BDK: BDK betrachtet sorgenvoll die Kriminalitätsbekämpfung der Bundespolizei +++ Ermittlungsbereiche am Limit

Berlin (ots) – Nicht nur bei den Kriminalisten der Bundespolizei,
aber insbesondere bei ihnen wirken sich eine Fülle von
Pensionierungen, ein anhaltend starker Ermittlungsdruck, zunehmend
umfangreichere Schleusungsverfahren und immer höhere Anforderungen
aufgrund erforderlicher Spezialisierungen aus.

„Schon jetzt fehlen bundesweit Ermittler in dreistelliger Zahl und
aufgrund der vielen Pensionierungen, gerade bei den oftmals völlig
überalterten Ermittlungsdiensten wird sich die Lage noch einmal
deutlich verschärfen,“ so der Verbandsvorsitzende Thomas Mischke. Er
führte weiter aus, dass es unverständlich sei, dass von den vielen
tausend Anwärtern, die beginnend ab Herbst dieses Jahrs ihre
Ausbildung beenden und endlich die großen Personallücken bei der
Bundespolizei schließen sollen, offenbar nur wenige Einzelfälle im
Bereich der Kriminalitätsbekämpfung eingesetzt werden sollen. Damit
sei die erforderliche Verjüngung weiterhin in unerreichbarer Ferne
und eine Fortentwicklung der Kriminalitätsbekämpfung stark gefährdet.

Bereits seit 2015 hat der BDK auf die Entwicklung und die damit
einhergehenden Probleme hingewiesen und hatte diverse
Lösungsvorschläge eingebracht (bit.ly/2Lj75w8). Thomas Mischke dazu
weiter: „Wir fordern sowohl aus fachlichen als auch Fürsorgegründen
die überfällige Einstellung von Tarifbeschäftigen, beispielsweise bei
der Kriminaltechnik und im Inneren Dienst. Vollzugsbeamte würden
dadurch freigesetzt, Lücken geschlossen und zudem ließe sich das
innerhalb kürzester Zeit umsetzen. Auch müsse geprüft werden, ob es
nicht weitere alternative Möglichkeiten gibt, wie beispielsweise die
Anwerbung von Seiteneinsteigern oder eine frühzeitige Spezialisierung
in der Ausbildung“, so Mischke abschließend.

Auch sein Vorstandskollege Michael Labetzke, der selbst
Ermittlungsbeamter in der besonders belasteten
Bundespolizeiinspektion Bremen ist, prangert die aktuelle Situation
an. „Sehenden Auges in die Krise. Mittlerweile ist ein Zustand
erreicht, den wir so nicht mehr akzeptieren. Wenn beispielsweise
selbst an mittelgroßen Flughäfen über 2 Tage der komplette
Ermittlungsdienst dichtgemacht wird, um die Kontrolline zu
unterstützen, dann läuft irgendetwas ganz gehörig schief. Wo
Kriminalisten als Personalverstärkung herangezogen werden, scheint es
auch am Verständnis für kriminalpolizeiliche Aufgaben zu mangeln.“

Rückfragen bitte an:

Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK)
Thomas Mische
Telefon: +49 (1578) 6 12 79 99

Original-Content von: Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK), übermittelt durch news aktuell

Homepage: Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) | Publiziert durch presseportal.de.