POL-HSK: Bilanz der Polizei zur Silvesternacht im Hochsauerlandkreis

Meschede (ots) – Die Bilanz der Polizei im Hochsauerlandkreis zur
Silvesternacht kann als durchwachsen bezeichnet werden. Das
Einsatzaufkommen zwischen Silvesterabend, 18:00 Uhr und
Neujahrmorgen, 06:00 Uhr, lag in diesem Jahr bei 90 Einsätzen für den
gesamten Kreis. Im Vorjahr musste die Polizei im gleichen Zeitraum zu
77 Einsätzen ausrücken. Auf die zwölf Kommunen des Kreises verteilt,
ergibt sich folgendes Bild: Arnsberg kam auf 29, Meschede 8, Bestwig
5, Sundern 10, Brilon 17, Olsberg 2, Winterberg 3, Medebach 4,
Marsberg 6 und Schmallenberg auf 6 Einsätze. In Eslohe und Hallenberg
kam es zu keinem Einsatz. Die Anzahl der Einsätze mit Silvesterbezug
lag bei 54 und die getroffenen polizeilichen Maßnahmen bei 50 für den
gesamten Hochsauerlandkreis. Gegen 31 Personen wurden Platzverweise
erteilt. Fünf Personen wurden in Gewahrsam genommen und eine Person
festgenommen. Die Polizei nahm kreisweit 5 Strafanzeigen wegen
Sachbeschädigungen und 8 wegen Körperverletzungsdelikten auf. In
Sundern wurde der Polizei ein versuchtes Sexualdelikt angezeigt. Die
Kriminalpolizei hat hierzu die Ermittlungen aufgenommen.

Im Einzelnen wird zu folgenden Sachverhalten berichtet:

Gegen 00:15 Uhr warf ein 35-jähriger auf der Straße Am
Schreppenberg in Arnsberg Feuerwerkskörper in eine Menschenmenge.
Hieraus entwickelte sich zunächst ein verbaler Streit, der
schließlich in eine Schlägerei zwischen dem 35-Jährigen und einem
29-Jährigen aus der Gruppe mündete. Der 35-Jährige wurde verletzt und
kam mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus. In Sundern, vor einer
Diskothek auf der Hauptstraße, wurde ein 32-jähriger Zuwanderer gegen
03:55 Uhr von einem bislang unbekannten Mann bei einer tätlichen
Auseinandersetzung verletzt. Der Zuwanderer hatte nach Zeugenaussagen
zuvor eine Frau belästigt, woraufhin der Unbekannte auf ihn
einwirkte. Der alkoholisierte 32-Jährige kam mit dem Rettungswagen
ins Krankenhaus. Bei einer Schlägerei in einem Club auf der
Apothekerstraße in Neheim wurde ein 51-jähriger Mann verletzt. Er kam
mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus. Auf einer privaten Feier auf
der Möhnestraße in Neheim gerieten sich zwei Männer, 40 und 53 Jahre
alt, in die Haare. Bei der Auseinandersetzung war ein Glas im Spiel,
wodurch beide Beteiligten Schnittverletzungen erlitten. Einer kam ins
Krankenhaus, der andere wollte selbstständig einen Arzt aufsuchen. In
Brilon wurde die Polizei gegen 00:30 Uhr zum Marktplatz gerufen, weil
eine Gruppe von etwa 15 Zuwanderern dort unsachgemäß Feuerwerkskörper
zünden sollte. Um Gefahren für Unbeteiligte auszuschließen,
unterbanden die eingesetzten Polizeibeamten dies und erteilten nach
Personalienfeststellungen Platzverweise gegen die Personen im Alter
von 15 bis 25 Jahren. Diesen kamen sie auch nach. In Hildfeld musste
die Polizei zu einem Streit ausrücken, weil ein 48-Jähriger gegen
00:20 Uhr auf der St-Sebastianus-Straße so genannte Polenböller auf
das Nachbargrundstück geworfen hatte. Personen waren zwar nicht zu
Schaden gekommen, die Böller hatten jedoch Löcher in den Rasen
gerissen und eine Scheibe zum Zerbersten gebracht. Die Polizei fand
keine weiteren Polenböller bei dem alkoholisierten Mann, erstattet
aber Strafanzeige gegen ihn.

Es kam kreisweit im Berichtszeitraum zu sechs Bränden. Um 20:20
Uhr brannte auf der Niederen Straße in Brilon eine Mülltonne. Die
Feuerwehr löschte den Brand. Gegen 00:15 Uhr wurde auf dem Balkon
eines Hauses auf der Straße Rüggen in Arnsberg-Bruchhausen ein Brand
gemeldet. Die Feuerwehr konnte den Brand löschen. Gebäudeschaden
entstand hier nicht. Gegen 02:00 Uhr brannten auf der Hachener Straße
in Sundern-Hachen zwei Mülltonnen. Die Feuerwehr löschte den Brand.
Auf der Sebastianstraße in Brilon Alme geriet gegen 04:00 Uhr der
Motorraum eines Autos in Brand. Der Pkw wurde nach den Löscharbeiten
der Feuerwehr durch die Polizei sichergestellt. In Sundern-Hachen
geriet auf der Burgstraße gegen 01:15 Uhr ein Carport mit zwei
untergestellten Autos in Brand. Die Feuerwehr konnte den Brand
löschen. An beiden Wagen entstand Totalschaden. Der Sachschaden liegt
hier nach ersten Erkenntnissen bei etwa 50.000 Euro. Die
Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.
Gegen 00:45 Uhr wurden Feuerwehr und Polizei zu einem Brand in einem
Mehrfamilienhaus auf der Bremer Straße in Medebach gerufen. Hier war
der Dachstuhl des Gebäudes in Brand geraten. In dem Haus sind 23
Personen gemeldet. Alle konnten das Haus unverletzt verlassen. Die
Feuerwehr konnte das Feuer löschen. Das Haus ist nach dem Brand und
den Löscharbeiten derzeit unbewohnbar. Der Sachschaden wird auf etwa
750.000 Euro geschätzt. Die Kriminalpolizei hat auch in diesem Fall
die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Hauseigentümer,
Hausverwaltung und das Ordnungsamt der Stadt Medebach kümmerten sich
um die Unterbringung der Bewohner. (st)

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