FW Gangelt: Erneut schwere Unwetter im Kreis Heinsberg. Diesmal traf es die Gemeinde Selfkant besonders schwer, hier wurden Straßen und Keller von den Wassermassen überflutet.




Selfkant (ots) –

Zum dritten Mal binnen einer Woche suchten schwere Unwetter den
Westen des Kreis Heinsberg auf. Während die Gemeinde Gangelt diesmal
verschon blieb, traf die Gemeinde Selfkant diesmal das Unwetter mit
voller Wucht. Um kurz nach drei Uhr nachmittags wurden die ersten
Einheiten der Feuerwehr Selfkant zur Beseitigung von Unwetterschäden
alarmiert. Hierbei wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehr
insbesondere in dem stark betroffenen Ortsteil Schalbruch eingesetzt.
Binnen weniger Minuten drangen große Wassermassen in die Ortschaft
ein und überfluteten Straßen und Keller. Teilweise standen die
Kellerräume der Wohnhäuser bis zur Kellerdecke unter Wasser. Um 16:19
Uhr wurden die Einheit Gangelt sowie die Bauhofstaffel der Feuerwehr
Gangelt zur Unterstützung angefordert. Zwanzig Einsatzkräfte der
Feuerwehr Gangelt unter der Leitung des stellvertretenden
Kreisbrandmeisters Günter Paulzen eilten ihren Kameraden im Selfkant
zur Hilfe. Zudem stellte die Einheit Stahe-Niederbusch sowie die
Drehleiterbesatzung der Feuerwehr Gangelt den Grundschutz für das
Gemeindegebiet Selfkant sicher. Die Einheit Gangelt wurde zunächst
zur Bundesstraße 56 Neu (B56N) beordert. Dort stand kurz vor der
niederländischen Grenze die Fahrbahn der Bundesstraße mehrere
Zentimeter hoch unter Wasser. Die Feuerwehr sicherte die
Einsatzstelle auf der stark befahrenen Straße und beseitigte die
Gefahr. Durch die Wassermassen kam es zu erheblichen Behinderungen im
Feierabendverkehr auf der Bundesstraße. In Schalbruch unterstütze die
Bauhofstaffel der Feuerwehr Gangelt währenddessen die Feuerwehr
Selfkant. Gemeinsam befreiten die Einsatzkräfte die Räume einer sehr
großen Kellerwohnung von den Wassermassen. Mit vier Pumpen gelang es
den Einsatzkräften, dass Wasser weitestgehend aus der Wohnung zu
befördern. Zur Versorgung der Einsatzkräfte mit Getränken und Nahrung
wurde gegen 18 Uhr die 1. Einsatzeinheit NRW des Deutschen Roten
Kreuz alarmiert. Diese sorgte für eine Stärkung der Einsatzkräfte im
Feuerwehrgerätehaus Schalbruch-Havert. Gegen 21 Uhr konnten die
Einsatzkräfte der Feuerwehr Gangelt ihren Heimweg antreten.
Anschließend wurden die Fahrzeuge wieder einsatzbereit gemacht, um
für den nächsten Einsatz gewappnet zu sein.

Insgesamt waren rund 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr und DRK unter
der Leitung von Gemeindebrandinspektor Josef Dahlmanns (Selfkant) von
etwa 15 Uhr bis Mitternacht im Einsatz.

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