Bundespolizeidirektion München: Zug muss wegen Mädchen bremsen / Bundespolizei sucht Zeugen

Heimenkirch (ots) – Am Samstagnachmittag (27. Januar) hat sich ein
bisher unbekanntes Mädchen kurz vor dem Haltepunkt Heimenkirch im
Gleisbereich aufgehalten. Der Lokführer des einfahrenden
Regionalexpress leitete eine Schnellbremsung ein und die Strecke
musste gesperrt werden. Es kam zu erheblichen Auswirkungen auf den
Bahnverkehr. Die Bundespolizei ermittelt und bittet um
Zeugenhinweise.

Nach Angaben des betroffenen Lokführers stand gegen 16:30 Uhr etwa
150 Meter vor dem Bahnsteig des Haltepunkts Heimenkirch ein Mädchen
im Gleis, als er mit seinem Regionalexpress in Fahrtrichtung
Immenstadt einfuhr. Da das Mädchen auf einen Achtungspfiff nicht
reagierte, sondern nur in Richtung seines einfahrenden Zuges blickte,
leitete der Lokführer eine Schnellbremsung ein. Noch während der
Bremsung ging sie aus dem Gleis.

Der Zugführer veranlasste umgehend eine Streckensperrung und
verständigte die Bundespolizei. Diese suchte anschließend den
Gleisbereich großräumig, aber ergebnislos ab. Insgesamt dauerte die
Sperrung von 16:47 bis 18:27 Uhr, worauf es zu entsprechenden
Auswirkungen auf den Bahnverkehr kam.

Während der Einfahrt in den Haltepunkt Heimenkirch nahm der
Lokführer noch einen Mann wahr, der vom Bahnsteig aus in Richtung des
Mädchens ging. Der besagte Mann konnte durch den Zeugen nicht näher
beschrieben werden. Das Mädchen ist schätzungsweise 16 Jahre alt. Sie
hat dunkelblonde oder braune Haare und trug eine dunkle Jacke mit
hellem Pelzkragen.

Die Bundespolizei Kempten ermittelt in diesem Fall wegen
gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und bittet um sachdienliche
Hinweise aus der Bevölkerung unter der Telefonnummer 0831/ 540 798-
0. Insbesondere der Mann am Bahnsteig wird gebeten, sich bei der
Bundespolizei zu melden.

Rückfragen bitte an:

Sabine Dittmann
Bundespolizeiinspektion Kempten
Eicher Straße 3 | 87435 Kempten
Pressestelle
Telefon: 0831 / 540 798-1010
E-Mail: bpoli.kempten.oea.controlling@polizei.bund.de

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