LKA-RP: Fastnacht, Alkohol und Autofahren – eine lebensgefährliche Kombination

Wer zu tief ins Glas schaut

Mainz (ots) –

Die Zeit der Narren und Jecken hat begonnen und farbenfrohe
Fastnachtssitzungen und -umzüge locken zum ausgelassenen
Beisammensein. Klar, dass hier auch jede Menge Alkohol fließt. Doch
wer zu tief ins Glas geschaut hat, sollte das Auto besser stehen
lassen.

Zwar fühlen sich viele nach dem Genuss von zwei, drei Gläsern
alkoholischer Getränke subjektiv noch in der Lage ein Fahrzeug zu
führen. Doch diese Einschätzung täuscht! Denn schon geringe Mengen an
Alkohol genügen, um das Gesichtsfeld einzuschränken und die
Reaktionsfähigkeit herabzusetzen.

Aus diesem Grund hat der Gesetzgeber klare Regelungen getroffen:
Wer ohne Fahrauffälligkeiten in eine Polizeikontrolle gerät und einen
Alkoholwert von 0,5 bis 1,09 Promille aufweist, erhält ein Fahrverbot
von 1-3 Monate, 2 Punkte und muss mit einem Bußgeld von 500 bis 1500
Euro rechnen. Bei Fahrauffälligkeiten (z.B. Schlangenlinienfahrt)
erfüllen Fahrer bereits ab 0,3 Promille und ohne Fahrauffälligkeiten
ab 1,1 Promille den Straftatbestand gemäß § 316 Strafgesetzbuch was
u.a. zum Entzug der Fahrerlaubnis führt.

Fahranfänger sollten wissen, dass sie während der Probezeit bzw.
bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres überhaupt keinen Alkohol
trinken dürfen, wenn sie motorisiert unterwegs sind.

Auch Fahrradfahrer können zur Verantwortung gezogen werden: Wer
alkoholisiert auf sein Rad steigt und einen Verkehrsunfall
verursacht, kann ebenfalls seinen Führerschein verlieren. 0,3
Promille reichen auch hier aus. Und wer mit einem Blutalkoholgehalt
von 1,6 Promille und mehr erwischt wird, muss ohnehin mit einem
Verfahren rechnen, egal ob er einen Führerschein hat oder nicht.

Darüber hinaus kann sich eine Alkoholfahrt aber auch auf den
Versicherungsschutz auswirken. Versicherer können sich auf ihre
Leistungsfreiheit berufen und nur einen Teil des Schadens oder gar
nicht zahlen.

Auch wer zu einem alkoholisierten Fahrer ins Auto steigt muss bei
einem Unfall mit Konsequenzen rechnen. Ansprüche an den Fahrer z.B.
auf Schmerzensgeld können laut Rechtsprechung in diesem Fall gekürzt
werden.

Gerade in der Fastnachtszeit kommt es vermehrt zu Fahrten unter
dem Einfluss von Alkohol und die Polizei legt ihr Augenmerk zu Recht
auf die Verhinderung und Aufdeckung solcher Trunkenheitsfahrten.

Beherzigen Sie deshalb unsere Tipps:

– Fahren Sie niemals alkoholisiert ein Fahrzeug!
– Planen Sie rechtzeitig ihre Heimfahrt!
– Fahren Sie nach Alkoholgenuss mit dem Taxi oder benutzen Sie
öffentliche Verkehrsmittel für den Heimweg!
– Fahren Sie in keinem Fall mit, wenn der Fahrer nicht mehr
fahrtüchtig ist!
– Stellen Sie als verantwortungsbewusster Gastgeber in jedem Fall
alkoholfreie Getränke bereit.
– Verleiten Sie Fahrzeugführer nie zur Einnahme von Alkohol,
Drogen und/oder Medikamenten.
– Bleiben Sie Vorbild für junge Fahrer und andere
Verkehrsteilnehmer.

Taxis und öffentliche Verkehrsmittel sind günstiger als ein neuer
Führerschein.

Weitere Informationen für ein sicheres Fahren finden Sie unter
folgendem Link:
www.polizei.rlp.de/de/aufgaben/praevention/verkehrspraevention
Nützliche Tipps und Informationen finden Sie auch beim Bund gegen
Alkohol und Drogen im Straßenverkehr: www.bads.de, www.adac.de und
Hintergründe zu medizinisch-psychologischen Gutachten unter
www.tuev-sued.de

Denken Sie daran: Wenn Sie sich in einer Gefahrensituation
befinden, von einer Straftat erfahren oder sonstige verdächtige
Hinweise an die Polizei mitteilen wollen, rufen Sie im Zweifel die
110! Wir helfen Ihnen!

Rückfragen bitte an:

Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz
Pressestelle

Telefon: 06131-65-2009/-2053
Fax: 06131-65-2125
E-Mail: LKA.presse@polizei.rlp.de
www.polizei.rlp.de/lka

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