HZA-BS: Schwarzarbeit moderner Wanderarbeiter?

Die Prüfung der Arbeitnehmer vor Ort ist aber immer nur der erste Schritt; Symbolbild: Zoll - Foto: © Hauptzollamt Braunschweig

Braunschweig (ots) –

Hildesheimer Zoll geht nach Eskalation auf Baustelle Hinweisen auf
illegales „work & travel“ durch sogenannte „Irish Travellers“ nach.

Als es Ende Januar 2018 bei einem Hildesheimer an der Haustür
klingelte, ging dieser von einem gutem Geschäft aus: Irische
Bauarbeiter machten ihm ein schriftliches Angebot für
Pflasterarbeiten, das er gern annahm. Und auch die
verdachtsunabhängige Kontrolle des Zolls auf der Baustelle schien das
eigentlich zu bestätigen: Europäische Staatsbürger, die sich
ausweisen und eine Firma in Hannover als Arbeitgeber benennen
konnten, erweckten zunächst nicht den Eindruck von Schwarzarbeit;
dazu noch ein schriftliches Angebot, das auf ordnungsgemäße
Rechnungsstellung im Anschluss hindeutete.

Doch die anschließende Prüfung ergab: Weder existierte die
angebliche Baufirma in Hannover, noch waren die Iren irgendwo
gemeldet.

Als der Hildesheimer Bauherr damit konfrontiert wurde, kündigte er
den geschlossenen Vertrag mit den irischen Wanderarbeitern und
verlangte eine schriftliche Rechnung für die bereits geleistete
Arbeit. Diese weigerten sich jedoch und forderten stattdessen
lautstark unter Androhung von Gewalt eine sofortige Barzahlung.
Gleichzeitig begannen sie, die bereits erstellten Gewerke zu
zerstören. Erst die Ankunft der Polizei konnte die aufgebrachten
Wanderarbeiter vertreiben.

„Bei sogenannten Haustürgeschäften ist immer besondere Vorsicht
geboten. Das gilt nicht nur bei klassischen Vertretern, sondern auch
für Handwerksleistungen“, warnt Zolloberinspektor Löhde vom
Hauptzollamt Braunschweig. Denn abgesehen von möglichen sonstigen
Scherereien drohen auch dem Auftraggeber rechtliche Konsequenzen,
sollte es sich bei der ausgeführten Arbeit um Schwarzarbeit handeln.

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Hauptzollamt Braunschweig
Pressesprecher
Andreas Löhde
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