am Ende des Tages stellte der Einsatzleiter der Bundespolizei,
Polizeidirektor Leyens, fest, dass der hohe Kräfteansatz aufgrund der
spürbaren Brisanz gerechtfertigt war und letztlich auch
schwerwiegende Auseinandersetzungen im Zuständigkeitsbereich der
Bundespolizei verhindert hat.

Auch die Bundespolizei leitete mehrere Strafverfahren ein, u. a.
wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz, gefährlicher
Körperverletzung, Sachbeschädigung und Beleidigung.

Besondere Erwähnung verdient der enge partnerschaftliche
Schulterschluss mit der Landespolizei Rheinland-Pfalz sowie die
Unterstützung der DB AG.

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