POL-MFR: (248) Betrügerische Anrufe – Warnhinweis

Feuchtwangen / Dinkelsbühl (ots) – In den Zuständigkeitsbereichen
der Polizeiinspektionen Feuchtwangen und Dinkelsbühl ereigneten sich
seit Jahresbeginn mehrere Fälle von betrügerischen Anrufen zum
Nachteil von Senioren. Die Kriminalpolizei warnt vor Trickbetrügern.

In einigen Fällen teilten die unbekannten Anrufer mit, dass das
potentielle Opfer einen fünfstelligen Betrag gewonnen hätte. Vor der
Auszahlung des Betrags wurden die Opfer angewiesen, Gutscheinkarten
von elektronischen Dienstleistern im Wert von mehreren Hundert Euro
zu kaufen und die Gutschein-Codes telefonisch mitzuteilen.

In anderen Fällen gaben sich die Anrufer als Polizeibeamte oder
als nahe Angehörige aus. Entweder wurde eine finanzielle Notlage
eines Angehörigen vorgetäuscht oder angegeben, dass ein Einbruch kurz
bevor stehen würde und deswegen dringend alle Wertsachen einem
angeblichen Kriminalbeamten übergeben werden sollen.

Die Kriminalpolizei rät diesbezüglich dringend Folgendes zu
beachten:

– Nehmen Sie nur Gewinne an, wenn Sie auch bewusst an einem
Gewinnspiel teilgenommen haben.

– Ein seriöses Unternehmen wird eine Gewinnausschüttung nicht
telefonisch ankündigen.

– Seien Sie insbesondere vorsichtig, wenn die Auszahlung an
Bedingungen, wie Vorabüberweisungen von Geldbeträgen oder
Gutscheinkarten, geknüpft ist.

– Die Polizei ruft nie mit der Rufnummer 110 an; die Notrufnummer
dient ausschließlich dem Zweck, dass der Bürger die Polizei in
dringenden Fällen erreichen kann und nicht umgekehrt.

– Sollte Ihnen am Display ihres Telefons die Notrufnummer
angezeigt werden, rufen Sie diese Nummer nie zurück, denn Sie landen
wieder im Callcenter.

– Seien Sie bei solchen Anrufen misstrauisch! Lassen Sie sich am
Telefon nicht unter Druck setzen und beenden Sie das Telefonat
sofort.

– Gehen Sie am Telefon nicht auf Fragen zu Ihrer finanziellen
Situation oder Wertsachen bei sich zu Hause ein.

– Die Polizei fragt Sie am Telefon grundsätzlich nicht nach
Bargeld oder Wertgegenständen, ohne dass von Ihnen vorher eine
Anzeige erstattet wurde.

– Übergeben Sie niemals Geld an Personen, die Ihnen unbekannt
sind!

– Lassen Sie keine Fremden in Ihre Wohnung!

– Fordern Sie von Amtspersonen, ob in Uniform oder Zivilkleidung,
immer den Dienstausweis und prüfen Sie ihn sorgfältig (nach Druck,
Foto und Stempel).

– Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an. Suchen Sie
dazu die Telefonnummer selbst heraus und fragen auch konkret nach dem
Polizeibeamten, der dort beschäftigt sein soll. Ziehen Sie einen
Nachbarn bzw. eine Person Ihres Vertrauens hinzu.

– Scheuen Sie sich nicht, den Notruf 110 zu wählen, wenn Ihnen ein
Anruf verdächtig vorkommt!

– Seien Sie aufmerksam, wenn in Ihrer Nachbarschaft ältere
Menschen alleine leben, sprechen Sie über dieses Phänomen.

– Angehörige bitten wir, ihre älteren Verwandten zu informieren.

Michael Petzold/n

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