BPOLD-H: Nach Ausschreitungen von Fußballanhängern im Hauptbahnhof Hannover – Ermittlungen der Bundespolizei führen zur Identifizierung von Tätern und der Verhängung von Betretungsverboten.

Hannover (ots) –

Mehr als 20 Personen von insgesamt 125 Fußballanhängern des VFL
Osnabrück haben auf der Rückreise vom Auswärtsspiel in Jena am 25.
November 2017 beim Umstieg im Hauptbahnhof Hannover Reisende
provoziert und Einsatzkräfte der Bundespolizei angegriffen. Bereits
auf der Anfahrt zum Hauptbahnhof Hannover wurde eine
Deckenverkleidung beschädigt und ein Feuerlöscher durch ein
geöffnetes Fenster des Zuges entleert.

Zur Sicherung des Strafverfahrens erfolgte in der vergangenen
Woche eine personal- und zeitintensive Auswertung von zahlreichen
Zeugenaussagen und Videoaufnahmen durch Beamte der Bundes- und
Landespolizei. Die Beamten stellten dabei 17 gefährliche
Körperverletzungen durch verschiedene Straftäter fest. Sieben
Tatverdächtige sind bereits identifiziert worden. Gegen sie und einen
Rädelsführer hat die Bundespolizeidirektion Hannover zum
Auswärtsspiel des VFL Osnabrück bei Werder Bremen II am heutigen Tag
ein Betretungsverbot für Bahnhöfe und Züge erlassen.

Vorfall am 25. November 2017:

Anhänger des VFL Osnabrück provozierten verbal im Personentunnel
des Hauptbahnhofes zielgerichtet männliche Personen. Zum Schutz der
Reisenden sperrten Einsatzkräfte der Bundespolizei Teilbereiche des
Personentunnels ab. Einige Störer versuchten, die Absperrung zu
durchbrechen. Durch Einsatz von Reizstoff und Diensthunden konnten
sie zurückgedrängt werden. Dabei wurden die einschreitenden Beamten
mit Flaschen, Dosen und Batterien beworfen. Auch wurde versucht,
einen Abfallbehälter den Treppenabgang gegen die Polizisten hinunter
zu stoßen. Eine Beamtin verletzte sich an der Hand, ein anderer
Beamter wurde gegen den Kopf getreten. Nur der aufgesetzte Helm
schützte ihn vor ernsthaften Verletzungen.

Der Präsident der Bundespolizeidirektion Hannover, Herr Martin
Kuhlmann, äußerte sich dazu wie folgt: „Die Bundespolizei sorgt
dafür, dass Fußballanhänger, die während der Anreise zum Spiel
Straftaten begehen, das Spiel nicht sehen. Gleiches gilt für die
Rückreise. Auch hier werden Gewalttätigkeiten und Straftaten
konsequent verfolgt und geahndet, sowie Betretungsverbote für
zukünftige Spielbegegnungen erlassen. Unser Ziel ist es, die
Sicherheit der Bahnreisenden zu gewährleisten.“

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