HZA-RO: Reisezeit Der Weg durch den Zoll




Rosenheim (ots) –

Alles ist schon in Ferien- bzw. Urlaubsstimmung und viele
verbringen ihre Urlaubszeit im Ausland. Damit es bei der Rückkehr aus
dem Urlaubsland mit vollen Koffern, gefüllt mit Souvenirs, keine
Probleme gibt, sollte man sich bereits vor Antritt der Reise über
bestehende Einfuhrbestimmungen informieren.

Der Zoll stellt hierfür mehrere Möglichkeiten, zur Verfügung.
Neben persönlichen Auskünften der lokalen Zolldienststelle oder der
zentralen Auskunftsstelle (Tel.: 0351/44834-510; Email:
info.privat@zoll.de) sind alle wichtigen Informationen im Internet
unter www.zoll.de oder in der kostenlosen Smartphone-App „Zoll und
Reise“ zu finden.

Nachfolgend ein kurzer Überblick über die wichtigsten Regelungen.

Reisefreimengen

Bei Einreisen aus Nicht-EU-Ländern sind für den persönlichen Ge-
bzw. Verbrauch bestimmte Waren bis zu einer bestimmten Höchstmenge
einfuhrabgabenfrei, z.B. 200 Zigaretten oder ein Liter Alkohol. Für
andere Waren wie Kleidungsstücke, Schmuck oder Sportgeräte gilt eine
Wertgrenze von 430 Euro.

Tiere und Pflanzen

Zahlreiche Tier- und Pflanzenarten sowie Produkte daraus
unterliegen strengen Aus- und Einfuhrbestimmungen. Diese Maßnahmen
sind notwendig, denn sie dienen dem Artenschutz und helfen mit, die
Einschleppung von Krankheiten und Schädlingen zu verhindern.

So vermeiden Sie Problem beim Zoll:
-Finger weg von lebenden Urlaubssouvenirs
-Finger weg von Erzeugnissen aus Tieren und Pflanzen
-Kaufen sie im Zweifelsfall lieber gar keine Souvenirs, zu deren
Herstellung Tiere oder Pflanzen oder Teile davon verwendet wurden.

Aktuelle und umfassende Informationen über geschützte Tiere und
Pflanzen finden sie unter der Internetadresse
www.Artenschutz-online.de

Markenschutz

Bekleidung, Sportartikel, Fanartikel, Kosmetika, Taschen und Uhren
namhafter Markenhersteller werden in vielen Urlaubsländern häufig zu
Spottpreisen angeboten. Bei diesen vermeintlichen Schnäppchen handelt
es sich fast ausschließlich um Fälschungen. „Diese Fälschungen sind
oft von minderer Qualität und können durchaus auch
gesundheitsgefährdend sein, da diese Textilien oft giftige Farbstoffe
enthalten. Auch kann die Haltbarkeit solcher Waren manchmal nur sehr
gering sein, so lösen sich beispielsweise von den Schnäppchen
Turnschuhen oft schon nach kurzer Zeit die Sohlen ab“, so die
Pressesprecherin des Hauptzollamts Rosenheim, Patrizia Kaiser.

Die Empfehlung des Zolls ist deshalb, beim Kauf solcher Waren
kritisch zu sein und bei Zweifeln vielleicht besser auf den Kauf zu
verzichten.

Barmittel

Bei mitgeführten Barmitteln ist eine Wertgrenze von 10.000 Euro
zu beachten. Bei Einreisen oder Ausreisen aus bzw. in EU-Länder aus
Nicht-EU-Staaten muss der Betrag ab 10.000 Euro eigenständig, ohne
Aufforderung schriftlich beim Zoll angemeldet werden.

Innerhalb der EU müssen beim Grenzübertritt mitgeführte Barmittel
im Wert von 10 000 Euro oder mehr nur nach Aufforderung mündlich
angezeigt werden.

Reisen innerhalb der EU Grundsätzlich besteht zwischen allen
EU-Ländern der freier Warenverkehr. Das bedeutet, Privatpersonen
können Waren für Ihren persönlichen Bedarf ohne Einschränkungen
mitbringen. Bei bestimmten Genussmitteln, wie z.B. Tabak oder,
Alkohol, ist die abgabenfreie Menge jedoch begrenzt. Auch bei
bestimmten Urlaubsregionen innerhalb der EU, wie z.B. die Kanaren
oder die Kanalinseln, ist Vorsicht geboten. Diese haben den Status
eines „steuerlichen Sondergebiets“, wodurch sie bei den
Reisefreigrenzen rechtlich den Nicht-EU-Ländern gleichgestellt sind.

Nähere Informationen hierzu finden sie auf der Internetseite
www.zoll.de

Rückfragen bitte an:

Hauptzollamt Rosenheim
Patrizia Kaiser
Telefon: 08031/3006-7100
E-Mail: patrizia.kaiser@zoll.bund.de
www.zoll.de

Original-Content von: Hauptzollamt Rosenheim, übermittelt durch news aktuell

Homepage: Hauptzollamt Rosenheim | Publiziert durch presseportal.de.




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